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VR MES : E-Interview mit Edwin Holtkamp

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Herausgebende Organisation
Kompetenz - Index
Online seit
15.6.2007
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Grundinformationen
VR MES : E-Interview mit Edwin Holtkamp
Veröffentlichungsdatum :
6.2007
Inhalte
VR MES : E-Interview mit Edwin Holtkamp
Abstract / Inhalt:
Die Etablierung des MES-Themas schreitet dank der vielfältigen Aktivitäten der führenden Vereine, Verbände und Nutzerorganisationen auch hierzulande kontinuierlich voran. Mit der Etablierung von MES-Fachausschüssen und Arbeitskreisen, der Veröffentlichung der Richtlinie VDI 5600, umgangreicher Öffentlichkeitsarbeit auf Tagungen und Messen sowie mit der Gründung der MESA Europe im Jahr 2006 wurden wesentliche Meilensteine erreicht. Von daher stellt sich die Frage, ob sich MES-Konzepte nun auch tatsächlich erfolgreich in der betrieblichen Praxis durchsetzen und wo noch weiterer Handlungsbedarf besteht. Dabei ist es in diesem Virtuellen Roundtable von herausragender Bedeutung, alle Markt-Teilnehmer (d.h. sowohl MES-Anbieter bzw. ‑Dienstleister, als auch MES-Anwender) zu befragen und eine ausgewogene Sicht zu erhalten. Durch die Zusammenarbeit mit dem VDI ist es in diesem Sinne gelungen, hochkarätige Experten aus den genannten Gruppen für diesen VR zu gewinnen und so eine vielfältige Sicht auf das Thema MES zu ermöglichen.

Lesen Sie im E-Interview mit Herrn Edwin Holtkamp die Antworten der Rockwell Automation GmbH auf die Fragen unseres aktuellen Roundtables "MES Trends 2007".
Wir wünschen viel Spass beim Lesen!
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Herausgebende Organisationen (1)
VR MES : E-Interview mit Edwin Holtkamp
 
Der/die Autor(en) (1)
VR MES : E-Interview mit Edwin Holtkamp
Edwin Holtkamp
Experte
Person
GE Intelligent Platforms Europe SA
10/85 - 06/90 Studium FH Köln Nachrichtentechnik Abschluss: Diplom Ingenieur 04/90 ‑ 12/92 OMRON Deutschland Aufgabengebiet: Software-Entwickler ‑ technischer Support Software 01/93 ‑ 10/96 OMRON Europe b.V (NL) Aufgabengebiet : Assistant Product Manager Software/EOI Europe 11/96 ‑ 08/99 Rockwell Automation Deutschland Aufgabengebiet : Product Manager Software/EOI Deutschland 09/99 ‑ 02/02 Iconics Germany GmbH Aufgabengebiet : Geschäftsführer 03/02 ‑ 2007 Rockwell Automation [...]
 
Competence Types
VR MES : E-Interview mit Edwin Holtkamp
 
Weitere Inhalte (1)
VR MES : E-Interview mit Edwin Holtkamp
MES-Trends 2007
virtual_rt
27.5.2009
Die Etablierung des MES-Themas schreitet dank der vielfältigen Aktivitäten der führenden Vereine, Verbände und Nutzerorganisationen auch hierzulande kontinuierlich voran. Mit der Etablierung von MES-Fachausschüssen und Arbeitskreisen, der Veröffentlichung der Richtlinie VDI 5600, umgangreicher Öffentlichkeitsarbeit auf Tagungen und Messen sowie mit der Gründung der MESA Europe im Jahr 2006 wurden wesentliche Meilensteine erreicht. [...]
Aktionen
VR MES : E-Interview mit Edwin Holtkamp
Inhalte der angehängten Dateien (automatische Extraktion)
VR MES : E-Interview mit Edwin Holtkamp
vr_mes_2007_rockwell_automation_holtkamp.pdf
Virtual Roundtable zum Thema Manufacturing
Execution Systems (MES)

 MES-Trends 2007: Erfolge, Herausforderungen und
 Ausblick aus Anwender und Anbieter-Sicht
                Name:                Edwin Holtkamp

                                     Business Manager Software Central
                Funktion/Bereich:
                                     Europe


                Organisation:        Rockwell Automation GmbH



Kurzeinführung zum Thema
Die Etablierung des MES-Themas schreitet dank der vielfältigen Aktivitäten der
führenden Vereine, Verbände und Nutzerorganisationen auch hierzulande kon-
tinuierlich voran. Mit der Etablierung von MES-Fachausschüssen und Arbeits-
kreisen, der Veröffentlichung der Richtlinie VDI 5600, umgangreicher Öffent-
lichkeitsarbeit auf Tagungen und Messen sowie mit der Gründung der MESA
Europe im Jahr 2006 wurden wesentliche Meilensteine erreicht. Von daher stellt
sich die Frage, ob sich MES-Konzepte nun auch tatsächlich erfolgreich in der
betrieblichen Praxis durchsetzen und wo noch weiterer Handlungsbedarf be-
steht.
Dabei ist es in diesem Virtuellen Roundtable von herausragender Bedeutung,
alle Markt-Teilnehmer (d.h. sowohl MES-Anbieter bzw. –Dienstleister, als auch
MES-Anwender) zu befragen und eine ausgewogene Sicht zu erhalten. Durch
die Zusammenarbeit mit dem VDI ist es in diesem Sinne gelungen, hochkaräti-
ge Experten aus den genannten Gruppen für diesen VR zu gewinnen und so
eine vielfältige Sicht auf das Thema MES zu ermöglichen.
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihr
NetSkill-Team


