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Online-Tools als wichtige Bausteine im „Bewerbungsprozess 2.0“

Felicia Ullrich
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Beschreibung
Die sinkenden Qualifikationen der Bewerber und der demografische Wandel in Deutschland bescheren Personalern zunehmend Kopfzerbrechen. Angesichts sinkender Schülerzahlen in der Zukunft wird sich der Kampf um den jugendlichen Nachwuchs verschärfen. Die Herausforderung, genügend qualifizierte und motivierte Auszubildende zu finden, hat sich ARAMARK Deutschland gestellt, einer der führenden Anbieter im Bereich Gastronomie und Servicemanagement. Um auch zukünftig die besten Auszubildenden zu gewinnen, setzt ARAMARK unter anderem mit dem Bewerbernavigator" auf ein komplettes Online-Bewerbermanagement.

20 bis 30 Ausbildungsplätze bietet ARAMARK in Deutschland jährlich an. Diese verteilen sich auf die Ausbildungen zum/zur Bürokaufmann/-frau, zum/zur Koch/Köchin und zum/zur Fachmann/-frau für Systemgastronomie. Zwischen 400 und 500 Bewerbungen auf diese Plätze erreichen die Personalabteilung von ARAMARK im Schnitt. „Bisher haben wir in der Masse noch keine Probleme unsere Plätze zu besetzen. Subjektiv lässt die Qualität der Bewerbungen aber eher nach", erzählt Tanja Wink aus der Personalentwicklung von ARAMARK. „Das heißt natürlich nicht, dass wir auch weiterhin sehr gute Bewerbungen erhalten. Es wird aber zunehmend schwieriger geeignete Auszubildende zu finden."


Veränderungen im Bewerber-Markt erfordern geeignete Maßnahmen

Seit Herbst 2010 nutzt ARAMARK im Ausbildungsbereich den Bewerbernavigator vom U-Form Verlag. Mit dem Bewerbernavigator deckt ARAMARK den kompletten Bewerbungsprozess von der Onlinebewerbung über Onlinetests bis hin zur Einstellung ab. „Die Umstellung auf ein „papierloses" Bewerbungsverfahren ist für uns ein Baustein innerhalb unseres Veränderungsprozesses im Auszubildenden-Marketing“, so Wink. Früher lief die Bewerberauswahl über eine Datenbank, in die alle Daten der „Papierbewerbung" manuell eingepflegt werden mussten. Dies bedeutete einen hohen administrativen Aufwand für die Personalabteilung und im schlechtesten Fall längere Wartezeiten im Auswahlverfahren für die Bewerber.


Mithilfe des Bewerbernavigators lassen sich die Bewerbungen jetzt wesentlich schneller selektieren. Auch die zügige Bearbeitung und schnelle Beantwortung der Bewerbungen ist durch die gemeinsam mit dem U-Form Verlag erarbeiteten Response-Vorlagen gewährleistet. „Zudem sind auch alle notwendigen Statistiken und Auswertungen per Knopfdruck erhältlich", freut sich Tanja Wink, die so jederzeit einen aktuellen Überblick über den Stand der Bewerbungen hat. Im ersten Durchlauf akzeptierte ARAMARK zunächst auch noch klassische Papierbewerbungen. „Wir wollten unser neues Online-Bewerbungsverfahren erst einmal bekannt machen", erzählt Wink. Zum Start des Bewerbernavigators lag die Onlinebewer-ber-Quote bei circa 40 Prozent. „Jetzt haben wir unsere Kommunikation komplett auf Onlinebewerbung umgestellt und je länger der Bewerbernavigator online ist, desto mehr Onlinebewerbungen laufen bei uns ein." Zukünftig werden Papierbewerbungen nicht mehr von ARAMARK eingepflegt, sonde n die Bewerber werden gebeten sich online zu registrieren. „Damit werden wir noch einmal schneller und effektiver im Bewerbungsprozess", so die Ausbildungsverantwortliche.


