Mit einem Umsatzplus von teilweise bis zu acht Prozent startete das produzierende Gewerbe außerordentlich erfolgreich in das Jahr 2007. Trotzdem muss sich die Branche eine Grundlage für neue Perspektiven schaffen, denn sie spürt den eisigen Gegenwind der internationalen Konkurrenz immer schärfer. Je weniger deutsche Unternehmen über den Preis konkurrieren können, desto mehr kommt es darauf an, den Mitbewerbern technologisch immer eine Nasenlänge voraus zu sein. Meistern lassen sich diese Herausforderungen gerade für kleine und mittelständische Betriebe nur mit Hilfe neuester IT-Lösungen in der Produktion.
Die dynamische Entwicklung in Technik und IT verkürzt auch weiterhin die Produktzyklen. Für die Hersteller bedeutet das unter anderem, wissen zu müssen, was „in“ ist und in welche Richtung sich die internationale Konkurrenz bewegt. Entsprechende Bulletins liefern jetzt automatisch so genannte ontologie-basierte Anwendungen. Sie „lesen“ Zeitschriften, analysieren Bestell- und Einkaufsverhalten der Konsumenten, durchforsten selbständig Produktsortimente am Markt und überzeugen letztlich mit schlüssigen Markt- und Trendanalysen.
Natürlich werden die Erfahrungen mit Wünschen und Sorgen der Kunden in erster Linie in den Unternehmen gesammelt. Eindrücke von Kundenbetreuern und Service-Mitarbeitern werden aufgezeichnet, Produktanfragen oder Beschwerdemails bearbeitet und Verbesserungsvorschläge der eigenen Belegschaft aufgenommen. Für die Entwickler jedoch ist dieser „Wust“ an Informationen nur dann eine verwertbare Informationsquelle, wenn die Inhalte sortiert und überschaubar sind. Um nicht wie bisher stunden- oder tagelang in den Archiven nach Anregungen und Tipps suchen zu müssen, unterstützt jetzt eine „intelligente“ Software die Produktentwickelung. Überall, wo mit großen Ansammlungen von Texten gearbeitet wird, bringen Wissenslandkarten einen schnellen Überblick.
Haben die Entwickler erst einmal die Ziele für das zukünftige Angebot abgesteckt, sind so bald wie möglich eine kritische Beurteilung und das Know-how der Produktion gefragt. Welche Designideen lassen sich überhaupt umsetzen? Wie verträgt sich die angedachte Variantenvielfalt mit einem effizienten Produktionsablauf? Sind die Kostenlimits zu halten? Das „Ausprobieren“ ist dabei eine meist durchaus sinnvolle Lösung. Allerdings trifft man sich dazu immer öfter nicht mehr in der Werkshalle, sondern am PC. Der Vorteil: Die simulierte Realität ermöglicht fast unbegrenztes Austesten der Produktionsalternativen.
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