Schuldenkrise, Bankenkrise, Liquiditätskrise, Rezession? Die europäische Situation ist wohl mittlerweile zu einem dichten Dschungel aus all dem geworden. Auf der Jagd nach Alternativen zu klassischen gemischten Portfolios sollten Anleger alte Wege neu entdecken. Nehmen wir also die Machete und kämpfen uns durch das Dickicht zu den vergessenen Schätzen des Marktes. „In der Nische der Wandelanleihen steckt viel Potential“, sagt Michael Prinz zu Salm-Salm, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der auf Wandelanleihen spezialisierten Salm-Salm & Partner GmbH. „Seit mehr als 20 Jahren plädiere ich in vielen Gesprächen und Interviews dafür Wandelanleihen stärker in den Anlagemix aufzunehmen.“
Funktionsweise und Eigenschaften
Eine Wandelanleihe ist eine festverzinsliche Anleihe eines börsennotierten Unternehmens, die innerhalb eines festgelegten Zeitraums mit dem Recht, aber nicht der Plicht, versehen ist, diese Anleihe zu einem festgelegten Verhältnis in Aktien des Unternehmens zu wandeln. Das asymmetrische Rendite-Risikoproil ist im Wesentlichen genau diesem Recht geschuldet, Anleihen in Aktien wandeln zu dürfen. Steigen die Aktienkurse, so steigt die Wandelanleihe ebenfalls, da die Call Option an Wert gewinnt. Bei schwachen Aktienmärkten kann der Investor die Zinskupons der Anleihe vereinnahmen und erhält sein Kapital am Ende der Laufzeit zurück. Deshalb sind Unterbewertungen im – Gegensatz zu Aktien – zeitlich befristet. Am Ende der Laufzeit erreicht eine Wandelanleihe immer ihren fairen Wert von 100 oder mehr sofern der Schuldner zahlen kann.
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Quelle: Sonderpublikation - Asset Allocation
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