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    23.1.2015
    Unsolide Vorschläge der Vermittler und Finanzhäuser für Investoren und Bauherren
    In den letzten drei Jahrzehnten hat sich rund eine Million Bundesbürger eine faktische Schrottimmobilie als Investment, vor allem zur Altersvorsorge verkaufen lassen. Die wenigsten sind tatsächlich ein Fall für die Abrissbirne oder den Sprengmeister, weil marode und unvermietbar. Die Regel sind hingegen Wohnungen auf Sozialbauniveau zu oft mehr als zweifach überteuerten Preisen, für die unrealistische Traummieten in Aussicht gestellt wurden. Das Risiko einer Fehlentscheidung ist deshalb besonders hoch, weil man durchschnittlich allenfalls einmal im Leben eine Immobilie kauft. Beim Gebrauchtwagenkauf läßt sich fast jeder Käufer durch einen Fachmann oder erfahrenen Freund begleiten – bei Immobilienkäufen ist die Hilfe von Experten wohl eher die Ausnahme.   Eigenkapital-Falle: Der Preis von Immobilien hängt ganz wesentlich von der Entwicklung des örtlichen Arbeitsmarktes ab. Hinzu kommt die sogenannte Blasenbildung, etwa durch irrational hohe Nachfrage oder manipulierte Preise. Es ist daher eine solide Regel, stets nicht weniger als rund 50% des Kaufpreises als Eigenkapital zur Verfügung zu haben. Aus der Sicht eines soliden Kreditgebers würden bei einer Zwangsversteigerung zumindest rund ein Drittel an Wert eingebüßt werden, sei es weil es in einem ersten Versteigerungstermin ein Mindestgebot von 70% des sachverständig ermittelten Wertes gibt, und in einem zweiten Versteigerungstermin das Mindestgebot nur noch bei 50% liegt. Dazu kommen noch die Kosten der Verwertung, des Inkasso und die Rückstände bei Zins und Tilgung.   Festzins-Falle: Versicherungen und Banken rechnen gerne mit festen Zinseinnahmen. Daher ist es eine beliebte Falle, dem Investor einen Festkredit – tilgungsfrei mit Endfälligkeit der gesamten Summe – zu vermitteln. Die Tilgung soll dann durch Spekulation mit Aktien oder unsicheren Staatspapieren oder mit Lebensversicherungen später ermöglicht werden. Fast immer haben dann Finanzhäuser und Vermittler dem Kunden eine sagenhafte Vermögensmehrung vorgerechnet – allenfalls im Kleingedruckten wird dann darauf hingewiesen, daß es sich um pure Hoffnungen handelt. Am Ende bleiben beim Auslaufen von Krediten vor allem Rentner auf Restschulden sitzen, welche ihnen dann ein Leben nur noch unterhalb des Existenzminimums beschert – und die Zwangsverwertung der Immobilie rückblickend als von Anfang an absehbar erkennen lässt. Nicht selten zeigt eine versicherungs-/finanzmathematische Begutachtung, dass bei der zur Tilgung verwendeten Lebensversicherung Nachforderungen möglich sind oder im Übrigen das Finanzierungsmodell im Ganzen unrealistisch war, mit teils eklatanten Rechenfehlern und für den Fachmann offensichtlichen Weglassungen.   Risiko-Falle: Bereits die Entscheidung sein nahezu komplettes Vermögen langfristig zu binden, ohne kurzfristig realisierbare Reserven, kann zur Zahlungsunfähigkeit führen. Ebenso wäre es riskant alles auf ein Pferd zu setzen, und durch Investition in eine Immobilie die Streuung der Investments aus dem Auge zu verlieren. Wenn ein Kapital für kleinere Investments in Immobilien angelegt werden soll, bieten sich neben ganz wenigen soliden offenen Investmentfonds vor allem einige Genossenschaften an, bei denen seit Jahrzehnten 3-5% Ausschüttung die Regel sind. Entscheidend ist die Auswahl der Vertragspartner, denn in beiden Bereichen gibt es schwarze Schafe und überforderte Manager.   Tilgungs-Falle: Vor jedem Investment, vor allem wenn diese teilweise auf Kreditbasis erfolgen, gilt es die existentiellen Risiken abzusichern. Dies betrifft beispielsweise das Risiko der Arbeitslosigkeit, einer Erkrankung oder Berufsunfähigkeit, und nicht zuletzt die eigene Haftpflicht. Niedrige Zinsen können sich als Versuchung erweisen, wenn diese nicht ausreichend lange festgeschrieben wurden, und die Tilgungshöhe zu gering ist. Die traditionelle Masche dem Kunden 1% Tilgung anzubieten bedeutete im letzte Jahrhundert die Aussicht nach 30 Jahren mit dem Abzahlen fertig zu sein – heute in der Niedrigzinsphase wird bei 1% Tilgung mit einer Abzahlung über mehr als 45 Jahren zu rechnen sein. Ohne Finanzmathematik lassen sich verschiedene Angebote zur Finanzierung kaum vergleichen, auch wenn Otto-der-Normalverbraucher meint, es genüge auf den Effektivzins zu schauen.   