„Energieeffizienz gibt es nicht zum Nulltarif“
Frank Maier, Mitglied des Lenze-Vorstands, über die Herausforderung der Zukunft: EnergieeffizienzFrank Maier, Mitglied des Lenze-Vorstands, über die Herausforderung der Zukunft: Energieeffizienz
Energie sparen gilt heute als einer der größten Trends. Wie begegnen Sie diesem?
Energieeffizienz ist schon seit einiger Zeit ein zentrales Thema, mit dem sich unsere Kunden und vor allem auch deren Kunden auseinandersetzen. Nach unserer Erfahrung ist die Thematik aber wesentlich stärker durch den Endkunden als den Maschinenbauer getrieben. Denn letztendlich ist ja der Endkunde derjenige, der die Stromrechnung begleichen muss. Durch diesen Mechanismus hat sich der Druck deutlich erhöht, welchem wir mit unserem Ansatz Lenze BlueGreen begegnen. Das ist sozusagen unsere Überschrift, die über allem steht, was Lenze zum Thema Energieeffizienz beitragen kann.
Und was verbirgt sich hinter Lenze BlueGreen?
Dahinter steht ein Drei-Säulen-Modell. Im Prinzip bieten sich einem drei Ansätze, um Antriebe energetisch zu optimieren. Die Optimierung des Antriebsstranges an sich stellt den ersten und wichtigsten Ansatzpunkt und damit die erste Säule dar. Hierbei werden beispielsweise die Antriebe geregelt und elektrische Energie intelligent eingesetzt, um Strom zu sparen. Dehnt man den Intelligenz-Ansatz aus – und hier liegt eine Stärke von Lenze –, kann man auf intelligente Bewegungsführungen setzen. Bei vielen Positioniervorgängen sind nicht immer die maximalen Beschleunigungs- und Bremszeiten notwendig. Man kann sich vorstellen, dass es effizienter ist, weiche Bewegungsformen umzusetzen als schnell anzufahren und hart abzubremsen. Die intelligente Bewegungsführung stellt auch die Verbindung zur Steuerung dar. Hier können wir durch unsere Kompetenz als Antriebs- und Steuerungshersteller im System nochmals Energie einsparen. Wenn ein Kunde oder Maschinenbauer den Antriebsstrang dimensioniert und dabei jeweils nur die Einzelkomponenten betrachtet, besteht immer die Gefahr der Überdimensionierung der Einzelkomponenten – ich nenne das Problem des kaskadierten Puffers. Das heißt jeder Ingenieur baut ein wenig Puffer ein – in der Summe führt dies zu einer drastischen Überdimensionierung des Antriebsstrangs.
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