Neben dem starken Anstieg von Manipulationen an Geldautomaten ist aktuell eine Zunahme von Übergriffen auf Filialen zu beobachten. Um sowohl Kunden als auch Mitarbeiter wirksam zu schützen, steht den Sparkassen jetzt ein ganzes Arsenal an Abwehrmaßnahmen zur Auswahl – von A wie Authentifizierung mittels Fingerprint bis Z wie Zugangskontrolle. Biometrische Lösungen in unterschiedlicher Ausprägung sowie ein zentrales Management der Daten sind stark im Kommen, um Kosten und Verwaltungsaufwand auf ein Minimum zu senken und das Sicherheitsniveau zu erhöhen.
Mit immer ausgefeilteren technischen Lösungen suchen die Sparkassen den Sicherheitsstandard in ihren Filialen zu verbessern. Denn kriminelle Angriffe sind nicht nur teuer. Sie schlagen sich auch in Vertrauensverlust bei den Kunden nieder. Wincor Nixdorf hat daher ein Bündel an Sicherheitsvorkehrungen zu einer modularen Gesamtlösung geschnürt, die individuell auf die Belange jedes Hauses maßgerecht zugeschnitten werden kann.
Der sichere Zugang zum Foyer mit Skimming-Schutz
Zugangskartenleser sind in Verruf geraten, seit Kriminelle sie für das Ausspähen von Kundendaten missbraucht haben. Einige Institute haben sie daher ganz abgebaut. Andere wollen auf sie im Interesse der Sicherheit der Kunden nicht verzichten. Wincor Nixdorf hat einen Zutrittskartenleser entwickelt, der durch seine flache Bauform das Anbringen eines Vorsatzes zum Auslesen des Magnetstreifens verhindert. Zudem wird automatisch erkannt, wenn der Leser abmontiert oder manipuliert wird, und ein Alarmsignal abgesetzt. Das kann zur Sperrung des Zutrittsbereichs führen. Die Freigabe erfolgt erst nach Klärung der Lage und entsprechender Autorisierung.
Videoüberwachung: Die ganze Filiale im Blick
Richtig platziert liefern Videosysteme in lückenloser Überwachung der Räume und Geldautomaten gestochen scharfe Bilder. Tathergänge lassen sich dadurch leicht rekonstruieren, die Täter sind schnell zu identifizieren.
Um speziell zu Abend- und Nachtzeiten sowie an Wochenenden ihre SB-Zone vor mutwilliger Zerstörung und Einbrüchen zu bewahren, entscheiden sich zudem immer mehr Institute für die Alarmvorklärung. Durch Aufschaltung einer verdeckten Kamera auf den zentralen Leitstand eines externen Dienstleisters kann geschultes Personal sofort erkennen, ob Gefahr im Verzug ist und gegebenenfalls Polizei oder Sicherheitsdienst alarmieren. Dank digitaler Signatur sind die Informationen rechtssicher Zeit und Ort zuweisbar. Die Sparkasse kann frei festlegen, für welchen Zeitraum sie die Vorklärung per Fernüberwachung wünscht.
Anti-Skimming II: Unsichtbarer Schutz vor Manipulationen am Geldautomaten
Das Ausspähen von Bankdaten an manipulierten Geldautomaten zählt zu den weiterhin wachsenden Kriminalitätssegmenten. Für die Institute belaufen sich die Schäden nicht selten auf mehrere zehntausend Euro. Der Gesamtschaden in Deutschland liegt bei 40 Millionen Euro im Jahr. Allein in den ersten vier Monaten dieses Jahres verzeichnete das Bundeskriminalamt 1032 Angriffe, gegenüber 2058 Übergriffen im gesamten Jahr 2009.. Mit innovativer Technologie zielt das neue Anti-Skimming II-Modul darauf ab, Skimming-Vorbauten zu identifizieren und stillen Alarm auszulösen oder das Gerät sofort außer Betrieb zu nehmen. Zudem blockiert die Ausstrahlung eines Störfeldes das Auslesen der Daten. Der neue Optical Security Guard für die CINEO-Gerätegeneration, eine optische Systemüberwachung, sichert vor unterschiedlichen Angriffsszenarien wie Tastaturüberbauten, Skimmingvorsätzen oder Kameraleisten über dem Tastenfeld. Von außen sind alle diese Sicherheitsvorkehrungen nicht zu erkennen.
