Olaf Holst
07.11.2014
Solange der rechtliche Rahmen (z.B. im Bankbereich oder der Sozialversicherung, im Zollbereich, der Pharmabranche, etc.) keine konkreten Anforderungen nennt, haben Unternehmen und Menschen die informationelle Selbstbestimmung, die vom

Verfassungsgericht auch als Grundrecht eingestuft wird (wenn sie auch nicht in der Verfassung steht). Daher ist es grundsätzlich erst einmal keine juristische Frage, ob Informationen in die Cloud gespeichert werden.

 

Inwieweit sich Cloud Lösungen heute noch ignorieren lassen, ist eigentlich auch keine Frage mehr. Cloud-Technologie hat uns bereits überall eingeholt. Sie es die iCloud für mein Apple-Ecosystem oder OneDrive als Microsoft Pendant; hier gibt es mittlerweile nicht einmal mehr eine Limitierung des Speichers. Allerdings sehen viele Unternehmen, gerade aus dem Mittelstand und gehobenen Mittelstand, ihre geschäftskritischen Dokumente und Informationen nicht in der Cloud. Dazu kommt, dass die Public-Cloud-Angebote lediglich der Ablage von Dateien an einem mehr oder weniger unbekannten Ort im Internet dienen. Den Zugriff darauf erfolgt von beliebigen Orten und unterschiedlichen Geräten. Sie bieten wenige bis keine ECM-Funktionalität und schon gar nicht Records Management. Das ist aber nicht ausreichend für das Management von unternehmenskritischen Informationen.

 

Firmen müssen für sich eine möglichst effiziente Nutzung finden. Persönlich gehe ich davon aus, dass den hybriden Lösungen die Zukunft gehört. Alles was die Kerngeschäfte eines Unternehmens betrifft und kritisch für das Funktionieren ist, wird sich in on-premisse Lösungen finden. Für den Vertrieb, Support, Marketing etc. werden auch Cloud-Lösungen verwendet. Anders wäre ja auch der Erfolg von Tools wie Salesforce nicht zu erklären.

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