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    Entwicklung hybrider Leistungen in Wertschöpfungsnetzwerken mithilfe von eingebetteten Systemen am Beispiel der Automobilindustrie, der Energiewirtschaft und im Gesundheitswesen

    Florian Röhr
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    Der Kunde erwartet heute mehr als unpersönliche Massenprodukte – er bevorzugt Angebote, die individuell an seine Bedürfnisse angepasst sind. Um sich am Markt zu behaupten, sollten Unternehmen daher ihre Sachleistungen um geeignete Dienstleistungen erweitern. Denn durch hybride Leistungen − Kombinationspakete aus Sach- und Dienstleistungen – können Unternehmen ihre Kunden enger an sich binden. Da die Margen für Dienstleistungen im Allgemeinen die für Sachgüter übertreffen, lohnt sich eine Neuausrichtung meist auch finanziell.
    Die Umstrukturierung eines Unternehmens hin zu einem Anbieter hybrider Leistungen erfordert jedoch hohen Organisationsaufwand und eine veränderte Unternehmenskultur: der Kunde muss intensiver in die betrieblichen Vorgänge einbezogen werden und Mitarbeiter verschiedener Abteilungen müssen enger zusammenarbeiten. Vor allem kleinen und mittleren Unternehmen fehlen vielfach Geld und Personal für eine solche Umstellung. Dann bietet es sich an, mit einem reinen Dienstleistungsunternehmen zu kooperieren und ein so genanntes Wertschöpfungsnetzwerk zu bilden. Aktuelle technische Entwicklungen ermöglichen es, Sach- und Dienstleistungen zu hybriden Leistungen zu verbinden: In alltägliche Produkte eingebundene kleine Rechner, so genannte eingebettete Systeme, helfen dabei, hybride Leistungen zu realisieren. Zu diesem Ergebnis kommen Sven Ahlheid, Dr. Gernot Gräfe und Florian Röhr von der Siemens AG in ihrem C-LAB Report 2/2009. Die Autoren arbeiten im C-LAB (Cooperative Computing & Communication Laboratory), der gemeinsamen Innovationswerkstatt von Siemens IT Solutions and Services und der Universität Paderborn. Eingebettete Systeme sind als Hardware- oder Softwarekomponenten unsichtbar in alltägliche Produkte wie Fernseher und Mobiltelefone integriert und nehmen die Umwelt über Sensoren wahr. Sie treffen Entscheidungen und reagieren auf Veränderungen. Die Anwendungsmöglichkeiten und die damit entstehenden Märkte für eingebettete Systeme wachsen sehr schnell. In ihrem C-LAB Report präsentieren die Autoren mögliche zukünftige Anwendungen in der Automobilindustrie, im Energiesektor und im Gesundheitswesen. Beispielsweise ruft ein eingebettetes System bei einer Autopanne selbstständig den Pannendienst und übermittelt dabei automatisch die Ursache für die Panne. Der Pannendienst kann die nötigen Ersatzteile direkt zum Einsatzort mitbringen. Eingebettete Systeme dienen so als Schnittstelle zwischen Produkt (Auto) und Dienstleistung (Pannendienst).
    Der vollständige Titel des C-LAB Reports: „Entwicklung hybrider Leistungen in Wertschöpfungsnetzwerken mithilfe von eingebetteten Systemen am Beispiel der Automobilindustrie, der Energiewirtschaft und im Gesundheitswesen“. Weitere C-LAB Reports zum Download finden Sie unter http://www.c-lab.de
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    Autor
    • Florian Röhr
      Florian Röhr

      Florian Röhr arbeitet als Management Consultant im Cooperative Computing and Communication Laboratory (C-LAB). Das C-LAB ist eine Kooperation der Atos IT Solutions and Services GmbH (früher Siemens IT Solutions and Services)  mit der Universität Paderborn. Das C-LAB besetzt die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Forschung. Daher werden...

    • Sven Ahlheid
      Sven Ahlheid

      Sven Ahlheid studierte von 2000 bis 2004 an der Universität Paderborn im Studiengang International Business Studies. Von 2004 bis 2005 studierte er an der renommierten brasilianischen Universität PUC (Pontifícia Universidade Católica do Rio de Janeiro) im Bereich Marketing. Von 2004 an arbeitete er selbständig als Software-Übersetzer und an der konzeptionellen...

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