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Beschreibung
(openPR) „Jetzt hat die Finanzkrise die Versicherungswirtschaft erreicht“, so lautete eine Schlagzeile in den turbulenten letzten Tagen. Falsch! Sie war schon da. Denn als große Kapitalanleger sind Versicherungsunternehmen von allen Kursschwankungen an den internationalen Finanzmärkten betroffen, unabhängig von gegebenenfalls im Portefeuille befindlichen wertlos gewordenen Subprime-Papieren. Dabei hatten deutsche Versicherer gerade erst wieder begonnen ihre Aktienquote in den Kapitalanlagen zu erhöhen. Ein teurer Ausflug auf der Suche nach besseren Renditen als die immer noch mageren festverzinslichen Wertpapiere - trotz deutlich gestiegener Inflation - gegenwärtig abwerfen. Nicht zu unterschätzen ist aber auch der aktuelle, insbesondere unter IFRS auszuweisende Wertverlust bei letzteren. Nur wer sie bis zum Ende der Laufzeit behält, wird tatsächlichen Verlusten der gesunkenen Kurse entgehen. Der unschöne Ausweis in der IFRS-Bilanz hingegen bleibt. Daneben sorgt die Kaufzurückhaltung verunsicherter Lebensversicherungskunden gegenwärtig für ein mageres Neugeschäft. Gift für die Motivation des Vertriebs, schlecht für die Kompositversicherungstöchter oder Schwestergesellschaften deutscher Lebensversicherer. Denn das Neugeschäft triggert nicht selten den Anteil an den erheblichen so genannten „Vertriebsgemeinkosten“. Weniger Neugeschäft im „Lebengeschäft“ bedeutet letztendlich auch eine höhere Kostenbelastung für den Kompositversicherer der Unternehmensgruppe mit sich. Wenn sich dann dort noch durch Stürme, Hagel und durch den Margenverfall insbesondere in der Kraftfahrtversicherung die versicherungstechnischen Ergebnisse verschlechtern, dann dürfte klar sein, was dieses Jahr von den Bilanzen der deutschen Versicherer zu erwarten ist: ein mehr als mageres Jahr. Besserung ist weder kurz- noch mittelfristig in Sicht, denn der Wettbewerb ist unvermindert hoch. Ob und ggf. wann die angekündigte Preiserhöhung der Rückversicherer beim Kunden ankommt, ist ungewiss. Und die Rettung der AIG? Bringt sie die gewünschte Stabilität zurück? Wohl kaum. Der nachvollziehbare und wohl notwendig gewordene ordnungspolitische Sündenfall der US-Regierung hat zwar zunächst die erhoffte Beruhigung bewirkt. Jedoch sind die Neben-, Rück- und Fernwirkungen dieses Schritts noch nicht abzusehen. Allerdings dürften bereits jetzt seriöse Makler trotz des Downratings auf immerhin noch „A“-Qualität ihren Kunden die AIG nicht mehr uneingeschränkt empfehlen können. Sie haften entsprechend dem Maßstab des „best advice“ und müssen daher die ungewisse Zukunft der AIG ihren Kunden kommunizieren. Die Gewinner in Deutschland werden vor allem die Industrieversicherer Allianz, AXA, Zürich und HDI-Gerling sein. Zum einen könnten sie die Gunst der Stunde für die längst fälligen Preiserhöhungen nutzen. Rückenwind haben sie von der Münchener Rück dafür bekommen. Zum anderen dürften ihre Underwritter jetzt Hochkonjunktur haben. Endet doch die Kündigungsfrist der meisten Gewerbe- und Industrieversicherungsverträge diesen Monat. Verkürzungen der Kündigungsfrist werden daher wahrscheinlich eine der häufigsten Anfragen bei der AIG in diesen Tagen sein. Zeit die von den Maklern benötigt wird, um ein vernünftiges Alternativangebot einzuholen. Klar dürfte auch sein, dass die AIG von den Strategen der großen Wettbewerber und Rückversicherer derzeit auf Filetstücke untersucht wird. Eine Zerschlagung der AIG oder jedenfalls ein deutlich anderer Unternehmenszuschnitt gehört nicht weiter zu den undenkbaren Szenarien. Wir dürfen gespannt sein, was als nächstes passiert. Wohl den Versicherungsunternehmen, die sich auf den Weg gemacht haben, ihr Risikomanagement zu professionalisieren, ihre Risikoselektion bei Neu- und Bestandsgeschäft zu schärfen und zu institutionalisieren und ihre Prozesseffizient zu steigern. Für alle anderen drohen sehr harte Zeiten. Anzahl der Zeichen: 3.934 Abdruck honorarfrei - Belegexemplar und/oder Verweis auf die Internet-Veröffentlichung erbeten. Fachlicher Ansprechpartner: Dr. Jochen Tenbieg Executive Partner / Fachbereich Versicherungen www.braiconn.de/jtenbieg Logo und Bildmaterial: www.braiconn.de/index/modul/portal/kernwert/bildmaterial
Informationen zur BRAICONN Deutschland: Die BRAICONN Deutschland ist das Top-Management- und Expertennetzwerk für Planung und Umsetzung in den Themenbereichen Strategie, Marketing & Vertrieb, Prozesse & Organisation und Information Management. Darüber hinaus stellen wir unseren Kunden projekt- und aufgabenbezogen „Kompetenzen auf Zeit“ (Projektmitarbeiter) zur Verfügung. Unsere Excellence in Branchen: Unsere Beratungsleistungen sind branchenneutral. Eine besonders ausgeprägte Excellence und Insider-Wissen liegen aufgrund langjähriger Management- und Projekterfahrung insbesondere für die Branchen des Information Management, der Mobilität (Automobil, Mineralöl) und für die Versicherung vor. Wir beraten neutral, unabhängig und ausschließlich lösungsorientiert. Unser Leistungsspektrum: Erfahrene Managementberater und Technologieanalysten unterstützen Konzerne und mittelständische Unternehmen sich mit ihren Leistungsangeboten erfolgreich am Markt zu differenzieren. Hierzu entwickeln wir gemeinsam mit unseren Kunden geeignete Unternehmens-, Produkt-, Marketing- und Vertriebsstrategien. Im Fokus steht auch die effiziente Gestaltung der Kunden- und Informations-prozesse insbesondere im Vertrieb und Marketing sowie beim Projektmanagement. Wir beraten unsere Kunden zudem in Fragen der Produktgestaltung und der ergebnisbezogenen Vermarktung ihrer innovativen Technologien, Produkte und Dienstleistungen. Weitere Informationen erhalten Sie auch im Internet unter www.braiconn.de.
Ihr Ansprechpartner für Presseanfragen: Herr Marc S. Tenbieg Managing Partner BRAICONN Deutschland Stadttor 1, 16th floor D-40219 Düsseldorf Phone +49 (0)211 3003-470 Fax +49 (0)211 3003-200 Mail presse@braiconn.de www.braiconn.de
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