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Sicher in die Zukunft: Kreditrisikosteuerung gemäß Basel II – und darüber hinaus

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Sicher in die Zukunft: Kreditrisikosteuerung gemäß Basel II – und darüber hinaus
Veröffentlichungsdatum :
26.5.2009
Inhalte
Sicher in die Zukunft: Kreditrisikosteuerung gemäß Basel II – und darüber hinaus
Abstract / Inhalt:
Ein Leben ohne Risiko gibt es nicht. Erfolg haben vor allem diejenigen, die Risiken gegeneinander abzuwägen und die richtigen Entscheidungen zu treffen wissen. Manchmal erfordert dies kühnes Handeln, oft aber auch Zurückhaltung. Wie beim Pokerspiel gilt es, Risiko und Gewinnpotenzial ins rechte Verhältnis zu setzen. Die Grundfragen nach Risiko und Gewinn sind seit Jahrtausenden dieselben. Geändert hat sich lediglich die Zahl der Beteiligten.

Inhaltsverzeichnis

  • 1. Risikosteuerung
    • 1.1 Marktrisiko
    • 1.2 Kreditrisiko
    • 1.3 Operationelles Risiko
  • 2. Basel II
    • 2.1 Eigenkapitalrichtlinie
    • 2.2 Von Basel I zu Basel II
    • 2.3 Kreditrisiko
    • 2.4 Operationelles Risiko
    • 2.5 Kreditrisikosteuerung jenseits von Basel II
  • 3. Bankinterne Risikobewertung
    • 3.1 Geschäftsprozesse
    • 3.2 Software und Systeme
    • 3.3 SAS® Risk Management for Banking
  • 4. Zusammenfassung
Dateien
Sicher in die Zukunft: Kreditrisikosteuerung gemäß Basel II – und darüber hinaus
 
Herausgebende Organisationen (1)
Sicher in die Zukunft: Kreditrisikosteuerung gemäß Basel II – und darüber hinaus
SAS - Superior software that gives you THE POWER TO KNOW
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SAS ist mit 2,26 Milliarden US-Dollar Umsatz weltweit größter Anbieter von Business-Intelligence-Software. Die strategisch-analytischen Lösungen von SAS werden von Unternehmen in 112 Ländern eingesetzt. [...]
 
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Competence-Site-SAS_BASEL II_2009-05.pdf
             ®

   ™




                    SAS® White Paper

                    Sicher in die Zukunft

                    Kreditrisikosteuerung gemäß Basel II – und darüber hinaus




The Power to Know
© 2003 SAS
Alle Rechte vorbehalten. Es dürfen lediglich Kopien in einem
beschränkten Umfang für eigene Mitarbeiter angefertigt werden.
Bei Zitaten ist ein Quellenhinweis erforderlich.
Ansonsten darf kein Teil dieser Veröffentlichung ohne vorherige
Zustimmung des Herausgebers reproduziert werden.
Inhaltsverzeichnis




                                                                                                                                 Sicher in die Zukunft: Kreditrisikosteuerung gemäß Basel II – und darüber hinaus
1.    Risikosteuerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
1.1   Marktrisiko . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
1.2   Kreditrisiko . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
1.3   Operationelles Risiko . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6

2.    Basel II . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
2.1   Eigenkapitalrichtlinie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
2.2   Von Basel I zu Basel II . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
2.3   Kreditrisiko . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
2.4   Operationelles Risiko . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
2.5   Kreditrisikosteuerung jenseits von Basel II . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12

3.    Bankinterne Risikobewertung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
3.1   Geschäftsprozesse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
3.2   Software und Systeme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
3.3   SAS® Risk Management for Banking . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20

4.    Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23




                                                                                                                             3
    Sicher in die Zukunft: Kreditrisikosteuerung gemäß Basel II – und darüber hinaus




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1.   Risikosteuerung




Ein Leben ohne Risiko gibt es nicht. Erfolg haben vor allem diejenigen, die Risiken




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gegeneinander abzuwägen und die richtigen Entscheidungen zu treffen wissen.
Manchmal erfordert dies kühnes Handeln, oft aber auch Zurückhaltung. Wie beim
Pokerspiel gilt es, Risiko und Gewinnpotenzial ins rechte Verhältnis zu setzen. Die
Grundfragen nach Risiko und Gewinn sind seit Jahrtausenden dieselben. Geän-
dert hat sich lediglich die Zahl der Beteiligten.

In der modernen Wirtschaft müssen Risiken von oft sehr großen Unternehmen
beherrscht werden – und dies konzernweit. Intuition und willkürliche Entschei-
dungen verlieren dabei an Bedeutung. In der professionellen Risikosteuerung
geht es vielmehr darum, latentes Wissen in eine explizite Form zu überführen,
Expertenmeinungen durch quantitative Analysen zu überprüfen und wichtige
Erkenntnisse einer großen Zahl von Entscheidern zuzuleiten. Kurz: Riskante
Entscheidungen zu treffen, wird zunehmend zu einem rationalen Prozess, der
sich zumindest teilweise automatisieren lässt.

