Gerade unter dem Blickwinkel der Wirtschaftlichkeit finden sich relevante Kriterien für die Auswahl einer MES-Lösung interessanterweise zunächst auf der ERP-Ebene der Produktionsunternehmen. Hier sind ja bereits signifikante Anteile der IT-Budgets investiert worden.
Die Kernfrage ist: Wie gut (oder eben weniger gut) unterstützt die vorhandene ERP-Implementierung bereits die Prozesse auf der Fertigungsfläche?
Bei objektiver Betrachtung stößt man nicht selten auf die Tatsache, dass produktionsunterstützende Funktionen des vorhandenen ERP-Systems gar nicht oder nur teilweise genutzt werden. Hier die Entscheidung abzuleiten, es müsse eine MES-Lösung her, die dieses Defizit kompensiert, ist wirtschaftlich fatal. Zum einen werden bereits getätigte ERP-Investments nicht optimal genutzt, zum anderen führt dies zu einem teuren und komplexen MES, das durch redundante Funktionalitäten und Datenstrukturen das vorhandene ERP „entmachtet“. Wird dagegen die Optimierung des ERP-Systems gleich mit betrachtet, verbleiben klar strukturierte Anforderungskriterien für die MES-Ebene, die kostengünstiger und risikoärmer realisierbar sind.
Wenn die Entscheidung für eine MES-Strategie in dieser Richtung getroffen ist, bestimmen zwei Kriterien die weitere Auswahl: Wie flexibel ist eine MES-Lösung, so daß sie bei Bedarf auch durch eigene Mitarbeiter im Unternehmen an die spezifischen Prozesse angepasst und bei organsiatorischen Änderungen modifiziert werden kann?
Und: Wie gut ist die Datenintegration in das vorhandene ERP-System?
Sind diese Kriterien gut erfüllt, lässt sich die weitere MES-Auswahl an Hand von fachlichen „use cases“ – möglicherweise in Verbindung mit einer Testinstallation – einfach bewerkstelligen.
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Diese Seite wurde zuletzt am 2012-05-25 12:53:22 aktualisiert.