Online-Test als effektives Vorauswahl-Tool

Zusätzlich zum Bewerbernavigator nutzt ARAMARK seit Herbst 2010 auch verschiedene Onlinetests. „Zum einen ist dies der EpsKA – ein Test der persönlichen und so-zialen Kompetenzen – zum anderen fachspezifische Tests für unsere verschiedenen Ausbildungen, die wir individuell vom U-Form Verlag haben aufsetzen lassen", erklärt Tanja Wink. Wer die Onlinetests erfolgreich meistert, wird zum Assessment Center (AC) eingeladen und bekommt die Chance auf einen Tag Probearbeit im künftigen Ausbildungsbetrieb. „Früher haben wir die Eignungstests erst während des ACs gemacht. Das hieß, dass wir mehr Bewerber beim AC hatten, die Quote derer, die den AC erfolgreich durchlaufen konnte, aber auch entsprechend niedriger", so Wink. „Durch die Passgenauigkeit der Onlinetests sind im ersten Durchlauf im Schnitt zehn bis zwölf von insgesamt 15 Teilnehmern des ACs auch eingestellt worden." Auch bleibt heute mehr Zeit für das direkte Gespräch mit den einzelnen Kandidaten. Um Schummelversuche beim Onlinetest direkt aufzudecken, wird beim AC ein kurzer Re-Test geschrieben. „Die Schummelquote ist aber nicht nennenswert", freut sich Wink.


Im September 2011 starten die ersten Auszubildenden bei ARAMARK, die mithilfe des Bewerbernavigators und der Onlinetests ausgewählt wurden. „Da dies der erste Durchlauf war, war es uns sehr wichtig, ein direktes Feedback der Bewerber zu bekommen", so Wink. Hierfür nahm ARAMARK in den Bewerber-Interviewleitfaden eine spezielle Frage zum Umgang und den Erfahrungen mit der Onlinebewerbung auf. Das Feedback war durchweg positiv. „Natürlich sind unsere Bewerber zum/zur Bürokauf-mann/-frau im Schnitt etwas online-affiner und kannten diese Möglichkeiten auch von anderen Unternehmen", erklärt die Ausbildungsverantwortliche. Im Gastronomiebereich scheint ARAMARK hingegen einer der Vorreiter zu sein. „Bewerber für die Ausbildungen zum/zur Koch/Köchin und zum/zur Fachmann/-frau für Systemgastronomie hatten kaum Erfahrungen mit der Onlinebewerbung und dem Onlinetest", so Wink. Aber auch hier war das Feedback sehr positiv. Insbesondere die Möglichkeit, vorab einen Onlinetest zu absolvieren, kam bei den Jugendlichen gut an.


Baustein für eine erfolgreiche Zukunft

ARAMARK ist mit dem Pilotversuch des Bewerbernavigators absolut zufrieden. „Die Zeitersparnis ist jetzt schon enorm und wir sind schneller und flexibler im Reaktions-management geworden", zieht Tanja Wink Bilanz. „Auch die Tests erfüllen absolut unsere Erwartungen." Die Umstellung auf ein modernes Online-Bewerbungsverfahren ist für ARAMARK ein wichtiger Schritt auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft im Azubi-Marketing. Offline hat ARAMARK zusätzlich Patenschaften in Schulen gegründet, um für die Ausbildung in der Gastronomie zu werben. Kooperationen mit verschiedenen Bildungsträgern stellen sich die Aufgabe, dass auch sozial schwächer gestellte Jugendliche und Menschen, die den zweiten Bildungsweg einschlagen, angesprochen werden. Online setzt ARAMARK auf verstärkte Marketingmaßnahmen im Auszubildendenbereich. Zudem haben die ARAMARK-Azubis die Möglichkeit, sich über ein geschütztes soziales Netzwerk näher kennen zu lernen und auszutauschen. „Mit diesem Maßnahmen-Portfolio haben wir die ersten Weichen erfolgreich gestellt und blicken optimistisch in die Zukunft", so das positive Fazit von Tanja Wink.


Weitere Informationen im Internet:
www.aramark.de
www.u-form.de
www.bewerbernavigator.de

Dieser Beitrag erschien in der Personalwirtschaft, eine Marke der Wolters Kluwer Deutschland GmbH, mit freundlicher Genehmigung des Wolters Kluwer Verlags. Das Magazin für Human Resources Personalwirtschaft können Sie hier bestellen.
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