Auch im Bankwesen gehört das Risiko seit je zum Geschäft. Zu einem gewissen
Grad lässt sich das Bankgeschäft auch als das Managen und Transformieren von
Risiken definieren. Volkswirtschaftlich betrachtet betätigen sich die Banken vor
allem als Mittler zwischen wenigen Großunternehmen, die auf lange Sicht hohe
Kreditsummen benötigen, und dem Gros der Privatkunden, die bereit sind, kurz-
fristig kleinere Beträge festzulegen. Dabei muss die Bank zwei Hauptrisiken
steuern: das Risiko des Ausfalls eines Vertragspartners (Kreditrisiko) und das
Risiko von Marktpreisschwankungen zum Beispiel bei Zinssätzen und Aktien-
kursen (Marktrisiko).

Beherrschen lassen sich diese Risiken nur, wenn genügend Daten über den Markt
und die Kontrahenten vorliegen. So besteht eine Hauptaufgabe der Banken darin,
Informationen auszuwerten und damit die Einleger von der Verpflichtung zu be-
freien, sich selbst eingehend mit Kreditnehmern und Märkten zu befassen. Aller-
dings haben Umfang, Automatisierung und Geschwindigkeit der Datenverarbei-
tung im Informationszeitalter neue Dimensionen angenommen. Um weiterhin als
effizienter Wissensmittler aufzutreten, müssen die Kreditinstitute ihre Kapazitäten
zur Aufbereitung von Daten in Informationen entsprechend aufstocken.

Diese Überlegungen werfen die Frage auf, wie man Risiken am besten erkennen,
quantifizieren und messen kann und wie die Ergebnisse der Risikomessung in die
Entscheidungen der Geschäftsleitung einfließen. Die Antwort darauf liefern com-
putergestützte Informationssysteme.



1.1 Marktrisiko

Zur Bewertung des Marktrisikos berechnen die Banken statistische Schwan-
kungen der Preise (Varianzen bzw. Volatilitäten). Die erwarteten Schwankungen
im Wert der einzelnen Engagements werden für das gesamte Risikoportfolio zu
einer Verlustobergrenze (Value-at-Risk) zusammengefasst. Diese drückt den
                                                                                      5
Sicher in die Zukunft: Kreditrisikosteuerung gemäß Basel II – und darüber hinaus




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                                                                                       aus.1 Verlustobergrenze und risikobereinigte Wertentwicklungsdaten werden den
                                                                                       Entscheidungsträgern im Unternehmen weitergegeben. Oft schlüsselt man dabei
                                                                                       die Summenwerte nach Kriterien wie Zeit, Ort oder Geschäftsbereich auf. Solche
                                                                                       Auswertungen erleichtern es einerseits der Unternehmensleitung, Risiken in ihrer
                                                                                       Geschäftsstrategie zu berücksichtigen, werden andererseits aber auch von den
                                                                                       Aufsichtsbehörden verlangt, die anhand des Value-at-Risk die erforderliche Eigen-
                                                                                       kapitalreserve der Bank (Handelsbuch) bestimmen.



                                                                                       1.2 Kreditrisiko

                                                                                       Als Kernkomponente des Bankgeschäfts nimmt die Kreditvergabe sehr unter-
                                                                                       schiedliche Formen an. Im weitesten Sinne wird dabei nach der Art des Vertrags-
                                                                                       partners differenziert. So unterscheidet man die Vergabe von Krediten an Privat-
                                                                                       kunden, an mittelständische Firmen und an Großunternehmen.

                                                                                       Risiken und Erträge sind im Kreditgeschäft asymmetrisch verteilt. Anders als beim
                                                                                       Marktrisiko, bei dem es um annähernd gleich wahrscheinliche Preisausschläge
                                                                                       nach oben oder unten geht, müssen bei der Kreditvergabe moderate Zinserträge
                                                                                       aus einer Vielzahl von Darlehen die hohen Verluste decken, die sich aus wenigen
                                                                                       Zahlungsausfällen ergeben. Ein weiterer Unterschied zwischen Kredit- und Markt-
                                                                                       risiko ergibt sich aus den zugrunde liegenden Prozessen: Einerseits fallen bei der
                                                                                       Kreditvergabe weniger Transaktionen an, andererseits spielt die menschliche
                                                                                       Entscheidung eine größere Rolle. Kreditentscheidungen sind außerdem strenger
                                                                                       reglementiert und weniger zu automatisieren.

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