Intelligentes Schlossmanagement via Netzwerk
Der administrative Aufwand zur Verwaltung von Schlössern und Schlüsseln ist in der Regel groß, selbst wenn bereits elektronische Schließsysteme installiert sind. Doch erst netzwerkfähige elektronische Schlösser erlauben es, zentral stets Überblick über Schließvorgänge vor Ort zu haben und Einsätze von Werttransporteuren flexibel zu steuern. Egal, ob es um Geldautomaten oder automatische Kassentresore, um Tages- oder Kundentresore geht – mit zentraler Steuerung und Überwachung lassen sich sämtliche Öffnungen und Schließungen nachvollziehen, Vertreterregelungen sowie Sperrzeiten zentral festlegen und Einmalcodes für WTU-Prozesse über das Netz vergeben. Bei Neueinrichtung von Tresoren erübrigt sich die Anwesenheit der Revision vor Ort. Alle relevanten Daten sind zentral einzugeben. Die Verwaltung wird dadurch deutlich optimiert. Dennoch kann die Bank frei über die jeweilige Konfiguration entscheiden, abgestimmt auf die Anforderungen des jeweiligen Standorts.
UVV-kassenkonform: Klein- und Kleinstfilialen mit vollem Service
Für Zweigstellen mit weniger als zwei ständigen Mitarbeitern sind die Auflagen von Berufsgenossenschaft und Unfallkasse äußerst strikt. Ist nur ein Mitarbeiter vor Ort, darf er überhaupt kein Bargeld in die Hand bekommen, wenn der Kunde nicht aktiv an der Transaktion mitwirkt. In sogenannten Plus-Filialen mit mehreren Mitarbeitern muss der ständige Blickkontakt von zumindest zwei Personen nachgewiesen werden. Vorzugsweise durch biometrische Identifikation. Mit ProTect/Work Enterprise und ProSAFE hat Wincor Nixdorf zwei modulare Lösungen entwickelt, die in Kombination alle Vorgaben erfüllen.
Über ProTect/Work Enterprise werden die Daten des Fingerabdrucks einmal erfasst und sind dann für sämtliche Bereiche im Geschäftsstellennetz nutzbar, etwa zum Nachweis der Anwesenheit in Kleinstfilialen, für den Zutritt zu Personalschleusen, zum Entriegeln elektronischer Schlösser oder für den Zugang zum PC am Arbeitsplatz. Über ProSAFE lässt sich der Zugriff auf unterschiedliche Geldbestände in der Filiale regeln: die Ansteuerung von Tagestresoren ebenso wie die Ausgabe von White Cards, aber auch die Überwachung von Schlüsseln zu Wertegelassen und die Öffnung von Türen zu Werteräumen.
Platzsparend und nachrüstbar: Personenschleuse mit nur einer Tür
Damit der Kunde auch in kleinen Filialen und Kleinstzweigstellen Bartransaktionen abwickeln kann, lässt sich der Zugriff auf Bargeld auch über Personenvereinzelungsschleusen regeln. Neben der biometrischen Identifikation des zugangsberechtigten Mitarbeiters stellt ein Massesensor sicher, dass tatsächlich nur eine Person den Kassenraum oder das Wertgelass betritt. Während konventionelle Personenschleusen den Einbau von zwei Türen voraussetzten, kommen neue Lösungen mit einer Tür aus, ohne jeglichen Abstrich an der Sicherheit. Ihr Vorteil: Sie erfordern keine großen Umbaumaßnahmen, nehmen nur wenig mehr Platz ein als eine normale Tür und lassen sich einfach nachrüsten.
Biometrischer Zugang zum Arbeitsplatz: sichere Legitimation
Auf durchschnittlich 19 Anwendungen greift ein Bankmitarbeiter heute an seinem Arbeitsplatz zu. Bis zu zehn Mal gibt er unterschiedliche Passwörter zum Entsperren ein. Diese sind in der Regel sechs bis acht Stellen lang und müssen auch noch in kurzen Zeitabständen gewechselt werden. Kein Wunder, dass die Kreditinstitute zu den Pionieren zählen, die das Single Sign-On einführten – eine Softwarelösung, über die sich ein Mitarbeiter mit einer einzigen Nutzerkennung über den PC oder Thin Client in das Netz einwählen kann. Um die Vorgabe der Zwei-Faktor Authentifizierung bei bankfachlichen Anwendungen zu erfüllen, entscheiden sich die Institute neben der Legitimation mit Smart card plus PIN zunehmend für die biometrische Identifikation, kombiniert mit einem Domain-Passwort oder einer Smart card. Sie hat sich als schneller, komfortabler und sicherer herausgestellt. Alle drei Optionen bietet Wincor Nixdorf mit ProTect/Work Enterprise an. In den dezentralen Authentifizierungsdienst lassen sich auch Verbundpartner problemlos einbinden. Entlastet wird vor allem der zentrale Benutzerservice. Denn zwischen 25 und 60 Prozent aller Helpdesk-Aufgaben bestehen im Zurücksetzen von Passwörtern.
Keine Kommunikationsobjekte vorhanden.