Gesamt-Überschussfalle: Viele Modelle rechnen gar nicht damit, dass die Immobilie tatsächlich irgendwann einmal schuldenfrei erworben ist, und dann wenigstens aus der Miete nach Kosten zwar nicht die Fahrt zum Golfplatz mit dem Golfcaddy, aber doch ein Zuschuss für die Fahrten mit dem Elektrorollstuhl zur Tagespflegestelle finanziert werden kann. Vielmehr wird die Verwertung der Immobilie mit erheblichen Gewinnen, berechnet als jährlicher Steigerungssatz auf den zweifach überteuerten Kaufpreis in Aussicht gestellt. Übersehen wird dabei, dass Immobilien sich selbst überlassen im Wert sinken, und die steuerliche Abschreibung von 2 % pro Jahr auf den Gebäudewert nicht ein reines Steuergeschenk ist, sondern einen realen Wertverlust widerspiegelt. Lediglich beim anteiligen Grundstückswert kann in guten Lagen die Hoffnung auf Wertsteigerung bestehen. Der Verkauf der Immobilie wird also fast nie das erbringen, was zur Tilgung des vollen Darlehens erforderlich wäre – der Traum vom mühelosen Gewinn durch Wertsteigerung der Immobilie endet meist in erheblichen persönlichen Restschulden bei der Bank ganz ohne künftigen Immobilienbesitz. Das ist aber sogar in vielen Fällen die bessere Lösung, als die Immobilie weiter zu behalten.   Kostenfalle: Oft rechnen die Berater vor, dass die Traummiete voll oder mit ganz geringen Verwaltungskosten für den Hausverwalter zur Bedienung der Darlehensraten genutzt werden kann. Jedoch ohne Reparaturen und Instandhaltung sowie mittelfristigem Modernisierungsaufwand wird eine Immobilie rasch an Wert verlieren. In den Berechnungen wird fast immer vergessen, dass solche Kosten zur Gewährleistung einer Vermietbarkeit stets notwendig sind, und daher für die Darlehensraten ausfallen. „Sparsamkeit“ an dieser Stelle drückt sich dann darin aus, dass die Wohnung nur noch schwer und mit erheblichen Abstrichen vermietbar ist, mit zunehmenden Leerständen und der Chance, auf Mieter zu treffen, die nichts anderes mehr finden. Mit etwas Glück kann man dann Erfahrungen mit Mietnomaden sammeln, die wegen angeblicher oder tatsächlicher Mängel erst einmal gar keine Miete mehr zahlen. Glücklich ist dann, wessen Mieter nach einigen Monaten wieder auszieht und nur einen Mietrückstand zurücklässt. Nicht selten entstehen aber auch Kosten für Räumungsklage und Durchführung der Räumung einer oft völlig zugemüllten Wohnung – gelegentlich wurden auch schon Armaturen, Türgriffe, Schlösser und Heizkörper sowie Kupferleitungen der Heizungs- und Wasserinstallation demontiert und auf dem Flohmarkt oder beim Altmetallhändler verkauft, und mit dem Holz der Zimmertüren auf dem Wohnzimmerteppich das Essen zubereitet, nachdem die Stadtwerke den Strom abgestellt hatten. Nicht erst solche Zufälle bringen das Finanzierungsmodell absehbar zum Einsturz.   Fristen-Falle: Folgegeschäft können Finanzdienstleister für sich von Anfang an vorsehen, indem etwa eine Lebensversicherung mit 12 Jahren Ansparzeit mit einem Darlehen kombiniert wird, bei dem nach 10 Jahren die Zinsbindung ausläuft. Derartige Modelle führen dann dazu, daß die Belastung durch Zinsen sprunghaft ansteigt und freie Liquidität für Sondertilgungen nicht zur Verfügung steht.   Berater-Falle: Vielfach werden Berater der Finanzhäuser allein durch Provisionen und Bonifikationen motiviert. Selten geworden ist das Geschäftsmodell langfristiger Kundenbindung. In der Regel wird es sich als lukrativer erweisen 20.000 Euro für gute Beratung zu bezahlen, als bis zu mehr als 60.000 Euro für mehr oder weniger versteckte Provisionen, Kick-Backs und möglicherweise wucherische Überteuerung. Durch Urteile zur Beraterhaftung gewarnt, werden Beratungsfirmen heute oft als GmbH nur noch für die Vermarktung eines Objektkomplexes gegründet und anschließend liquidiert: Hier können dann oft nur noch einzelne Berater persönlich oder die finanzierende Bank in Haftung genommen werden.  
