Gemeinsam Lösungen finden
mit Kompetenz werben

Registrieren
Filtern
Objektbezogen nach Kategorien:
Nach Themen / Centern:
Nach Branchen:
Nach Regionen:
Nach Kategorien:
Weiterleiten
 

Unternehmen vernachlässigen Liquiditätsreserven

Horváth & Partners Management Consultants
Kompetenzindex:
100%
Als eigenen Kontakt hinzufügen
Zu Interessen/Lesezeichen hinzufügen
Empfänger kann keine Nachrichten empfangen
Empfehlung versenden
Positiv bewerten
Eigentumsrechte für Bearbeitung beantragen
[#hidden_actions_html#]
Ansprechpartner Niko Hofmann
Herausgebende Organisation
Beschreibung

Viele Unternehmen im deutschsprachigen Raum verschenken kostbare Liquiditätsreserven. Zu diesem gerade in der anhaltenden Krise erstaunlichen Befund kommt eine Studie von Horváth & Partners. Danach erreichen nur 5 Prozent der befragten Unternehmen eine dauerhafte Reduzierung des Working Capital und somit eine Umwandlung gebundenen Kapitals in Liquidität. „Ein Großteil der übrigen Unternehmen könnte durch die konsequentere Verankerung von Aspekten der Kapitaleffizienz in den Steuerungssystemen beträchtliche Liquiditätsgewinne erzielen“, so Niko Hofmann, Studienleiter bei Horváth & Partners. „Notwendig dazu wären Maßnahmen wie die ausreichende Berücksichtigung in den finanziellen Kennzahlen, der Abbau von Mehrfachverantwortlichkeiten sowie die Integration in den Zielvereinbarungsprozess.“

Wertorientierte Steuerung macht Kapitaleffizienz messbar

Mit dem Management von Forderungen, Verbindlichkeiten und Vorräten beschäftigen sich die meisten Unternehmen bereits intensiv, wobei sich der Anwenderkreis keineswegs auf die kapitalintensiven Branchen beschränkt. Allerdings zeigt sich, dass das Working Capital Management für viele Unternehmen ein noch recht neues Instrument ist: nur rund die Hälfte wendet es schon länger als fünf Jahre an. Dabei wird aber zumeist an traditionellen, das heißt rein ergebnis- und umsatzorientierten Kennzahlen festgehalten. „Lediglich 15 Prozent der Unternehmen haben bereits den Schritt in eine primär wertorientierte Steuerung vollzogen“, so Niko Hofmann, „obwohl nur auf diesem Wege eine tatsächliche Messung der Kapitaleffizienz in den Spitzenkennzahlen möglich wird. Auch bei den Verantwortlichkeiten für Forderungen, Verbindlichkeiten und Vorräte liegt manches im Argen; gerade bei den Vorräten gibt es häufig Mehrfachverantwortlichkeiten für die unterschiedlichen Bestandteile.“ Zudem werde die Verankerung in den Anreizsystemen oft nur halbherzig angegangen, obwohl sich hier mit sparsamen Mitteln ein Bewusstsein schaffen ließe, aus dem heraus Ideen und konkrete Maßnahmen zu einer Reduzierung des gebundenen Kapitals entstünden. 

Qualitative Verfahren verbessern Investitionsmanagement

Ein wichtiges Potenzial zur Liquiditätsverbesserung birgt auch das Investitionsmanagement. Bei vielen Unternehmen, so ein weiteres Ergebnis der Studie, lässt dieses aber schon im Methodenbereich Struktur vermissen: Unterschiedliche mathematische Verfahren zur Investitionsbeurteilung werden vielfach – selbst für den gleichen Investitionstyp – parallel eingesetzt und erschweren in der Praxis die Entscheidungsfindung. Qualitative Verfahren hingegen, die eine sinnvolle Ergänzung zu den mathematischen Verfahren sein können, werden kaum genutzt. Auch mangelt es in den Unternehmen oftmals an IT-Systemen, die eine Investition von der Beurteilung bis zur Realisierungs- und Nutzungsphase zu unterstützen vermögen. Darunter leidet auch die Qualität der Investitionsplanung – mit möglicherweise schlimmen Folgen, wie Niko Hofmann erläutert: „Die Studie hat einmal mehr gezeigt, dass Unternehmen regelmäßig die in der Planung ermittelten Investitionsbudgets nicht realisieren können und damit im schlechtesten Fall auch bei den bereitgestellten finanziellen Mitteln unnötige Finanzierungskosten erzeugen.“ 

Letztlich zeigen die Ergebnisse der nach 2003 und 2006 schon zum dritten Mal durchgeführten Studie, dass das Thema „Kapitaleffizienz“ – gerade in der jetzigen Phase der unsicheren Finanzmärkte –  von den Unternehmen als zunehmend wichtig angesehen wird. Vielen Unternehmen scheint es jedoch am Willen oder der Fähigkeit zu fehlen, dem Working Capital- und dem Investitionsmanagement mehr Struktur zu verleihen, obwohl dies vor allem liquiditätsschwächeren Unternehmen ein wertvolles Plus an Stabilität bringen könnte.

In einem E-Interview auf der Website der Consultants erläutert Niko Hofmann, was Unternehmen konkret tun können, um eine dauerhafte Reduzierung des Working Capital und somit eine Umwandlung gebundenen Kapitals in Liquidität zu erreichen. Link: www.horvath-partners.com/kapitaleffizienz_interview.
Dialog
 
Ihr Beitrag zu Unternehmen vernachlässigen Liquiditätsreserven
Publizieren

Keine Kommunikationsobjekte vorhanden.

Ansprechpartner
  • Niko Hofmann
    Niko Hofmann

    Niko Hofmann ist seit 2002 bei Horváth & Partners beschäftigt und als Senior Project Manager im Competence Center Controlling und Finanzen zuständig für die Themen Working Capital Management, Investitionscontrolling und Controlling unter IFRS (International Financial Reporting Standards). Branchenschwerpunkte in der Projektarbeit stellen Banken und...

Herausgebende Organisation
  • Horváth & Partners Management Consultants
    Horváth & Partners Management Consultants

    Horváth & Partners ist eine international tätige Managementberatung mit über 400 hochqualifizierten Mitarbeitern. Wir helfen unseren Kunden – Großunternehmen und großer Mittelstand aus Industrie, Dienstleistung und Handel sowie öffentliche Organisationen – die Leistung (Performance) in den Feldern Strategie und Innovation, Prozesse und Organisation sowie...