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Ist Content Management reif für die Open Source Revolution?

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30.6.2004
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Veröffentlichungsdatum :
6.2004
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Abstract / Inhalt:
Open Source Software erfreut sich seit dem Erfolg von Linux immer größerer Beliebtheit. Auch im Content Management Bereich gibt es entsprechende Open Source Initiativen. Daher liegt der Einsatz von Open Source Software für diesen Bereich nahe. Es stellt sich jedoch die Frage, inwieweit Open Source Content Management Systeme auch für den unternehmensweiten Einsatz geeignet sind. Ist Open Source ein passabler Ansatz in diesem Bereich? Bringt Open Source Software Kostenvorteile beim unternehmensweiten Content Management? Diesen Fragen soll in diesem Artikel auf den Grund gegangen werden.

Nach einer allgemeinen Einführung in beide Themenbereiche, werden erst der aktuelle Stand von Open Source Content Management Systemen, danach aktuelle Trends im unternehmensweiten Content Management beleuchtet. Abschließend werden Einsatzgrenzen für Open Source Content Management Systeme erörtert.
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Der/die Autor(en)
Insgesamt: 1
Robert Neundlinger
Experte
Entscheider
Person
DHL Global Forwarding | Global Finance
seit 2008 DHL Global Forwarding, Manager Business Intelligence 2007-2008 EMC Corp, Product Manager EMEA, Content Technology 2007 Microsoft Österreich, Product Marketing Manager, ERP 2002-2006 CoreMedia, Hamburg, Product Manager Content Management 1999-2002 MicroStrategy, Köln, Senior Sales Consultant, Business Intelligence 1998-1999 Generali Marketing-Services, Wien, Projektkoordinator und Berater 1997-1998 AI Informatics, Wien, Systemberater 1997 Abschluss des Studiums der [...]
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Ist Content Management reif für die Open Source Revolution?




        Ist Content Management reif für die Open
                   Source Revolution?
    Einsatzmöglichkeiten und Einsatzgrenzen von Open Source
            Software im Content Management Bereich
                                                                    28. Juni 2004



Autor:
Robert Neundlinger
CoreMedia AG

Ludwig- Erhard-Str. 18
D-20458 Hamburg
www.coremedia.com
Tel: +49-40/32 55 87-0
E-Mail: robert.neundlinger@coremedia.com

© Copyright Robert Neundlinger, CoreMedia AG, 2004
Alle Rechte vorbehalten.
Der Inhalt dieses Dokuments unterliegt dem Urheberrecht. Veränderungen, Kürzungen, Erweiterungen und
Ergänzungen bedürfen der vorherigen schriftlichen Einwilligung durch den Autor. Jede Vervielfältigung ist nur zum
persönlichen Gebrauch gestattet und nur unter der Bedingung, dass dieser Urheberrechtsvermerk beim Vervielfältigen
auf dem Dokument selbst erhalten bleibt. Jede gewerbliche Nutzung bedarf der vorherigen schriftlichen Einwilligung
durch den Autor.


Inhaltsverzeichnis:
Open Source Software und Content Management ................................................................................2
  Über Content Management ...............................................................................................................2
  Über den Open Source Ansatz ..........................................................................................................2
  Open Source Content Management Systeme....................................................................................4
Trends im unternehmensweiten Content Management .........................................................................5
Einsatzgrenzen von Open Source Software im Content Management Bereich....................................7
Fazit .......................................................................................................................................................9
Anhang: .................................................................................................................................................9
  Über CoreMedia und die CoreMedia Smart Content Technology....................................................9
  Über den Autor ................................................................................................................................10




Autor: Robert Neundlinger                                                                                                            Seite 1 von 10
Ist Content Management reif für die Open Source Revolution?




