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FrauenInWachstumsunternehmen.pdf Auswertung der Studie:
Frauen und Wachstumsunternehmen –
eine Ausnahme?
Mai/Juni 2001
Durchgeführt von:
rarecompany AG
Bergstraße 80
69120 Heidelberg
Telefon 0 62 21 / 47 84 - 00
AGENDA
Aufbau und Durchführung der Befragung ................................................................... 3
Die Auswertung........................................................................................................... 5
Demographische Daten........................................................................................... 6
Frage 1: Bedeutung der Internet-Economy ............................................................. 8
Allgemeine Aussagen .......................................................................................... 8
Spezifische Aussagen der Männer .................................................................... 10
Spezifische Aussagen der Frauen ..................................................................... 11
Frage 2: Die Vorteile gegenüber traditionellen Unternehmen ............................... 13
Frage 3: Die Stärken weiblicher Arbeitskräfte ....................................................... 20
Frage 4: Hemmschuh Internet-Economy............................................................... 27
Frage 5: Die Gleichstellung von Männern und Frauen .......................................... 29
Frage 6: Zukünftige Chancen der Frauen in der Internet-Economy ...................... 32
Die Kernaussagen .................................................................................................... 37
Anhang ..................................................................................................................... 38
Angaben zu Berufen/Branchen:......................................................................... 38
Berufsbezeichnung............................................................................................... 38
Branche: ........................................................................................................... 40
2 rarecompany 2001
Aufbau und Durchführung der Befragung
Ausgangslage:
Die Annahme, in einem derart offenen, wachstumsstarken und jungen Marktbereich
wie die Internet-Economy würden Geschlechterunterschiede keine Rolle mehr spie-
len, ist leider ein Irrtum. Deutlich wird bei Gesprächsforen wie beispielsweise dem
„First Tuesday“ immer wieder, dass gerade dieses Umfeld eine Männerdomäne ist.
Diese Studie soll etwas Licht ins Dunkel bringen und die Frage beantworten, weshalb
es Männer in den Wachstumsbranchen befürworten, mit weiblichen Kolleginnen zu-
sammenzuarbeiten. Es existieren zwar viele Vermutungen, jedoch kaum Fakten –
rarecompany hat zu diesem Zweck die „Betroffenen“ in dieser Studie befragt.
Die Befragten:
Damit sich die Stichprobe schwerpunktmäßig aus Menschen aus diesem Umfeld zu-
sammensetzt, wurde die Befragung persönlich auf einschlägigen Fachmessen und
auf der Internet-Homepage von rarecompany durchgeführt. Der Fokus lag auf der
Befragung von Frauen, was sich im Aufbau des Fragebogens widerspiegelte, aber
auch männliche Interviewpartner wurden für die Studie herangezogen.
Durchführung der Befragung:
Somit setzt sich die Studie aus persönlichen und unpersönlichen Online-
Befragungen zusammen. Online-Plattformen waren dabei die Homepage von rare-
company, brigitte.de und womenticker.de.
Die persönliche Befragung:
Die Interviews wurden auf den Fachmessen „Multimedia Market“ am 02.05.01 sowie
auf der „Internet World“ am 15.05.01 durchgeführt. Die Personen wurden nach dem
Zufallsprinzip ausgewählt. Es waren je ein weiblicher und ein männlicher Interviewer
im Einsatz, um einseitig geschlechtsspezifische Antworten in Interaktion mit dem In-
terviewer zu vermeiden.
3 rarecompany 2001
Die Unpersönliche Befragung:
Der Fragebogen wurde auf der ersten Inhaltsseite der rarecompany-Homepage, auf
„brigitte.de“ und „womenticker.de“ bereitgehalten. Um auf die Studie aufmerksam zu
machen, wiesen Partner wie „brigitte.de“ im Zusammenhang mit einem Artikel auf die
Befragung hin. Das Ausfüllen der Fragebögen fand durch einfache Fill-In-Funktionen
in einem HTML-Dokument statt. Ein großer Vorteil war bei dieser Befragungsform,
dass das Antwortverhalten nicht durch soziale Erwünschtheit („social desirability“)
beeinflusst wurde.
Befragungszeitraum: 01.05.2001 – 31.05.2001
Der Fragebogen:
Der Fragebogen wurde unter der Prämisse konzipiert, dass er sowohl im persönli-
chen Gespräch als auch online zügig auszufüllen war – wichtig war die Spontaneität,
nicht lange vorher überlegte Antworten. Daher wurden nur zwei offene, qualitative
Fragen eingesetzt. Der Schwerpunkt lag auf geschlossenen, quantitativen Fragen in
Form von Skalen und Listen mit der Möglichkeit der Mehrfachnennung. Darüber hin-
aus wurden die grundsätzlich relevanten demographischen Daten abgefragt. Inhalt-
lich wurden gezielt typische Klischees eingesetzt, um die Befragten zur Diskussion
anzustacheln.