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  •  von 
    16.1.2015
    Warum Lebensversicherungen funktionieren und niemandem etwas weggenommen wird
    - Warum Lebensversicherungen kollektiv funktionieren und niemand etwas weggenommen wird -     Das neue Gesetz zur Absicherung stabiler und fairer Leistungen für Lebensversicherte (Lebensversicherungsreformgesetz - LVRG) führt zu spürbaren Leistungskürzungen bei den Versicherungskunden und soll die Risikotragfähigkeit der Versicherer stärken. Schon bisher standen den Lebensversicherern bis zu mehr als anderthalb Duzend Möglichkeiten offen, die Leistungen herab zu setzen – zu Lasten des beim Versicherer durch den Versicherungskunden gebildeten Vermögens.   Leistungen des Kollektivs: Lebensversicherungen sind keine individuelle Kapitalanlage Lebensversicherte und wer einer werden will, sollte zur Kenntnis nehmen, dass Lebensversicherungen kollektiv funktionieren. Die Beiträge gehören bis zur Zahlung ihm, danach dem Kollektiv beim Versicherer.   Was Kollektiv heißt, muss man sich klarmachen - schön wäre es, wenn die Lebensversicherten auch ein Kollektivbewusstsein entwickeln würden. Z. B. hat Lenin eines bei den Bauern entwickelt, indem er ihnen die Vorräte weggenommen hat und an die Arbeiter in Moskau und die Soldaten verteilt hat. Manche haben nicht verstanden, dass man ihnen in einem Kollektiv nichts wegnimmt, weil ihnen ja gar nichts gehört, und meinten, dem Kollektiv etwas vorenthalten zu können. Das Kollektivbewusstsein hat sich aber angereichert, indem solche ohne Kollektivbewusstsein erschossen wurden.   Streichung der Bewertungsreserven dient der Sanierung des Kollektivs Leistungskürzungen, wie der durch das LVRG nicht mehr gegebene Rechtsanspruch auf Beteiligung an den Kursgewinnen bei Rentenpapieren, führt nur zu einer Umverteilung im Kollektiv hinsichtlich künftiger Ansprüche der Versicherungsnehmer, denn wer bis zum Inkrafttreten des LVRG nicht gekündigt hatte, oder dessen Vertrag vorher auslief, hatte noch keinen werthaltigen Anspruch auf Bewertungsreserven, den er hätte verlieren können.   Es wäre eine Fehlvorstellung, zu glauben, dass der Gesetzgeber einem Lebensversicherten etwas wegnimmt. Denn keinem nimmt man etwas weg, was ihm gehören würde. Das sagt auch der Finanzausschuss ganz klar: "Die öffentliche Anhörung habe deutlich gezeigt, dass es nicht der Fall sei, dass den Versicherten durch die im Gesetzentwurf vorgesehenen Maßnahmen etwas weggenommen werde. Vielmehr seien Lebensversicherungen Kollektivangelegenheiten, und es gehe darum, dieses Kollektiv zu schützen. Das habe auch etwas mit Solidarität zu tun."   Versicherungsvertrieb häufig ohne Aufklärung über den Kollektivgedanken Das Kollektivbewusstsein unter den Lebensversicherten wird sich von selbst verbessern, wenn diejenigen, denen Solidarität im Kollektiv nicht passt, entweder keine Lebensversicherung abschließen oder kündigen. Man kann aber auch für den Kollektivgedanken werben und das Kollektivbewusstsein stärken. Denn es hat ja auch seine Vorteile, wenn keinem etwas und allen gemeinsam alles gehört. Dem Versicherungsvertrieb ist aber vielfach nicht klar, daß unzureichend aufgeklärte Kunden später Rückabwicklung verlangen oder kündigen. Wenn heute schon bis zu mehr als drei