Der Erfolg von Akteuren wie Toyota sowie aufstrebende Wachstumsambitionen anderer asiatischer Marktteilnehmer bedrohen die „alten“ Automobilregionen. Die europäische Automobilindustrie muss neue Strategien entwickeln, um im globalen Wettbewerb zu bestehen. Ansatzpunkte gibt es einige: Der Fokus auf Innovation, Produkt- und Prozessoptimierung, Kundennähe, verbessertes Lieferantenmanagement sowie Coopetition.
Die drei großen Märkte der Automobilindustrie ‑ Asien, USA, Europa ‑ haben in den vergangenen zehn Jahren verschiedene Wachstumsstrategien mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen verfolgt: Die asiatischen Hersteller haben die Führungsrolle übernommen, US-Player verharren in massiven Problemen, europäische Hersteller wandern auf einem Grat zwischen Prosperität in der Nische des Premiumsegments und Nähe zur Krise im Volumensegment. Wie können sich europäische Markenanbieter gegen die erfolgreiche asiatische Automobilindustrie, allen voran Toyota, sowie aufstrebende und ambitionierte Wettbewerber wie Hyundai und Maruti durchsetzen? In der abgelaufenen Dekade haben die Volumenhersteller (Original Equipment Manufacturer ‑ OEM) versucht, mit zwei Strategien zu wachsen: Aufwertung ins Premiumsegment mit Vorstößen in exklusivere Marktsegmente mit Fokus auf Wertsteigerung und Erkundung von Nischenmodellen sowie Globalisierung mit Export und Ausbau der Produktion in ausländischen Märkten.
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