Wertströme statt Bilanzen (TEIL I) - Liquiditätssicherung durch operative Leistungskennzahlen im Industriebetrieb
Die bislang vorherrschende Planungsmethode in Unternehmen konzentrierte sich häufig auf die Fortschreibung von Absatz, Umsatz und Kosten plus einem erwarteten Inflationszuschlag. Sie wurde mit der Anfang 2008 plötzlich einbrechenden Nachfrage nach Investitionsgütern hinfällig. Wenn aufgrund unsicherer Prognosen Absatz und damit auch Umsatz nicht mehr verlässlich geplant werden können, ist es dringend erforderlich, sich auf die Liquiditätssicherung zu konzentrieren. Denn ohne gesicherte Liquidität droht die Zahlungsunfähigkeit, welche binnen drei Wochen nach Kenntnis der Sachlage beim Amtsgericht durch einen Insolvenzantrag angezeigt werden muss. Andernfalls droht Anklage wegen Insolvenzverschleppung. In diesem Beitrag wird daher die Frage im Mittelpunkt stehen, wie Unternehmen auch in Zeiten einer unsicheren Lage bei den Auftragseingängen ihre Liquidität sichern können. Die mittlerweile wieder angezogene Konjunktur im Automobil- und Maschinenbau mindert die Bedeutung der Liquiditätssicherung in keiner Weise.
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