Elf Freunde sollt ihr sein - Derivate-Klassifizierung für Einsteiger
Strukturierte Produkte bieten entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Anlageprozesses vielseitige Einsatzmöglichkeiten. Sie ermöglichen dem Anleger spezielle Rendite-Risiko-Ziele umzusetzen, eignen sich zu Diversifikationszwecken oder dazu, individuelle Marktmeinungen umzusetzen. Die Vorzüge dieser Instrumente im Portfolio-Kontext wurden schon früh erkannt und von institutionellen Anlegern systematisch eingesetzt. Insbesondere in der Tiefzinsphase nach dem Platzen der Internetblase und dem aufkommenden Rohstoffboom wurden strukturierte Produkte zunehmend auch von Privatanlegern entdeckt und eingesetzt. Allerdings gab es in der Vergangenheit immer mal wieder Kritik, dass das Zertifikate-Universum viel zu groß geworden sei. Ein Vorwurf, den die Industrie nicht teilen kann, denn ein breites Angebot zu kritisieren, macht schlicht keinen Sinn. Das wäre in etwa so, als würde man bemängeln, dass ein Lexikon zu viele Stichwörter hat. Im Rahmen der Transparenz-Offensive des Deutschen Derivate Verbandes liegt jetzt eine eindeutige Produkt-Klassifizierung vor. Eine Derivate-Übersicht für Anleger, die sich dem Thema Zertifikate erst jetzt und mit Bedacht annähern. Dieses verblüffend einfache Schaubild lehnt sich an eine Fußballmannschaft an, wobei jeder Spieler eine Produktkategorie repräsentiert. Dabei werden die Derivate je nach Chance-Risiko-Profil in Defensiv- und Offensiv-Positionen unterteilt, farblich abgestuft von blau über grün bis orange und rot. Da gibt es Torhüter, die das Kapital sicher festhalten; Abwehrrecken, die nicht nur mögliche Verluste abfedern, sondern auch Rendite-Impulse bringen; Mittelfeldspieler, die defensiv und offensiv gleichermaßen stark sind; und natürlich treffsichere Stürmer, die vorne für den richtigen Rendite-Kick sorgen.
Anleger, die sich also Gedanken über taktische und strategische Asset-Allokation machen, bekommen mit Hilfe der Derivate-Liga ihr Grundrüstzeug. Sehr oft erweisen sich strukturierte Produkte als angemessene Alternative zur Direktanlage, da sie in Bezug auf Diversifikation, Liquidität, Performance oder Risikosteuerung Mehrwert schaffen. Jedes Zertifikat hat seine spezifischen Stärken, doch wird man immer auch gewisse Schwächen oder Nachteile feststellen. Das allein selig machende Investment, das sämtliche individuellen Wünsche und Ziele des Anlegers punktgenau bedient, ist Utopie.
Das optimale Portfolio allerdings gibt es – es ist eine eingespielte Einheit aus verschiedensten, sorgfältig auf einander abgestimmten Potentialen – von defensiv bis offensiv.
Keine Kommunikationsobjekte vorhanden.



