Das Gesundheitswesen befindet sich aktuell in einer bisher nie da gewesenen Phase des Umbruchs. Es muss sich heute den Anforderungen des geöffneten Marktes stellen, was dynamische Anpassungsprozesse notwendig macht. Diese Anpassungsprozesse vollziehen sich in einer rasanten Geschwindigkeit. Um heute und in Zukunft erfolgreich zu sein, sind bei Medizinern in einem zunehmenden Ausmaß neben Fachkompetenzen auch Führungs- und Managementkompetenzen gefordert. Leitende Ärzte müssen heute mehr denn je auch ökonomisch denken und handeln sowie ihre Mitarbeiter optimal einsetzen, entwickeln, fördern und motivieren. Angesichts leerer Kassen und wirtschaftlicher Engpässe, welche die Mitarbeiter im Gesundheitswesen stark zu spüren bekommen, eine herausfordernde Aufgabe. Daher werden zunehmend analog zur freien Wirtschaft Führungs- und Managementinstrumente eingesetzt, z.B. regelmäßige Mitarbeitergespräche, Zielvereinbarungssysteme und 360°-Feedbackverfahren. Ebenso müssen Qualitätsstandards in Prozessen als auch der Versorgung eingehalten werden. Um diese Standards zu entwickeln und zu dokumentieren, werden Krankenhäuser immer häufiger zertifiziert. Entsprechende Qualitätsmanagementprozesse werden eingeführt und evaluiert, um so für einen kontinuierlich laufenden Qualitätsmanagementprozess zu sorgen.
Inwieweit sind aber die Führungskräfte im Gesundheitswesen überhaupt auf diese Aufgaben vorbereitet? Verfügen sie über die notwendigen Führungs- und Managementkompetenzen? Werden sie entsprechend ausgebildet? Welche Trends hinsichtlich Führungs- und Managementinstrumenten sind heute sichtbar?
Diese und weitere spannende Fragen beantworten in diesem E-Interview Dr. Johann Paula, Dr. Bernd Böhm und Helga Weyers vom Stiftungsklinikum Mittelrhein.
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