Über alle untersuchten 28 Fabrikate zeigen sich die Honda-Händler (Ø=4,5; ?2003: +0,2)und Subaru-Händler (Ø=4,5; ?2003: +0,2) mit der Qualität der Neufahrzeuge am zufriedensten, gefolgt von den Toyota-Händlern (Ø=4,4; ?2003: +0,1).
Positiv - so Meinig - sei vor allem das kontinuierlich gelebte Qualitätsbewußtsein der japanischen Importeure. "Es wird deutlich, daß die asiatischen Fahrzeughersteller nach wie vor das Ziel hoher Produktqualität verfolgen und realisieren." Vor allem Daihatsu (Ø=4,1), Hyundai und Mazda (je Ø=4,0), Suzuki (Ø=3,9) und Mitsubishi (Ø=3,7) erhalten von ihren Händlern überdurchschnittlich positive Voten, während der Durchschnitt aller 28 untersuchten Fabrikate eher eine indifferente Zufriedenheitswahrnehmung bei den Händlern auslöst (Ø28=3,4).
Einzige negative Ausnahme ist Nissan, allerdings sind dort - nach massivem Zufriedenheitseinbruch vor einem Jahr - erste Besserungstendenzen in Sicht (Ø=3,2; ?2003: +0,2).
Auffällig ist vor allem, daß die sogenannten Premium-Marken nicht zwingend auch Premium-Qualität anbieten. Eine bedenkliche Negativ-Entwicklung ist seit nunmehr zwei Jahren bei Mercedes-Benz zu verzeichnen (DSI® 2004: Ø=2,3 / DSI® 2003: Ø=3,0 / DSI® 2002: Ø=3,9) - dies ist innerhalb dieser Untersuchungsperiode der größte bei diesem Item beobachtbare Zufriedenheitsrückgang über alle 28 untersuchten Fabrikate. Eine ähnliche Tendenz läßt sich bei Porsche feststellen, wo die Neufahrzeugqualität in der Händlerwahrnehmung ebenfalls nicht besonders gut abschneidet; allerdings war dort der höchste Qualitätseinbruch laut Händlermeinung bereits im vergangenen Jahr festzustellen (DSI® 2004 Ø=3,2 / DSI® 2003 Ø=3,1 / DSI® 2002: 3,9).
Besonders nachhaltig wirke sich - so Meinig - offenbar ein völlig neues Qualitätsbewußtsein bei Opel aus; hier fand gegenüber dem Vorjahr eine merkliche Zufriedenheitssteigerung statt (Ø=4,3; ?2003: +0,4), die den positiven Trend des vergangenen Jahres fortsetzt (DSI® 2003, Ø=3,9 / DSI® 2002: Ø=2,7). Dagegen sei die Qualitätspolitik bei den italienischen Fabrikaten Alfa Romeo (Ø=2,6) und Fiat (Ø=2,5) trotz wahrnehmbarer Verbesserungstendenzen nach wie vor als "äußerst krisenhaft" zu bezeichnen.
Als neues Sorgenkind könnte sich in Kürze auch Renault entpuppen: Das Händlervotum von Ø=2,4 und eine gegenüber dem vergangenen Jahr um -0,4 Rating-Punkte gesunkene Zufriedenheit sind deutliche Frühindikatoren für weitere Krisen im Qualitätswesen, die dem französischen Hersteller und dem deutschen Importeur möglicherweise gleichermaßen bevorstehen.
Gerade vor diesem Hintergrund mahnt Meinig die Kfz-Hersteller und Importeure, über Händlerbeobachtungen zur Qualität nicht leichtfertig hinweg zu gehen: "Kfz-Händler besitzen als marktnahe Informationsquelle eine ganz besondere Kompetenz hinsichtlich der Qualitätsbeurteilung, da sie tagtäglich mit den unterschiedlichsten Qualitätsproblemen zugelassener Fahrzeuge und Klagen der Kunden konfrontiert sind."
Rang Fabrikat Z_28: "Qualität der Neufahrzeuge"Mittelwert Ø
1 Honda 4,5
2 Subaru 4,5
3 Toyota 4,4
4 Opel 4,3
5 Daihatsu 4,1
6 Hyundai 4,0
7 Mazda 4,0
8 BMW 3,9
9 Suzuki 3,9
10 Ford 3,8
11 koda 3,8
12 Mitsubishi 3,8
13 Jaguar 3,5
14 Seat 3,5
15 Volvo 3,4
16 Nisan 3,2
17 Porsche 3,2
18 Citroën 3,1
19 Audi 3,1
20 Peugeot 3,0
21 Saab 3,0
22 Smart 3,0
23 Volkswagen 2,9
24 Alfa Romeo 2,6
25 Chrysler 2,5
26 Fiat 2,5
27 Renault 2,4
28 Mercedes-Benz 2,3
Durchschnitt über alle FabrikateDSI® 2004 3,4
("1" = sehr unzufrieden bis "5" = sehr zufrieden)
1) Je 70 Händler von 28 Fabrikaten (Ausnahme: Smart mit nur 36 Händlerstützpunkten) erhielten Mitte Januar 2004 einen 10seitigen Fragebogen mit 85 Fragen zur Zufriedenheit. Die Bewertung erfolgte mit Hilfe einer fünfstufigen Rating-Skala ("1" = sehr unzufrieden "5" = sehr zufrieden). Insgesamt erhielt die FAW zum Stichtag 1.495 Fragebögen ausgefüllt zurück. Das entspricht einer Rücklaufquote von 74,9 Prozent und damit einer weiteren Steigerung des Rücklaufs von 1,7 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.
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