Scharia-konforme Finanzprodukte sind für jeden eine Option, der nach gewissen ethischen Grundregeln am Finanzmarkt agieren möchte. Die gesellschaftliche Akzeptanz auch unter Nicht-Muslimen wäre meines Erachtens auch viel größer als man es sich allseits vorstellt. Die Frage ist nur, mit welcher Strategie die Finanzinstitute für diese Produkte werben sollen. Islamic Banking ist ja nur der Oberbegriff für die Finanzprodukte, für die grundsätzliche Beschränkungen gelten. Es steht außer Frage, dass die Bezeichnung „Ethical Banking“ eine deutlich höhere Begeisterung bei Nicht-Muslimen weckt, wenngleich das Produkt letztlich dasselbe ist. Es bleibt abzuwarten, ob der arabische Frühling auch zu Reformen im Islam führt, die in Deutschland wahrgenommen werden. Solange dies nicht der Fall ist, nimmt die Islamphobie hierzulande nicht ab. Die Finanzinstitute wären derzeit daher gut beraten, sowohl unter dem Begriff „Ethical Banking“ als auch „Islamic Banking“ die Produkte einzuführen. Bei positiver Entwicklung werden sich meines Erachtens die Bezeichnungen vermischen mit der Folge, dass es den Anlegern nicht mehr darauf ankommt, ob sie ein islam-konformes Finanzprodukt erwerben.
Antworten
Was wollen Sie Herrn Wülfing antworten?
Publizieren
Bitte melden Sie sich an.
Keine Kommunikationsobjekte vorhanden.
Diese Seite wurde zuletzt am 2012-05-25 13:08:57 aktualisiert.