von vier langlaufenden Lebensversicherungen vorzeitig gekündigt werden, bekommt die Branche einen unnötig schlechten Ruf, wenn dies auf fehlerhafter Beratung über die angebliche quasi individuelle Kapitalanlage in einer Lebens- oder Rentenversicherung beruht. Denn die eigentliche Stärke der Lebensversicherung beruht eben auch darin, dass die Kapitalanlage kollektiv bis zu generationenübergreifend erfolgt – diese Vorteile lassen sich einem durchschnittlichen Kunden durchaus vermitteln.   Niedrigzinsphase und künftige Steuerpflicht nicht von Lebensversicherern verursacht Die Niedrigzinsphase soll auf Jahrzehnte dauerhaft bleiben - sie begann mit Ankündigung der Einführung des Euro. Es ist seit Jahren zu beobachten, daß bei Kündigung und manchmal auch noch bei regulärem Vertragsablauf zunehmend häufiger die Prämieneinzahlungen höher waren, als die Leistungen des Lebensversicherers. Die scheinbare Mühelosigkeit für den Kunden hat ihren Preis, indem je Versicherer höchst unterschiedlich hohe Abschluß-, Risiko- und Verwaltungskosten anfallen. Künftig soll auch die Auszahlung der Lebensversicherung nach einem Verkauf bei Eintritt des Versicherungsfalls nicht mehr steuerfrei sein. Bei Kündigung erfolgt regelmäßig ein Stornoabzug, als ausdrücklicher Ausgleich, weil der Kündiger das verbleibende Kollektiv schädigt und es durch den Stornoabzug schadlos stellen soll. Diesen hat bei vielen Verträgen zwar der BGH untersagt – doch darüber sind sich die meisten Versicherungsmathematiker einig: Dabei handelt es sich um „Urteile gegen das Kollektiv“. Wenn die Prämienzahlungen höher liegen als die Auszahlung, hilft zur Beurteilung der Wertsteigerung der Vergleich mit anderen kapitalgedeckten Anlageformen. Dort kann man Verluste realisieren und trägt dieses Risiko selbst – in der Lebensversicherung aber erhält man Garantien, selbst wenn diese nur auf die eingezahlten Beiträge gehen. Dafür darf man aber auch nicht erwarten, voll an Wertsteigerungen teilzunehmen – es findet nun einmal auch hier bei der Kapitalanlage ein Ausgleich im Kollektiv über Generationen und Jahrzehnte hinweg statt. Soweit die Realverzinsung durch vielleicht nur gefühlte Inflation oder Deflation beeinflußt ist, liegt diese nicht in der Hand der Lebensversicherer. Über offene und versteckte Kosten aufzuklären, ist indes eine Aufgabe des Vermittlers, der dies nach dem LVRG nun auch zu dokumentieren hat. Wer das meiste aus seiner Lebensversicherung herausholen will, muss wissen, dass er damit gegen das Kollektiv spekuliert. Dies kann von Seiten des Versicherers nicht gefördert werden – nicht umsonst bewahren sich Lebensversicherer daher eine gewisse Intransparenz. Mit Hilfe von versicherungsmathematischen Sachverständigen kann man zwar hoffen, seinen eigenen Vorteil zu Lasten des Kollektivs zu optimieren – vorzuziehen ist aber stets die Einsicht, dass in einem Kollektiv Solidarität die richtige Verhaltensweise ist.     
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  • Wir leben in einem Zeitalter des spannenden paradigmatischens Wandels, d.h. eines Wandels, der unser Weltbild bzw. unser Denken und unsere Lösungsmuster fundamental verändern wird. Wenn Heraklit noch alles im Fluß sah, dann wandeln sich jetzt sogar die Flussbette bzw. der Rahmen des Fließens.