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Sehr geehrter Herr Holtkamp,

Frageblock 1: Etablierung des MES-Themas im Markt


Wie beurteilen Sie als Anbieter/Dienstleister im Bereich MES die Entwicklung
des MES-Themas in den letzten Jahren? Wie erfolgreich ist Ihrer Meinung nach
MES heute schon im Markt etabliert, welche Markt-Potenziale sind noch unge-
hoben (z.B. in % Markterschließung)? Gibt es noch unerschlossene Branchen
oder Segmente? Was sind die wichtigsten Treiber des Themas? Wie beurteilen
Sie die Rolle bzw. den Einfluss von Standardisierungen (z.B. durch MESA, ISA,
IEC, VDI)?
Inwiefern unterstützen Sie selbst bzw. Ihr Unternehmen die Etablierung und das
richtige Verständnis des MES-Themas im Markt (Mitarbeit Verbände, eigene
Kommunikation, ...)?


Antwort:
          Heute sind MES in aller Munde. Aber bereits in den 1980er Jahren
          beschäftigten sich viele Unternehmen und Experten mit diesem
          Thema. Damals sprach man noch vom sogenannten ‚Computer
          Integrated Manufacturing’ (CIM), das sich jedoch nie richtig auf dem
Markt etabliert hat. Hierfür gibt es eine Reihe von Gründen:

   1. Die Integrationsdichte, die wir heute mit der Service Oriented Architectu-
       re (SOA) plattformunabhängig erreichen, war vor 20 Jahren einfach un-
       denkbar. Schließlich war damals keine passende Softwareplattform ver-
       fügbar. Heute ist diese jedoch ausgereift und erfolgreich im Einsatz.
   2. Zudem steht mit der Dual Core-Technologie heute eine Rechenleistung
       zur Verfügung, die in den 80er Jahren - wenn überhaupt – nur mit einem
       großen Mainframe realisierbar war. Und damit war es quasi unbezahl-
       bar!

Heute stehen die Unternehmen immer wieder vor den gleichen typischen Her-
ausforderungen: die Einhaltung von Liefertreue und Qualität sowie die Fähigkeit
zur lückenlosen Produktrückverfolgung etc. All das lässt sich mit der „papierlo-
sen“ Fertigung - sprich einer guten MES-Lösung - verwirklichen.



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Die Investitionen in ein MES sind jedoch nicht unerheblich. Daher zögern viele
Unternehmen, den kompletten Schritt in diese Richtung oder einen Neuanfang,
mithilfe von MES zu wagen. Daher besteht in fast allen Industriebereichen ein
enormer Nachholbedarf. Die Automobilbranche und die pharmazeutische In-
dustrie haben jedoch den ersten Schritt in Richtung MES schon gewagt und
somit eine Vorreiterrolle bei der Einführung dieser Technologie eingenommen.


Eine wesentliche Rolle für die Verbreitung von MES spielen aber auch Verbän-
de wie ZVEI oder MESA etc., denn deren Meinung hat einen deutlichen Einfluss
auf eine Vielzahl von Branchen. Auch Rockwell Automation macht sich für die
Verbreitung von MES stark und engagiert sich aktiv in beiden genannten Ver-
bänden. Daher habe ich eine aktive Rolle im Arbeitskreis MES von ZVEI über-
nommen und unterstütze die MESA Europe als Board Member.


Ein weiterer wichtiger Aspekt für das allgemeine Verständnis von MES sind
Normierungen wie z. B. ISA S-95. Nur diese bilden verbindliche Normen und
Werte für alle Beteiligten.




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Frageblock 2: Potenziale und Herausforderungen, Kompetenzen


Welche Chancen, Nutzen oder Potenziale können Sie MES-Anwendern ver-
sprechen bzw. nachweisen? Wie lassen sich diese konkretisieren (z.B. ROI-
Analyse, Kennzahlen)?

Was sind Ihrer Meinung nach Hemmnisse für den Erfolg eines MES-Projekts in
einem Unternehmen? Inwieweit entstehen Probleme bei der Integration von
MES in vorhandene Infrastrukturen der Leittechnik (z.B. bezüglich Schnittstel-
len, mehrfacher Datenhaltung, Aufgabentrennung)? Welche Möglichkeiten soll-
te ein MES zur Anbindung von Maschinen und Anlagen anbieten? Wie „bereit-
willig“ und wie kompetent sind bereits die Anwender? Wie begegnen Sie einer
möglichen Skepsis von Anwendern? Wie weit sollte ein MES horizontal integ-
riert sein?



