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Automobilindustrie: Neue Spielregeln im EU-Emissionsrechtehandel - zweite „CO2-Kostenwelle“

Automobilindustrie: Neue Spielregeln im EU-Emissionsrechtehandel - zweite „CO2-Kostenwelle“
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Neue Spielregeln im EU-Emissionsrechtehandel führen ab 2013 zu Mehrbelastungen bei Energie und Rohstoffen

Das Denken in CO2-Kategorien hat sich in der Automobilindustrie längst zum Selbstverständnis entwickelt. Der politisch gewollte Grenzwert von 120 g CO2/km als Durchschnittswert für den Flottenverbrauch ist mittlerweile das Synonym für die verstärkten – und zunehmend auch erfolgreichen – Klimaschutzbemühungen der Branche geworden. Doch nun steht, zumindest den europäischen Autobauern, schon die nächste Reifeprüfung in Sachen CO2-Vermeidung ins Haus. Denn neben einer weiteren Senkung des Flottenverbrauchs muss nun das Ziel "CO2- arme Fahrzeugproduktion" verstärkt in den Fokus rücken. Hintergrund sind auch hier politische Vorgaben – und zwar die schrittweise Reduzierung der kostenfreien Zuteilungen im EU-weiten CO2-Emissionsrechtehandel ab dem Jahr 2013. Spätestens dann wird sich der Preis für solche Emissionsrechte spürbar erhöhen, von heute gut 15€ pro Tonne CO2 auf in Folge rund 40€, wie es verschiedene Experten voraussagen. Die Automobilindustrie – OEM und Zulieferer – wird davon zwar nicht direkt betroffen sein, dafür aber indirekt umso mehr. Denn die unmittelbar von einer solchen Verteuerung tangierten europäischen Energieerzeuger und Rohmaterial-produzenten (z.B. Aluminium, Stahl, Kunststoffe) werden versuchen, ihre CO2-Mehrkosten so weit wie möglich an die Abnehmer aus der Automobilindustrie weiterzugeben. Dies wiederum wird die Produktionskosten gravierend erhöhen, wie Berechnungen von MANAGEMENT ENGINEERS für die Herstellkosten einer Pkw-Plattform beispielhaft zeigen. Für ein typisches Volumenmodell der Kompaktklasse fallen demnach Mehrkosten pro Fahrzeug in Höhe von rund 230€ an. Hiervon resultiert gut die Hälfte aus erhöhten Energiekosten Energiekosten und der Rest aus gestiegenen Rohmaterialpreisen. Hochgerechnet auf die gesamte Modellpalette eines großen europäischen OEM, der jährlich rund 5 Mio. Fahrzeuge auf dem Heimatkontinent produziert, belaufen sich die Mehrkosten sogar auf über eine 1 Mrd.€.

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