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  •  von 
    2.1.2015
    Als Beitrag zum Zukunftsprojekt „Industrie 4.0“ der Bundesregierung entwickelt das Fraunhofer-IAO mit Partnern vorausschauende Strategien und smarte Assistenten für die flexible Produktionsarbeit der Zukunft.  Das Forschungsprojekt »KapaflexCy« stellt den Menschen in den Mittelpunkt der Industrie-4.0-Betrachtungen und löst die übliche „pauschale“ Personalflexibilität ab. Statt einer zeitaufwändigen mündlichen Planung, könnten sich die Mitarbeiter zukünftig über Smartphones untereinander abstimmen und auf Einsatzanfragen des Schichtleiters in Echtzeit reagieren.  
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  • Wie sich Kandidaten auf ein Management Audit optimal vorbereiten können
    Management Audit Vorbereitung - aus Sicht von Kandidaten Ein Management Audit (https://heiden-associates.com/management-audit/) kommt auf Sie zu, vielleicht das erste in Ihrer beruflichen Laufbahn. Die Frage, die sich die meisten Kandidaten in dieem Zusammenhang stellen ist, ob eine Vorbereitung möglich ist? Wenn ja, wie gestaltet sich diese und warum wird ein Management Audit überhaupt durchgeführt? Dieser Beitrag gibt aus Sicht von Managern, die erfolgreich ein Management Audit absolviert haben, anderen Führungskräften wichtige Hinweise und Empfehlungen. Ein Management Audit bedeutet in den meisten Fällen, dass Ihre Eignung für Ihre jetzigen oder zukünftigen Aufgaben von einer externen Instanz (zum Beispiel von darauf spezialisierten Beratern wie Egon Zehnder, Kienbaum oder heiden associates) evaluiert werden soll. Anlass sind etwa Merger (M&A), strategische Neuausrichtungen, eine geplante Umstrukturierung oder es stehen mehrere interne und/oder externe Kandidaten für eine Position zur Auswahl. Selbst gestandene Führungskräfte, die sich über Jahrzehnte bewiesen haben, blicken einem Management Audit oft mit gemischten Gefühlen entgegen. Nervosität und Unsicherheit sind keine Seltenheit. Das manager magazin fasst den Gefühlsmix mit den Worten "Hilfe, die Prüfer kommen (http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/a-448713.html)" zusammen. Typische Fragen aus Sicht eines Kandidaten sind also: Was kommt auf mich zu? Wie bereite ich mich am besten darauf vor? Elemente eines Management Audits Das Management Audit von heiden associates besteht aus einem mehrstündigen Interview mit zwei Beratern, Referenzen sowie einem Persönlichkeitsprofil. So erhalten die Berater ein umfassendes Bild von Ihnen. Besonderes Augenmerk legt heiden associates dabei auf den Teamfit, d.h. wie die betrachtete einzelne Führungskraft als Teil des Teams agiert. Mehr zu unserem Management Audit-Prozess (https://heiden-associates.com/management-audit/) heiden associates setzt das Extended DISC-Persönlichkeitsprofil ein. Neben einer äußerst facettenreichen Beschreibung der Persönlichkeit hat dieser den großen Vorteil, dass es praktisch nicht manipuliert werden kann. Mehr zum Extended DISC (https://heiden-associates.com/disc-persoenlichkeitstest/) Vorbereitung auf ein Management Audit - Ja oder Nein? Karl Franzen (Name v.d. Redaktion geändert), Geschäftsführer eines Fahrzeugherstellers , rät zukünftigen Audit-Kandidaten: „Ganz locker reinzugehen in das Thema. Das haben wir auch unseren Mitarbeitern gesagt. Nicht groß vorbereiten, man kann sich nicht vorbereiten. Man kann die Ergebnisse - wenn überhaupt - dadurch nur verfälschen. Nachdem es ja kein richtig und falsch im Management Audit und speziell im DISC-Profil gibt, sollte man einfach authentisch reingehen.” Den Beratern eine Rolle vorzuspielen, ist in der Regel ein aussichtsloses Unterfangen, da es selbst erfahrenen Managern schwerfällt, über mehrere Stunden eine Rolle authentisch darzustellen. Eine Management Audit Vorbereitung hat aber positive Effekte für die Person: Unterziehen Sie sich selbst einem kleinen Assessment und werfen einen eingehenden Blick auf Ihren bisherigen Werdegang und erfolgskritische Situationen, die Sie im Laufe Ihrer Karriere gemeistert haben. Bestimmte Episoden