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Wasser ist der Megatrend des 21. Jahrhunderts

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Die ersten Warnungen vor Versorgungsproblemen haben die Entwicklung bisher nicht beeinflussen können. Die Welt steht vor einem Versorgungsproblem mit Wasser. Die steigende Nachfrage und der Rückgang der Reserven führen zu einem Ungleichgewicht in einer steigenden Zahl von Regionen dieser Erde. So zeigt der scharfe Rückgang der Grundwasserniveaus in Indien, Australien, China und den USA und das Schrumpfen der natürlichen Reservoirs, wie beispielsweise des Aralsees, die bedrohliche Entwicklung. Auf der Basis einer Schätzung der Vereinten Nationen der Bevölkerungsentwicklung schätzt die Credit Suisse, dass 2020 rund 37 Prozent der Weltbevölkerung einem Versorgungsproblem mit Wasser gegenüber steht. Mit anderen Worten: 2,8Mrd.Menschen werden weniger als 1,700 Kubikmeter Wasser pro Jahr und Kopf zur Verfügung stehen. Drastischer noch sieht dies jüngst eine Studie der Vereinten Nationen UN. Auf den Schätzungen der aktuellen Verbrauchsniveaus werden sich weltweit zwei Drittel aller Menschen mit einer Wasserknappheit konfrontiert sehen. Die Welt ist dazu gezwungen, eine Balance zwischen Wasserverbrauch und Wasserangebot herzustellen, indem verantwortungsvoller mit den existierenden Ressourcen umgegangen wird. Selbst wenn das Wasserproblem in den Medien einen wachsenden Raum einnimmt, sind die Investitionen im Bereich Wasser immer noch überraschend gering. Aus Sicht von Credit Suisse sind steigende Investitionen in Projekte wie Rohrleitungen, Entsalzungsanlagen, Wiederaufbereitung und andere Lösungen von entscheidender Bedeutung, um den Mangel an Trinkwasser zumildern oder zu beseitigen. Die Investitionen in den Wassersektor werden nicht gleichmäßigweltweit ansteigen. In Regionen, in denen die Wasserknappheit relativ akut ist, dürften die Investitionen in Abhängigkeit vom Budget deutlich ansteigen. Wasserbezogene Investments dürften somit in Regionen wie Australien, China, dem Nahen Osten und Nordafrika, mediterranen Ländern und Russland deutlich steigen. Auch in den USA und Indien werden die Investitionen steigen, allerdings deutlich hinter den Erfordernissen zurückbleiben. Gewinne im Wassermanagement sind in den Regionen hoch, wo die Infrastruktur den Erfordernissen entspricht und der Preis marktgerecht ist, wie beispielsweise in Frankreich und Großbritannien. Es gibt mehrere Bereiche, die eine wichtige Rolle bei der Versorgung mit Trinkwasser spielen: Die Steigerung der Wasserversorgung durch Wasserwiederaufbereitung und Entsalzung. Ein wichtiger Sektor ist der Wasser-Infrastruktursektor mit den Bereichen Speicherung (Dammbau und Reservoirs) und Transport durch Pipelines und Trinkwasserversorgung durch Mineralwasser. Es gehört auch die Optimierung des Wasserverbrauchs in der Landwirtschaft (70 Prozent des Wasserverbrauchs),der Industrie (22 Prozent) und den Haushalten (8 Prozent) dazu. Trinkwasserpreise haben in den vergangenen zwanzig Jahren in den meisten Industrienationen die Inflationsraten outperformen können. Das ist nicht unbedingt ein Zeichen einer höheren Profitabilität der Wasserversorger, sondern ein Zeichen für höhere Kosten bei der Produktion von Trinkwasser. Es ist daher nicht verwunderlich, dass beispielweise der CSWater Index, ein Index, der die Wertentwicklung von Unternehmen abbildet, die einen Hauptteil ihres Umsatzes mit demWasser-Thema machen, den MSCIWorld seit 2002 deutlich outperformt hat. Da es auf Trinkwasser keinen Terminkontrakt gibt, geht eine Investition nur über börsengehandelte Unternehmen. Eine Reihe von Zertifikaten macht den Sektor für den Anleger diversifiziert handelbar. In den vergangenen Monaten hat sich das Zertifikat von Sal. Oppenheim auf den S-Box Dr. Höller Pure Water Index (DE000SCL3J49) ähnlich gut entwickelt wie der Dax oder der S&P 500. Über die vergangenen zwölf Monate steht ein Gewinn von etwas mehr als 20 Prozent zu Buche. Der Index bildet die Kursentwicklung von 15 internationalen Unternehmen ab, die Technologien, Produkte oder Dienstleistungen für Wasserreinigung und Wassermanagement entwickeln. Aufgrund der Expertise der unabhängigen Vermögensverwaltung Dr. Höller unterscheidet sich die Zusammensetzung von denen anderer Produkte. Mit einem Plus von 15 Prozent entwickelte sich das Zertifikat von Société Générale auf den Wowax, also den World Water Index (DE000SG1WWX9), etwas schwächer als das Konkurrenzprodukt. Bei dem Index handelt es sich um den World Water Index, der von Dow Jones Indexes berechnet und dessen Zusammensetzung von SAM, dem Sustainable Asset Management, überprüft wird. Dieses Marktbarometer beruht auf der Entwicklung von 20 internationalen Versorgern, Infrastrukturunternehmen und Wasseraufbereitern. Von dem kräftigen Aufschwung des chinesischen Aktienmarktes profitierte insbesondere das China Water Index-Zertifikat von Goldman Sachs (DE000GS0TCH2). Es legte seit November 2008 rund 96 Prozent zu. Über die vergangenen sechs Monate liegt das Plus bei 19,7 Prozent. Die Aktienauswahl für die Zusammensetzung des Index wird durch die Research-Abteilung von Goldman Sachs festgelegt. Es kann theoretisch zu monatlichen Anpassungen kommen. Es handelt sich um einen Performance-Index, Dividendenzahlungen werden bei der Berechnung der Indizes also berücksichtigt.

Der Autor dieses Artikels ist Christian Grabbe, Derivateexperte bei der Baader Bank AG und zuständig für alle Derivategeschäfte. Weitere Informationen rund um die Themen Indizes, Aktien, Anleihen, Hebelprodukte, ETFs, Devisen und Rohstoffe erhalten Sie auf www.Baadermarkets.de sowie in dem kostenlosen Newsletter Zertifikate Börse.

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