Open Source Software erfreut sich seit dem Erfolg von Linux immer größerer Beliebtheit. Auch im
Content Management Bereich gibt es entsprechende Open Source Initiativen. Daher liegt der Einsatz
von Open Source Software für diesen Bereich nahe. Es stellt sich jedoch die Frage, inwieweit Open
Source Content Management Systeme auch für den unternehmensweiten Einsatz geeignet sind. Ist
Open Source ein passabler Ansatz in diesem Bereich? Bringt Open Source Software Kostenvorteile
beim unternehmensweiten Content Management? Diesen Fragen soll in diesem Artikel auf den
Grund gegangen werden.

Nach einer allgemeinen Einführung in beide Themenbereiche, werden erst der aktuelle Stand von
Open Source Content Management Systemen, danach aktuelle Trends im unternehmensweiten
Content Management beleuchtet. Abschließend werden Einsatzgrenzen für Open Source Content
Management Systeme erörtert.

Open Source Software und Content Management
Über Content Management
Content Management ist ein Prozess und umfasst die Erstellung, Verwaltung und kontrollierte
Ausspielung von Inhalten. Content Management Systeme sind Werkzeuge, welche die Content
Management Prozesse eines Unternehmens unterstützen. Ohne Content Management System steigen
die Kosten für Inhaltspflege, Änderungen und Ausbau des Systems genauso schnell an, wie der
Leidensdruck der Redakteure und Anwender.

Typischerweise bieten Content Management Systeme Funktionalität zur Erstellung und Verwaltung
von Inhalten an. Hierzu zählt die Erstellung, sowie die Pflege von Inhalten, ohne technologische
Kenntnisse über das spätere Ausgabeformat (z.B. HTML) zu benötigen. Redaktionelle
Freigabeprozesse werden oft durch Workflow-Komponenten unterstützt. Die Speicherung der
Inhalte erfolgt üblicherweise strukturiert. Hierzu zählen wenigstens die Trennung von Content und
Layout und die Speicherung beliebiger Metadaten.

Ein umfassendes Content Management System deckt nicht nur die Erstellung und Verwaltung von
Inhalten, sondern die gesamte Content-Wertschöpfungskette ab. Hierzu zählt auch die kontrollierte
Ausspielung an die End anwender. Im High- End Content Management Bereich finden sich
zusätzlich Funktionen zur Unterstützung für interne Verweise (Link Management), Versionierung,
Sperrmechanismen während der Bearbeitung (Check-In/Check-Out), und vieles mehr. Darüber
hinaus gibt es eine medienneutrale Datenhaltung, wodurch die Ausspielung in beliebigen Online-,
Druck- und mobilen Formaten erfolgt. Die Offenheit der Systeme gewährleistet die
Integrationsfähigkeit mit Drittsoftware.

Eine komplette Abhandlung über Content Management Systeme würde den Umfang dieses Artikels
sprengen. In der Literatur und im World Wide Web finden sich ausreichend Informationen zu
diesem Thema.

Über den Open Source Ansatz
Wie der Name bereits andeutet, wird bei Open Source Software der Quellcode (Source Code) offen
gelegt. Die freie Zugänglichkeit des Source Codes hat einige Vorteile gegenüber Closed-Source
Software. So kann der Nutzer Probleme der Software (sogenannte Bugs) selbst beheben und damit

Autor: Robert Neundlinger                                                          Seite 2 von 10
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die Qualität der Software erhöhen. In kritischen Bereic hen kann der Anwender zudem die Eignung
der Software nicht nur durch Tests, sondern zusätzlich durch detaillierte Begutachtung des
Programmcodes überprüfen. Zumeist ist die Problembehebung jedoch gar nicht nötig, da dies durch
die Community erfolgt. Die große Entwicklerbasis trägt dabei maßgeblich zur schnellen Behebung
von Problemen bei. Raymonds Grundprinzip ‚Given enough eyeballs, all bugs are shallow’1 sagt
aus, dass eine Lösung sehr schnell gefunden wird, wenn sich eine große Anzahl von Leuten um ein
Problem kümmert.

