Es gab heute auf einen Artikel zum Thema Arbeit als Religion diesen extrem "denkanstößigen" Kommentar auch mit Blick auf Bildung:
"Schule wird heute benutzt, um wie in einer Art Kastenwesen, die erwachsen gewordenen Schüler anhand ihrer Abschlüsse und Noten bestimmten Tätigkeiten im entsprechenden Gehaltsgefälle zuordnen zu können.
Es gibt so gut wie kein Tätigkeitsfeld (Medizin, Bauwesen, Landwirtschaft….), welches nicht sowohl “einfachere” (weniger geistig, dafür mehr körperlich anspruchsvolle) Tätigkeiten als auch “anspruchsvollere” (weniger körperlich, dafür mehr geistig anspruchsvolle) Tätigkeiten beinhaltet. Ein auf Altersgruppen abgestimmtes Tun würde berücksichtigen, dass innerhalb eines Tätigkeitsfeldes die körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten von den vorwiegend jüngeren und die geistig anspruchsvollen von den vorwiegend älteren Altersgruppen ausgeführt werden können. Ein hierarchisches Gefälle wäre überflüssig, da die höhere Ausbildung für die geistig anspruchsvolleren Tätigkeiten im Werdegang eines JEDEN inbegriffen wären. Dies würde voraussetzen, dass die Aus-/Bildung parallel zur eigentlichen Tätigkeit verlaufen müsste/würde. Die ins Kindesalter verschobene Schulausbildung würde wegfallen (sie hätte auch ihren oben beschriebenen wesentlichen Sinn verloren). Bildung und Arbeit würden miteinander verschmelzen und Bildung wäre viel näher an der Praxis (learning by doing).
Ganz nebenbei bräuchte keiner mehr seine über die Maßen bewundernswerten Leistungen hervorheben, was dazu führen würde, dass die Menschen auf ein Bezahlsystem, was die unterschiedliche Bewertung von Leistungen möglich macht verzichten könnten. Somit fiele der Antrieb des Profitdenkens und der damit verbundene Arbeitsaufwand ein monetäres System verwalten zu müssen und den parasitären Befall des monetären Systems über politische Maßnahmen in den Griff bekommen zu wollen, weg. Ja, ich bleibe dabei – eher 2 als 3 Stunden Arbeit und 2 Stunden Bildung täglich – da kämen wir in etwa hin.
Gruß Bernhard
PS. Das zu erwartende bessere Arbeitsklima unter diesen Voraussetzungen dürfen wir hier nicht vergessen. Kein Platz für Nutznießer- und Ellenbogengesellschaft."