4 rarecompany 2001
Die Auswertung
Die Auswertung fand zunächst auf einer globalen Ebene statt, um einen Überblick
über die Gesamtergebnisse zu erhalten. Diese Ergebnisse wurden objektiv ohne Be-
rücksichtigung der Geschlechterunterschiede im Antwortverhalten einer ersten Inter-
pretation unterzogen. In einem zweiten Schritt wurde überprüft, ob und wenn ja wie
und warum sich die Antworten der Männer von denjenigen der Frauen unterschei-
den. Diese zweite Interpretation findet sich jeweils im Anschluss. In Abweichung vom
Fragebogenaufbau werden hier die demographischen Daten vorgezogen, da diese
für die Gesamtbeurteilung der Aussagen unerlässlich ist.
Die Stichprobe:
99 Personen aus der persönlichen Befragung
93 Personen aus der unpersönlichen Befragung
Der Gesamteindruck des Verlaufs der Untersuchung:
Sehr positiv ist die hohe Auskunftsbereitschaft der überwiegenden Mehrheit zu be-
werten. Speziell bei den Online-Fragebögen war bei den offenen Fragen ein immen-
ser Kommunikationsbedarf festzustellen, da die Antworten wesentlich länger als er-
wartet ausfielen. Dies lässt den Schluss zu, dass das Thema sehr stark diskutiert
wird und einen hohen Aktualitätsbezug aufweist. Nur vier Fragebogen konnten nicht
ausgewertet werden, was die Stichprobe von 192 Befragten ergab.
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Demographische Daten
Das Geschlecht:
18% (34) Männer, 79% (153) Frauen, ohne Angabe (5)
Der Ausbildungsstand:
Keine Nennung: 9
Promotion: 2
Hochschulabschluss: 96
Fachabitur: 10
Abitur: 41
Mittlere Reife 25
Hauptschulabschluss 2
Sonstige 1
INTERPRETATION:
Erwartungsgemäß weist die Stichprobe einen hohen Prozentsatz mit Abitur und ab-
geschlossenem Studium auf.
Alter:
Das durchschnittliche Alter liegt bei 29 Jahren.
Berufstätigkeit:
Hier wurden die Berufsbezeichnung und Branche abgefragt. Aufgrund der schwieri-
gen, eindeutigen Zuordnung wurde auf eine künstliche Clusterung verzichtet. Als
wichtiger erschien es, dass die Befragten klassisch aus den sog. TIMES-Märkten,
den Wachstumsbranchen wie beispielsweise Multimedia, Internet oder Computer,
angehören und in ihrer Berufsstruktur ein breites Spektrum abdecken – soweit dies
möglich ist. Eine ausführliche Liste der Nennungen findet sich im Anhang. 21 der Be-
fragten machten hierzu keine Angaben.
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Die Position:
Ohne Angabe: 21
Berufseinsteigerin: 42
Angestellte o. L. 61
Gruppenleiterin. 18
Abteilungsleiterin 19
Geschäftsführer/in: 16
INTERPRETATION:
Die zu erwartende Verteilung verhält sich gemäß des Durchschnittalters.
Wie lange sind Sie in der jetzigen Position beschäftigt?
Durchschnittlich sind die Befragten zwei Jahre in der jeweiligen Position beschäftigt.
Berufserfahrung in Jahren:
Der Durchschnitt lag hier bei sieben Jahren.
Zusammenfassung:
Die Stichprobe kann als repräsentativ für die Zielgruppe angesehen werden.
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Frage 1: Bedeutung der Internet-Economy
„Was bedeutet die Internet-Economy für Sie und wie würden Sie sie in einem
kurzen Statement charakterisieren?“
Diese Frage zielte vor allem darauf ab, die Interviewpartnerin beziehungsweise den -
partner mit der Thematik vertraut zu machen. Da es sich um eine qualitative Frage
handelt, konnten darüber hinaus wertvolle Erkenntnisse darüber gewonnen werden,
wie die Internet-Economy in der subjektiven Meinung der Stichprobe bewertet wird
und welche Assoziationen der Begriff hervorruft.
Folgende Aufstellung soll signifikante Aussagen nach Kategorien geordnet darstel-
len. Analysiert werden zunächst deckungsgleiche Aussagen, die von beiden Ge-
schlechtern gleichermaßen geäußert wurden, in einer zweiten Analyse werden die
Aussagen schließlich nach Geschlechtszugehörigkeit gewichtet.
Allgemeine Aussagen
Die Zukunft leben und kennen lernen
In 100 der 192 ausgewerteten Fragebögen wurde die Internet-Economy als „zu-
kunftsweisend“ oder einem ähnlichen Begriff bezeichnet. Mit Zukunft wurde auch
gleichzeitig „Chance“, „neue Chancen“ oder „neue Möglichkeiten“ gleichgesetzt, wie
aus folgenden, besonders repräsentativen Aussagen deutlich wird:
„Für mich ist die Internet-Economy sehr wichtig. Ich denke, sie ist einfach DIE ZU-
KUNFT“
„Immer mehr Menschen werden das Internet immer mehr nutzen.
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