lassen sich so im Gespräch mit den Beratern während des Audits leichter abrufen und souveräner bzw. klarer beschreiben. Eine sorgfältige Management Audit Vorbereitung hilft Ihnen, deutlich gelassener in ein Management Audit zu gehen. So können Sie sich von Ihrer „besten“ Seite präsentieren. Die richtige Management Audit Vorbereitung in 3 Schritten 1. Kennen Sie sich selbst Ihr Werdegang: Welche Stationen haben Sie auf dem Weg zu Ihrer jetzigen Position durchlaufen? Wie haben Ihre Erfahrungen Sie geprägt? Welche besonderen Stärken ergeben sich daraus? Ihre Persönlichkeit: Was sind Ihre Stärken und Schwächen? Seien Sie ehrlich zu sich selbst und üben Sie, sich authentisch und positiv zu präsentieren. Fragen Sie Ihr berufliches und auch privates Umfeld, wie Sie wahrgenommen werden. Erfolgskritische Situationen: Welche schwierigen Entscheidungen haben Sie treffen müssen und vor welchen Herausforderungen standen Sie? Wie haben Sie reagiert und zu welchem Ergebnis hat ihre Reaktion geführt? Was haben Sie daraus - im Positiven wie Negativen - gelernt?   2. Seien Sie souverän im Umgang mit Ihren Emotionen Stellen Sie sich darauf ein, dass Ihre Vergangenheit gründlich hinterfragt wird - angefangen bei Ihrer Kindheit. Das weckt nicht nur positive Emotionen. Besonders negative Gefühle aktivieren das limbische System Ihres Gehirns, was einen direkten Einfluss auf Ihre kognitive Leistungsfähigkeit hat. Sie schalten dann tendenziell eher auf "Autopilot" und es fällt Ihnen schwerer, reflektiert und strukturiert zu denken. Keine guten Voraussetzungen für eine positive Außenwirkung. Verfallen Sie nicht dem Irrglauben, negative Emotionen könnten einfach unterdrückt werden. Dies funktioniert nicht oder wirkt im schlimmsten Fall sogar kontraproduktiv. Lernen Sie stattdessen Techniken zur Emotionsregulation, wie Labeling und Reappraisal . Labeling ist das genaue Benennen von Emotionen. Anstatt aufkommende Emotionen zu unterdrücken, wird also bewusst mit ihnen umgegangen. Dies führt nachweislich dazu, dass man sich weniger in Emotionen „verrennt“ und sie leichter durch neue Emotionen ersetzen kann. 1) Reappraisal ist das Neubewerten eines emotionalen Stimulus mit dem Ziel, die emotionale Reaktion zu verändern. D.h. in der Praxis, das Positive in zunächst negativ bewerteten Situationen, Gedanken und Ereignissen zu finden. 2) Für eine praxisbezogene Einführung lesen Sie etwa Abschnitt 2 in David Rocks empfehlenswertem Buch "Your Brain at Work" (Link zum Buch) (http://www.amazon.de/Your-Brain-Work-Strategies-Distraction/dp/0061771295/ref=tmm_hrd_title_0?ie=UTF8&qid=1418381990&sr=8-1). 3. Bewerten Sie das Management Audit positiv Der Management Audit-Kandidat Carsten Molis, zur Zeit des Audits* alleiniger Geschäftsführer der MOLIS Engineering GmbH mit über 500 festangestellten Mitarbeitern und Niederlassungen in Hamburg und München, zu seinen Benefits des Audits: „Es ist klasse, von außen so viele Impulse zu bekommen. Die Selbstreflektion wird ordentlich angeregt, man lernt sich dabei selbst einfach besser kennen, was dazu führt Dinge noch besser zu machen und Sinnloses zu vermeiden. Man wird klarer, effektiver und irgendwie letztendlich dabei auch noch etwas glücklicher.“ Zum Nutzen des Management Audits für Unternehmen sagt er: „Der Nutzen ist gar nicht groß genug zu bewerten. Neben der positiven Reflektion ist die Funktion für die Interaktion zwischen den einzelnen Playern im Führungsteam extrem positiv. Man versteht seine Kollegen insgesamt viel besser und innerhalb des Teams können Kernkompetenzen so viel effektiver genutzt werden. Außerdem können negative Reibungen abgebaut werden, weil es hilft Missverständnisse zu vermeiden.“ Ein von externen Beratern durchgeführtes Management Audit ist ein objektives, unvoreingenommenes Feedback. Sie erhalten eine objektive Einschätzung zu Ihren Stärken, Defiziten und Potenzialen, wie Sie sie aus internen Quellen kaum bis nie bekommen. Eine objektive Beurteilung ist ein starkes Fundament für Ihre weitere Entwicklung. Ein Management Audit ist eine erhebliche Investition für ein Unternehmen. Dass ein Audit auf Sie zukommt, bedeutet in der Regel: Sie haben einen hohen Wert für Ihr Unternehmen und besetzen eine entscheidende Position.   