Ratio der Studie:
Jedes Jahr sterben in Europa mehr als 1.2 Millionen Menschen an Krebs. Das bedeutet, dass auch in diesem Jahr eine Stadt in der Größe von München oder Prag dem Krebs erliegt. Aufgrund der Geriatrisierung unserer Bevölkerung werden wir die Anzahl der Krebspatienten innerhalb der nächsten 20 Jahre verdoppeln. Wir können somit davon ausgehen, dass 30% der Menschen in Europa im Laufe ihres Lebens an Krebs erkranken. Obwohl die Onkologen seit über 50 Jahren Chemotherapien applizieren, hat man sich bisher nur ansatzweise die Frage gestellt, was die Indikationsstellung Krebs für die Patienten bedeutet, obwohl auch im Jahre 2006 die Hälfte aller Erkrankten ihrem Leiden erliegen werden. Aus diesem Grunde hat sich das Health Care Competence Center (HC3) in Zürich im Zusammenspiel mit der European Health Care Foundation Zürich (EUHCF), den Universitäten in Basel, Berlin, München und St. Galen, einigen niedergelassenen Hämato-Onkologen, der Schweizerischen Krebsstiftung, der Felix-Burda Stiftung und mamazone ‑ Frauen gegen Brustkrebs e.V. ‑ dieser Fragestellung angenommen.
Durchführung:
Die Fragebögen wurden unter der Leitung von Dr. Fred Harms (HC3) in Zusammenarbeit mit mamazone ‑ Frauen gegen Brustkrebs e.V. ‑ ausgearbeitet und an die Patienten verschickt. Somit wurden innerhalb von 15 Monaten mehrere hundert Patienten mit soliden Karzinomen mit den Schwerpunkten Brust- und Darmkrebs in die Untersuchung eingebracht. Von diesen Patienten sind bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt 680 ausgewertet.
Ergebnis (punktuell):
Auf Grund der Untersuchung lassen sich Kommunikationskonzepte für Krebs-Patienten aus der Sicht chronisch kranker Menschen erarbeiten. Von Interesse sind daher folgende Fragen:
1. Wo informieren sich Patienten mit einem Krebsleiden?
2. Wie wird die subjektive Wertigkeit der Informationen von Seiten der Patienten empfunden?
Was die Frage 1 betrifft, so ist vor allem der Onkologe der entscheidende Multiplikator zum „Management“ einer Krebserkrankung. Unabhängig von der ärztlichen Kompetenz sind allerdings die klassischen Medien (Bücher u. Zeitschriften; Print) hoch relevante „Ansprechpartner“ einer weitergehenden Informationsvermittlung für diese Patienten.
Wie relevant Print ist, zeigt die Frage 2. In Anlehnung an ein sensitivitätsgesteuertes Befragungspanel waren mehr als 60% der Krebspatienten der Meinung mit der Informationsvermittlung durch Print sehr gut bzw. gut zufrieden zu sein.
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Keine Kommunikationsobjekte vorhanden.




