Automotive und Innovationscontrolling - Die Problematik zwischen Controller und Entwickler
Erschienen in: Automotive Agenda, Ausgabe 11/2011Controller und Entwickler sind ja eher selten dicke Freunde. Erst recht, wenn kostspielige Neuentwicklungen anstehen. Dabei geht es auch anders: Wenn beide Seiten wissen, woran sie sind und sich daran halten.
Moderne Autos stecken voller Hightech – Autos von morgen erst recht. Für Unternehmen aus der Autoindustrie bedeutet dies: Das Technologie- und Innovationsmanagement wird zum zentralen Handlungsfeld für Wettbewerb untereinander. Die Auswahl der richtigen Technologie, ihre konsequente Entwicklung und Vermarktung sowie effektive und effiziente Prozesse werden darüber entscheiden, wer erfolgreich ist und wer nicht. Gerade auch das Controlling sollte einen eigenständigen Beitrag für erfolgreiche Innovationen leisten. Die Frage ist nur, wie?
Im Umgang mit Forschern und Entwicklern besteht immer die Gefahr, dass Controller über das Ziel hinausschießen und notwendige Freiräume verschließen. Dies gilt besonders in frühen Phasen der Produktentstehung oder für die Vorentwicklung. Deshalb sollten sich Unternehmen ein Gebot zu Herzen nehmen: Der Erfolg liegt maßgeblich in den Händen der Entwickler. Controlling hat nicht die Aufgabe, die Innovationskraft der Ingenieure zu ersetzen, sondern die Entscheidungen der Führungskräfte zu objektivieren – indem es die Voraussetzungen für bessere Entscheidungen schafft. Deshalb müssen dem Controlling von Anfang an klare Grenzen aufgezeigt werden.
Erschienen in: Automotive Agenda, Ausgabe 11/2011
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