Olaf Holst
07.11.2014

Aktuell lassen sich technologisch schon alle Dokumente analysieren und relevante Informationen extrahieren. Ob die Schlagworte dann auch zu dem Kontext passen, in dem ein Dokument oder eine Information steht, ist allerdings eine ganz andere Frage.

Die Bereiche Post- und Rechnungseingang (Fax, Brief, Mail elektronisch, etc.) sind schon heute beinahe zu 100 Prozent automatisierbar. In vielen Unternehmen wird das bereits gelebt.

Danach wird es etwas unschärfer. Die klassifizierte Eingangspost kann dann ja vielfältige Beziehungen zu anderen Dokumenten oder Vorgängen haben. Hier sollte z.B. ein Anwender entscheiden wo letztendlich eine Information abgelegt wird. 

Wenn wir aber über Studien, technische Unterlagen, Whitepaper, Anträge etc. suchen, dann ist z. B. eine automatische Tag-Extraktion unterstützend aber nicht ausreichend. Hier bedarf es weiterer Technologien wie z.B. einer automatisierten Abstract Bildung o.ä. Am Ende ist hier aber ein Mensch gefragt, der sein assoziatives Wissen einsetzt, um solche Informationen korrekt zu verschlagworten (neudeutsch zu „taggen“) und einzuordnen.

Nicht umsonst werden zum Beispiel im Internet immer wieder Aktionen gestartet bei denen Nutzer aufgefordert werden, Bilddatenbänke zu verschlagworten. Das gibt Software so (noch) nicht her. Um ein Gesicht in all den Fotos zu finden, ist die Technik aber deutlich schneller als der Mensch.

Künftig werden wir hier sicherlich deutliche Fortschritte sehen: Systeme werden automatisch informelle Netzwerke erstellen (wie heute schon in Sicherheitsbereichen), aber der Mensch wird noch lange komplexe Situationen lösen müssen.

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