Richtig. Ich finde es zwischenzeitlich etwas befremdlich, für was der Begriff "BPM" alles so "mißbraucht" wird. BPM ist nun mal keine Software, keine Infrastruktur und kein Add-on für irgendwelche Lösungen. BPM ist ein Begriff für modernes Prozessmanagement, das fachbereichs- und lösungsübergreifend angewandt werden kann. Dabei gilt auch für "BPM" ein sogenannter Lebenszyklus. Beginnend mit der Modellierung und Simulation von Prozessen über die technische Ausführung mit Systemkopplungen und Integrationsthemen, der Abbildung in rollen- und rechtebasierten, aufgabenorientierten Applikationen bis hin zum kontinuierlichem Monitoring und Reporting - deren Ergebnisse dann wieder in die Modellierung und Simulation einfließen. ECM-, ERP und XXX-Systeme können hierbei orchestriert werden - bilden aber alleine kein "BPM" im definierten Sinn.
Ähnlich verhält es sich auch mit dem Business Rules Management (BRM), da Geschäftsregeln- und Logiken mit Prozessen unmittelbar "verheiratet" sind. Hier ist der moderne Ansatz der, die Regeln aus festverdrahteten System herauszulösen, auf eine für Fachbereiche modellierbare Plattform zu bringen - an denen sich dann die System "bedienen". Auch hier gilt der Lebenszyklus Modellierung -Test - Integration - Monitoring - Auswertung.
BPM und BRM sind also eigenständige Disziplinen und mir persönlich bereitet es Kopfschmerzen, wenn Bürodrucker-Hersteller den Begriff "BPM" mißbrauchen, nur weil z.B. eine "native" Integration in Sharepoint (Sharepoint ready) möglich sein soll ...