Kritiker des Open Source Ansatzes meinen jedoch, dass dieser Ansatz zwar effektiv, jedoch kaum
effizient ist, da sich zehn oder mehr Personen parallel mit dem gleichen Problem beschäftigen.
Darüber hinaus findet die Problemlösung auf Ebene des Source Codes ohne Überprüfung der
Systemarchitektur statt. In dieser späten Phase ist die Behebung von Problemen um einen Faktor
zehn bis 100 aufwändiger als in der Designphase. 2 Schlechter Source Code führt darüber hinaus oft
dazu, dass bei der Behebung von Problemen auch neue Probleme hinzugefügt werden. 3 Da
ausreichende Dokumentation über das Design der Software meist fehlt, wird Open Source sogar mit
dem Jahr-2000-Problem verglichen. Hierbei war trotz vorhandener Quellcodes viel Zeit und Geld
nötig, um ein triviales Problem zu lösen3 . Die Tatsache, dass die betroffenen Programme nicht
mittels moderner, objektorientierter Programmiersprachen entwickelt wurden, relativiert diesen
Vergleich jedoch.

Auch die Erweiterung um zusätzliche Funktionalität sowie die Anpassung an sich ändernde
Bedingungen und Beschleunigung (Tuning) der Software kann bei Open Source durch den
Anwender selbst erfolgen. Es besteht daher keine Abhängigkeit von Weiterentwicklungszyklen
kommerzieller Anbieter.

Es stellt sich allerd ings die Frage, ob dies im strategischen Interesse von Unternehmen liegt. Die
Weiterentwicklung von Open Source Software entspricht Individualentwicklung, bei der lediglich
nicht bei Null begonnen wird, sondern eine Basis vorhanden ist. Einen Anspruch auf
Weiterentwicklung gibt es jedenfalls nicht. Die Weiterentwicklung von Open Source Software ist
freiwillig und vom Interesse der Community abhängig. Darüber hinaus gibt es bei offenen, objekt-
orientierten Systemen ausreichend Möglichkeit, die Software zu erweitern und anzupassen, ohne
den Source Code kennen zu müssen.

Open Source Projekte werden üblicherweise von mehreren Entwicklern vorangetrieben. Das
Grundprinzip ist die Mitarbeit der Benutzer. Personen benutzen die Software und berichten von
Problemen und fehlender Funktionalität. Diese Erfahrungsberichte münden dann in weiterer
Entwicklungsarbeit. Die Arbeit wird dabei nicht zugewiesen, sondern von den beteiligten, zumeist
hoch motivierten, Entwicklern freiwillig übernommen. Es gibt meistens weder einen Projektplan
noch Software Design Phasen, keine konkrete Roadmap und keine konkreten Verantwortlichkeiten
für die Entwicklung.

Sowohl Problembehebung als auch Weiterentwicklung können gänzlich unterbleiben, wenn die
Entwickler sich anderen Themen zuwenden. Untersuchungen zeigen, dass es wenige große und
erfolgreiche Projekte wie Linux, aber viele kleine Projekte gibt. 4 Ein Blick auf SourceForge
(http://sourceforge.net/), einer der größten Open Source Plattformen ze igt, dass über diese Plattform
(Stand Juni 2004) 83.433 Open Source Projekte betrieben wurden. Dieser Anzahl stehen 871.753
registrierte Anwender gegenüber, also durchschnittlich nur 10,4 Entwickler pro Projekt. Daher
haben viele Open Source Projekt keine Chance, um ausreichend ‚Eyeballs’ auf Dauer zu halten.

Autor: Robert Neundlinger                                                             Seite 3 von 10
Ist Content Management reif für die Open Source Revolution?




Die Software darf beliebig und ohne Nutzungsbeschränkungen eingesetzt und angepasst werden.
Die Software selbst und die Änderungen daran können frei an Dritte verteilt werden. Lizenzkosten
für Open Source Software sind niedrig, häufig gibt es keinen Skalierungsfaktor von Lizenzkosten
bei steigender Intensität der Nutzung.

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