Typische Projekte im Bereich HR-Systeme verlangen vor allem Beraterqualitäten. Kein Anbieter in unserem Bereich kann es sich heute noch erlauben zum Kunden zu sagen: „Hier hast Du eine Anwendung, guck, was Du damit anfängst!“ Hat man früher vielleicht (zähneknirschend) einen Vorgang an die Möglichkeiten angepasst, die die vorhandene Software vorgab, heißt es heute ganz klar „Software follows Business“ – Die Prozesse eines Unternehmens geben vor, was die HR-Systeme und damit wir als Anbieter können müssen.
Hier kann sich langfristig nur etablieren, wer wie VEDA neben modernen Lösungen auch ein leistungsfähiges Modell zur Prozessanalyse und -beratung vorweisen kann. Das Beratungsmodell SHAPE (Sustainable Hands-on Analysis & Process Enhancement) definiert und repräsentiert die wesentlichen Schritte im Beratungsprozess. Die vier Phasen des Modells stehen für nachhaltige, praxiserfahrene Analyse sowie konkret für in Organisation und System umsetzbare Prozessverbesserung.
Schauen wir uns diesen Ansatz am Projekt-Beispiel näher an. Begleitet wurde hier die Einführung eines Bildungsmangements.
Zu Beginn erfolgt immer die Zieldefinition, da sie das Procedere ganz wesentlich beeinflusst. Geleitet durch zielgerichtete Fragestellungen der Consultants gelingt es dem Kunden schnell, sich des momentanen Ist-Zustandes bewusst zu werden und gemeinsam Lösungs- und Optimierungsansätze bis zum Soll-Zustand (Zielsetzung) zu entwickeln. Dieses Vorgehen kann in Form von Interviews, moderierten Workshops oder durch fachliche Begleitung z. B. via Beobachtung erfolgen.
So ist bei der Einführung eines Bildungsmanagements beispielsweise zu klären, ob allein die Administration unterstützt wird oder ob die Chancen zur Steuerung des Bildungs-Angebotes genutzt sein wollen. Möchte der Mandant bei einem ausgebuchten Bildungsangebot nur eine Absage erteilen oder sich zusätzlich einen Überblick über die Nachfrage nach einem Angebot verschaffen, um entsprechend reagieren zu können? Wir fragten den Kunden im Analyseprozess auch: Werden Services wie die Empfehlung von weiteren oder Zusatzveranstaltungen angeboten? Versenden Sie vorab eine E-Mail zu Erinnerung der Teilnahme?
Auf diese Art und Weise werden die Prozesse innerhalb eines Unternehmens zunächst grobgliedrig erfasst und visualisiert. Diese werden zur Detailanalyse in einzelne Teil-Prozesse segmentiert und in Aktivitäten verfeinert. Die einzelnen Aufgabenelemente innerhalb eines jeden Prozesses werden definiert, analysiert und diskutiert. Um sicher zu stellen, dass sowohl auf Seiten des Consultants als auch auf der Seite des Auftraggebers ein gemeinsames Verständnis der abgestimmten Prozesse und der fachlich diskutierten Inhalte besteht, werden die Vereinbarungen neben der Visualisierung auch schriftlich in einem Pflichtenheft festgehalten. Dieses Pflichtenheft wird im Verlauf des Abstimmungsprozesses permanent angepasst und systemseitig umgesetzt.
Die mit der VEDA-Methodik erstellten Prozessmodelle werden per Mausklick in die Anwendung eingelesen und auf ihre Syntax überprüft. Anwendungen wie der VEDA HR Bildungsmanager oder der Kompetenzmanager können diese Prozessmodelle ohne Nacharbeiten direkt interpretieren und bilden damit in der Software individuelle Abläufe ab.
Während der gesamten vier Phasen, aber vor allem bei der Umsetzung, darf eines nicht vergessen werden: Nicht nur die Software ist betroffen, auch die Mitarbeiter werden Veränderungen (er)leben müssen. Die Prozessoptimierung kann und wird auf organisatorische Abläufe und Strukturen Einfluss nehmen, die nicht im IT-System abgebildet sind. Hier muss Change-Management in den Dialog mit den Mitarbeitern treten und im Projekt Bewusstsein für die Chancen des Veränderungsprozesses schaffen. Auch dies ist eine Aufgabe der begleitenden Consultants, denn der gesamte Beratungsprozess ist kein geleisteter Service, sondern eine durch den Berater geleitete Interaktion mit Prozessgestaltern und Prozessbeteiligten, die nur im Dialog gelingen kann.