Aktuelle Studien der Netzwerk-Seite Viadeo zeigen, wie beliebt das Internet als Recruiting-Werkzeug ist. Jeder Fünfte der 600 befragten Arbeitgeber gab an, im Netz nach Informationen über potenzielle Mitarbeiter zu suchen. 59 Prozent sahen dadurch sogar ihre Entscheidung für oder gegen einen Bewerber beeinflusst. Ein Viertel hat Kandidaten schon aufgrund von im Netz entdeckten persönlichen Informationen zurückgewiesen.
Soziale Netzwerke wie Facebook, My-Space und Xing bergen eine nahezu unerschöpfliche Quelle an Informationen, die für die Auswahl von Bewerbern interessant sind. Bei der Fülle an persönlichen Informationen, die das Internet bietet, ist die Versuchung für Recruiter groß, potenzielle Mitarbeiter im Netz auf Herz und Nieren zu prüfen. Die Tatsache, dass derartige Informationen häufig frei verfügbar sind, bedeutet aber nicht, dass Arbeitgeber private Informationen auch uneingeschränkt nutzen dürfen. Viele brechen unwissentlich Datenschutzgesetze, weil sie vom Profilinhaber nicht berechtigt werden, seine im Internet verfügbaren Informationen zu verwenden. Dass nachlässige Privatpersonen den Recruitern erst den Zugriff auf diese Informationen gewährt haben, ist dabei nebensächlich.
Erschienen im Personalmagazin 09/2008, mit freundlicher Genehmigung des Rudolf Haufe Verlags. Das Personalmagazin können Sie hier bestellen.
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