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Trendwende am Zertifikatemarkt?

Deutscher Derivate Verband DDV
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Markt wächst im Januar preisbereinigt um 2,6%

Das Marktvolumen der Zertifikate ist im Januar 2009 im Vergleich zum Vormonat leicht gestiegen. Das zeigen die jüngsten Daten, die von der EDG im Auftrag des Deutschen Derivate Verbands (DDV) monatlich bei fünfzehn Banken erhoben werden. Das investierte Volumen dieser Banken wuchs um 0,3% und damit um 211 Mio. Euro auf 68,4 Mrd. Euro. Preisbereinigt stieg der Open Interest sogar um 2,6%.

Rechnet man die Zahlen, die bei den 15 teilnehmenden Banken erhoben worden sind, auf alle Emittenten hoch, so beläuft sich das Gesamtvolumen des deutschen Zertifikatemarkts Ende Januar auf 80,5 Mrd. Euro.

Bei den Anlageprodukten konnten Zertifikate mit Renten als Basiswert im Januar weiter hinzugewinnen. Sie stiegen um 8,4% bzw. 1,3 Mrd. Euro auf insgesamt 16,3 Mrd. Euro. Damit entfielen 24,1%, also fast ein Viertel, des gesamten Anlagevolumens auf Rentenzertifikate.

Im Gegenzug ging das Marktvolumen der Aktienzertifikate weiter zurück. Anlagezertifikate mit Aktien als Basiswert verloren im Januar 2,1% bzw. 1,0 Mrd. Euro. Mit einem Gesamtanteil von 70,1% am Open Interest der Anlageprodukte waren sie jedoch weiterhin die dominierende Anlageklasse.

Das Marktvolumen der Zertifikate mit Währungen und Rohstoffen als Basiswert erhöhte sich um 5,2 % auf 926 Mio. Euro. Dies ist nicht zuletzt auf die gestiegenen Preise für Edelmetalle und damit auf höhere Zertifikatekurse zurück zu führen. Mit einem Anteil von 1,4% am Gesamtvolumen spielt die Anlageklasse der Währungen und Rohstoffe jedoch für die Gesamtentwicklung nur eine geringe Rolle.

Garantiezertifikate, zu denen nach dem bisherigen DDV-Schlüssel auch strukturierte Anleihen zählen, blieben auch im Januar die dominierende Produktkategorie bei den Anlagezertifikaten. Ihr Open Interest nahm mit 4,5% bzw. 1,6 Mrd. Euro zu, wodurch sich ihr Anteil am gesamten investierten Volumen weiter auf nunmehr 55,6% erhöhte.

Ebenfalls gestiegen ist das Volumen von Discountzertifikaten. Nachdem im Vormonat viele Produkte ausgelaufen waren, konnte man im Januar mit 2,2% bzw. 149 Mio. Euro einen signifikanten Anstieg des Open Interest beobachten. Discountzertifikate bildeten mit einem Anteil von 10,1% die drittgrößte Produktkategorie bei Anlagezertifikaten.

Platz zwei belegten nach wie vor mit 13,8% die Expresszertifikate. Allerdings ging ihr Open Interest nicht zuletzt aufgrund von Kursverlusten im Januar um 5,0% bzw. 495 Mio. Euro zurück.

Das Volumen von Outperformance- und Sprint-Zertifikaten fiel vergleichsweise am stärksten. In dieser Kategorie waren auch die deutlichsten Preiseffekte zu beobachten. Dies erklärt auch im Wesentlichen den Rückgang um 15,4% bzw. 33 Mio. Euro. Da die Outperformance- und Sprint-Zertifikate am Gesamtvolumen nur einen Anteil von 0,3% haben, wirkte sich dieser Rückgang auf das Gesamtvolumen nur unwesentlich aus.

Einen größeren Einfluss hatte die Entwicklung bei den Bonus- und Teilschutz- Zertifikaten, die mit 8,9% die viertgrößte Kategorie stellten. Wie schon in den Vormonaten ging ihr ausstehendes Volumen im Januar zurück, und verringerte sich um 8,5% auf 6,0 Mrd. Euro. Das Marktvolumen der Anlagezertifikate erhöhte sich im Januar insgesamt um 0,3% bzw. 225 Mio. Euro.

Anders sah das Bild bei den Hebelprodukten aus. Aufgrund negativer Preiseffekte ging der Open Interest um 1,6% auf 792 Mio. Euro zurück. Dabei fielen die Preiseffekte bei Hebelpapieren mit Aktien als Basiswert am deutlichsten ins Gewicht. Das Volumen dieser Aktienprodukte sank im Januar weiter um 8,4% bzw. 47 Mio. Euro. Allerdings wuchs ihr Open Interest preisbereinigt deutlich um 10,5%. Der Anteil der Aktienprodukte am Gesamtvolumen der Hebelprodukte nahm leicht ab und lag im Januar bei 65,1%.

Ebenfalls zurück ging der Open Interest der Rentenprodukte. Mit 26,2% bzw. 3 Mio. Euro verringerte sich das Marktvolumen um mehr als ein Viertel. Dies fiel mit Blick auf das Gesamtvolumen der Hebelprodukte aber nicht stark ins Gewicht, da diese mit 1,1% nur einen kleinen Anteil des gesamten Open Interest der Hebelpapiere ausmachen.

Die Aufteilung des Gesamtmarktes nach Anlagezertifikaten und Hebelprodukten blieb im Januar unverändert. Während auf die Anlagezertifikate 98,8% des Gesamtmarktes entfielen, hatten die Hebelprodukte nur einen Marktanteil von 1,2%.

Weiterführende Informationen zum Deutschen Derivate Verband (DDV), graphische Übersichten zu den einzelnen Anlageklassen und Informationen zur Erhebungs-, Prüf- und Auswertungsmethodik finden Sie im downloadbaren PDF.

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  • Deutscher Derivate Verband DDV
    Deutscher Derivate Verband DDV

    Der Deutsche Derivate Verband ist ein Interessenverband von 18 führenden Emittenten derivativer Wertpapiere mit Sitz in Frankfurt am Main. Weitere Büros werden in Berlin und Brüssel unterhalten, um die Arbeit auf europäischer Ebene zu unterstützen und voranzutreiben. Der Verband ist der grö