Antwort:
           Erfolgreiche MES-Implementierungen setzen die richtigen Prozesse
           voraus. An erster Stelle steht dabei eine umfassende Planung unter
           Berücksichtigung aller relevanten Parameter wie z. B. die Integration
           von Altsystemen. Dabei stehen u.a. folgende Fragen im Mittelpunkt:
„Was will ich mit meiner MES Lösung erreichen?“, „Welchen Nutzen will ich er-
zielen?“, „Will ich die Qualität meines Produkts oder die Rückverfolgbarkeit bzw.
die Ressourcenplanung verbessern und will ich vielleicht noch mehr errei-
chen?“, „Wie viel Budget steht mir zur Verfügung?“, „Muss ich in mehreren
Schritten planen?“, „Welchen Grad der Integration brauche ich?“, „Habe ich ein
übergeordnetes ERP-System, das eingebunden werden muss?“, „Habe ich eine
homogene oder heterogene Automatisierungswelt zu betrachten?“ etc.


Nach der Planung folgt die eigentliche Implementierung, welche wiederum da-
von abhängt, ob ein Unternehmen das entsprechende MES-Know-how behal-
ten oder alle Aktivitäten über einen externen Partner abwickeln möchte. Eine Al-
ternative wäre hier auch der Einsatz einer Komplettlösung eines kompetenten
MES Anbieters.




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In vielen Fällen müssen wir feststellen, dass Unternehmen nach grundsätzli-
chen Veränderungen zugunsten von MES streben, aber der umfassenden Pla-
nung nur sehr wenig Aufmerksamkeit schenken. Wird jedoch in der Design-
Phase für die Implementierung etwas wichtiges vergessen oder schlichtweg ig-
noriert, kann eine nachträgliche Korrektur erhebliche Kosten nach sich ziehen.
Daher gilt ein allgemeiner Grundsatz: Je genauer die Planung und je konkreter
die zu erreichenden Ziele, desto besser werden entsprechend die Ergebnisse.


Gegen die Skepsis mancher Anwender sprechen zahlreiche unabhängige Stu-
dien (z. B. Aberdeen Group, Manufacturing Excellence Report 2006). Aber auch
sogenannte Success Stories und Referenzbesuche unterstreichen die Notwen-
digkeit einer sorgfältigen Planung. Zudem ist die Messung des ROI sehr ver-
breitet, jedoch ist diese Technik relativ fragwürdig, denn man weiß nie genau,
ob alle Parameter richtig bewertet und ausgewertet werden. Insgesamt ist es
jedoch unumstritten, dass Unternehmen, die MES konsequent einsetzen, profi-
tabler arbeiten als vergleichbare Firmen, die auf den Einsatz von MES verzich-
ten.




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Frage 3: Erfolgreiche MES-Akteure, eigene Markt-Position


Wodurch zeichnen sich erfolgreiche MES-Systeme und MES-Anbieter aus?
Welche erfolgreichen MES-Anwender kennen Sie bzw. würden Sie als „Best
Practice“ hervorheben und wodurch zeichnen sich diese MES-Projekte aus?

Welche Unternehmen konnten Sie als Kunde gewinnen? Warum setzen diese
Unternehmen auf Ihre Kompetenz? Wodurch differenzieren Sie sich am Markt?
Wie stark ist der Branchenbezug ihres MES-Konzeptes bzw. –Systems?
Welche Branche(n) oder Fertigungsstrukturen adressieren Sie hauptsächlich
mit Ihrem MES-Konzept bzw. –System?
Wie entwickeln Sie Ihre MES-Lösung weiter und wie berücksichtigen Sie dabei
die Wünsche Ihrer Anwender?



Antwort:
         Erfolgreiche MES Lösungen vereinen unterschiedliche Eigenschaften
         innerhalb eines einzigen Systems. Hierfür muss zunächst eine
         horizontale Integration der einzelnen Anwendungen gegeben sein.
         Dabei ist die Frage, ob das einzusetzende System monolithisch, oder
aber modular und skalierbar aufgebaut sein soll von zentraler Bedeutung. Die
Entscheidung für eine der zwei Varianten hängt dabei direkt von der jeweiligen
Problemstellung bzw. dem individuellen Anforderungsprofil eines Unterneh-
mens ab.


Monolithische Systeme bieten oftmals ein Höchstmaß an Integration, während
modular und skalierbar aufgebaute Lösungen preiswerter sind, denn ein Unter-
nehmen kauft lediglich jene Tools, die es benötigt.




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Eine grundlegende Aufgabe bei der Implementierung von MES ist die vertikale
Integration der Lösung, d. h. die Einbindung von übergeordneten ERP-
Systemen sowie die Integration der darunter liegenden Automatisierungssyste-
me in ein schlüssiges Gesamtkonzept.


Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der professionelle Support für die jeweils ein-
gesetzte Lösung bzw.

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