Das Urheberrecht schützt ein Computerprogramm in seiner konkreten Gestalt. Geschützt ist damit nicht, was das Programm leistet, sondern nur der ganz konkrete Weg, den der Programmierer zur Lösung gewählt hat.
Worum soll es im Folgenden gehen? Nach einer kurzen Vorstellung dessen, was das Urheberrecht regelt, soll skizziert werden, welche Verlässlichkeiten das Urhebergesetz (UrhG) dem Softwareentwickler bietet. Fragen wie: Wer ist Urheber von proprietären und von Open-Source-Entwicklungen, welche Rechte hat der angestellte Programmierer, werden gleichermaßen behandelt wie die Frage der Reichweite und Grenzen des urheberrechtlichen Schutzes.
10. Die Open-Source-Lizenz
Die Open-Source-Lizenz ist aus rechtlicher Sicht die eigentliche Grundlage der Open-Source-Software. Die gängigen Lizenzmodelle, wie etwa General Public Licence (GPL), entstammen dem anglo-amerikanischen Rechtskreis, was die Frage aufwirft, ob sie in Deutschland rechtsgültig sind. Im Folgenden wird außerdem dargestellt, welche Rechte und Pflichten bei Unterstellung einer Softwareentwicklung unter eine Open-Source-Lizenz entstehen.
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