Mitten in einer Revolution ‑ Herausforderungen und Lösungsansätze für den Automobilvertrieb der Zukunft
In vielen Branchen ist eine sich seit Jahren fortentwickelnde Dynamik der Betriebsformen innerhalb der Absatzkanäle zu beobachten ‑ heute ist z. B. ein Marken-Fernseher parallel über den Versandhandel, in Verbrauchermärkten und bei spezialisierten Fachhändlern erhältlich. Bei Neuwagen ist die Auswahl eines Vertriebskanals, d. h. der Art und Weise des Verkaufsprozesses sowie des Preises, nach wie vor nicht möglich ‑ der Kunde muß zum autorisierten Händler.
Die in der Vergangenheit durchaus marktgerechten und entsprechend erfolgreichen Vertriebs- und Distributionssysteme werden heute aus einer Vielzahl von Gründen stark kritisiert, generell wird ihre Zukunftsfähigkeit bezweifelt. Dabei ist es nicht zielführend, undifferenziert vom möglichen Ende des herkömmlichen Automobilvertriebs zu sprechen. Entscheidend bei der Diskussion zukunftsweisender Handlungsoptionen ist nicht die Feststellung, "alles" ändere sich, sondern ein Herausarbeiten der Ursachen und der sich abzeichnenden, zukünftig marktbestimmenden strukturellen Veränderungen. Auf einer solchen Basis können für Fahrzeughersteller und -händler konkrete, zukunftsgerechte Ziele und Strategien entwickelt werden. Der Autor analysiert in seinem Beitrag die Ursachen für derzeitige Probleme der Automobilindustrie in bezug auf ihre Absatzkanalstrukturen und zeigt zukunftsweisende Lösungsansätze auf. Der folgende Artikel ist ein Kapitel aus dem Buch "Die Zukunft der Automobilindustrie ‑ Herausforderungen und Lösu
ngsansätze für das 21. Jahrhundert", das im Jahre 1999 erstmalig erschienen ist und inzwischen in der Neuauflage 2000 beim Gabler Verlag erhältlich ist.
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