Swisscanto Investment Update Dezember 2011
Zürich, 1. Dezember 2011
Trotz tiefen Bewertungen nur leichte Übergewichtung von Aktien
Das ungelöste Problem der Staatsschulden in mehreren Ländern ist auch gegen Ende des Jahres eine Belastung für die Finanzmärkte. Deshalb ist gegenüber Staatsanleihen Zurückhaltung und gegenüber Aktien eine leicht positive Haltung angesagt.
Ungewissheit ist schlecht für die Finanzmärkte, und im Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise gibt es leider mehr Ungewissheiten, als den Märkten lieb sein kann. Die Meinungsdifferenzen zwischen Deutschland und anderen Ländern bezüglich Eurobonds tragen genauso zur schlechten Stimmung bei wie das Fehlen glaubwürdiger Sparmaßnahmen in Italien oder das Scheitern des Spezialkomitees im US-Kongress, sich auf einen gemeinsamen Plan zur Schuldenreduktion zu einigen.
Noch größerer Anlagenotstand
Weil tragfähige Lösungen nach wie vor nicht in Sicht sind, ist es an den Anleihenmärkten zu einer Ausweitung der Zinsaufschläge auf den Titeln von Ländern der europäischen Peripherie gekommen. An den Märkten gibt es zudem Befürchtungen, dass auch die Kreditwürdigkeit Deutschlands unter der teilweisen Schuldensozialisierung innerhalb der Währungsunion leiden könnte. Für Anleger mit geringer Risikobereitschaft hat sich der Anlagenotstand somit noch verschärft. Die schlechte Stimmung drückt zunehmend auf die Realwirtschaft durch. Das nach unserer Einschätzung wahrscheinlichste Szenario ist eine Rezession in Europa. In den USA und der übrigen Welt hingegen dürfte sich der leichte Wirtschaftsaufschwung fortsetzen. [...]
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