Rente mit 69: Müssen Deutsche noch länger arbeiten?
— Das Renteneintrittsalter in Deutschland steht auf tönernen Füßen: Die Wirtschaftsweisen fordern eine Anhebung auf 69 Jahre.
23. Mai 2011. „Die Rente ist sicher“,– dieser vielfach zitierte Satz des Ex-Arbeitsministers Norbert Blüm hat zwar nach wie vor Bestand. Indes, in welcher Höhe und ab wann Arbeitnehmer ihre Rente beziehen können, wird immer fraglicher. Denn nun rütteln auch die Wirtschaftsweisen am „Renteneintrittsalter“ – und das nachdem die offizielle Grenze erst vor kurzem von 65 Jahren auf 67 Jahren angehoben wurde.
Die Wirtschaftswissenschaftler fordern in ihrem aktuellen Regierungsgutachten einen Renteneintritt mit 69 Jahren. Begründung: Aufgrund der steigenden Lebenserwartung in Deutschland seien die Sozialsysteme nicht mehr länger finanzierbar. Betroffen von einer neuen Regelung wären alle Arbeitnehmer, die nach 1977 geboren sind. „Dieser Schritt würde die Bedeutung der gesetzlichen Rente allerdings nochmals deutlich verringern“, resümiert Miriam Michelsen, Vorsorgeexpertin bei MLP.
Dänen arbeiten sogar bis 71 Jahre
In Rente gehen und endlich den Lebensabend genießen, das wird den Europäern offenbar immer später gegönnt. Schlusslicht bilden die Dänen, die nach dem Willen der Regierung künftig erst mit 71 Jahren in den Ruhestand gehen sollen. Die Franzosen dürfen bereits mit 60 Jahren in Rente, die Schweden, Italiener und Briten erst mit 65 Jahren. Tatsächlich liegt der Rentenbeginn in allen Ländern im Schnitt jedoch deutlich unter der jeweiligen offiziellen Grenze. So verabschiedeten sich in Deutschland der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zufolge die meisten Deutschen bereits mit rund 62 Jahren in den Ruhestand. [...]
Den vollständigen Artikel finden Sie hier!
Keine Kommunikationsobjekte vorhanden.