1) Lieberman et al. (2007). Putting Feelings Into Words - Affect Labeling Disrupts Amygdala Activity in Response to Affective Stimuli. Psychological Science, Mai 2007, Vol. 18, Nr. 5. (http://pss.sagepub.com/content/18/5/421.short) 2) Ochsner, Bunge, Gross & Gabrieli (2002). Rethinking Feelings: An fMRI Study of the Cognitive Regulation of Emotion. Journal of Cognitive Science, November 2002, Vol. 14, Nr. 8. (http://www.mitpressjournals.org/doi/abs/10.1162/089892902760807212#.VImzJaSUdaY) * Das Management Audit wurde im Rahmen eines strategischen Management Assessments zur Potentialanalyse der Führungsebene einer zukünftigen Holdingstruktur im Rahmen der Zusammenführung von ca. 12 Unternehmen zu einem der größten deutschen Personaldienstleister durchgeführt.
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  •  von 
    9.6.2015 bis 11.6.2015
      KongressMesse22. Aachener ERP-Tage
    Industrie 4.0 - Digital veredelte Auftragsabwicklung
    Die Aachener ERP-Tage sind eine traditionelle, überregionale Veranstaltung, in der es um weit mehr als nur ERP-Systeme geht. Praxistag, Fachtagung und das Ausstellerforum dienen der Diskussion und Beantwortung wichtiger Fragestellungen sowie der Vorstellung von Best Practices. Die Veranstaltungsbausteine der ERP-Tage sind wie folgt: Vorgelagerter Praxistag:   09. Juni Im Rahmen des Praxistags haben Sie die Wahl zwischen zwei interaktiven Tagesworkshops: A) Stammdatenmanagement B) ERP-Management Fachtagung:  10. - 11. Juni Die Fachtagung der ERP-Tage schafft Einblicke in neue Trends rund um die Themen der Produktionsplanung und -steuerung sowie der überbetrieblichen Logistik unter dem Fokus Industrie 4.0. Strang 1) Fokus Industrie 4.0 Strang 2) ERP in der Praxis Ausstellerforum:  10. - 11. Juni Im Ausstellerforum finden Sie themenspezifische IT-Lösungen (ERP, PPS, SCM, MES, etc.) analog zu den Themen der Fachtagung. Erkennen Sie durch die Verknüpfung von Theorie und Praxis Potenziale für Ihr Unternehmen Alle weiteren informationen finden Sie unter www.erp-tage.de (http://www.erp-tage.de)
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  • Why the "L" is often forgotten in Product Lifecycle Management
    Optimization and operational design of production are state-of-the-art. In spite of that, engineering in the Product Development Process (PDP) was excluded from optimization due to its complexity for a long time. Even with the discussion on Product Lifecycle Management (PLM) this has only slightly changed. Within the current debate PLM is often limited to an IT topic. Effects that arise in the operational use of information being generated within the PDP - hereafter referred to as Lifecycle Effects - are mostly dismissed as non-existent. Often it is expected from PLM, that all negative perceived consequences of these effects should be reversed just by installing a software. However, Lifecycle Effects are intrinsic elements of the PDP. Their penetration, understanding and proper handling are a necessary prerequisite for successful engineering. Lifecycle Effects appear by pattern in Lifecycle Maps of the Do(PLM)Con Method. If such a pattern is found, an appropriate organizational solution for this could be designed and implemented with support by a PLM-System.
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  •   Video
     von 
    2.1.2015
    www.zvezdasneba.com (http://www.zvezdasneba.com) The high point of the MIT Aeronautics and Astronautics Department's 2014 Centennial celebration is the October 22-24 Centennial Symposium...
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  •  von 
    2.1.2015
    Wirtschaftsprofessor Hartmut Hirsch-Kreinsen glaubt, dass die Industrie 4.0 nicht nur technische Fragen umfasst, sondern vor allem auch eine umfassende Neuordnung der Arbeitswelt erfordert ...
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    Antworten
  •  von 
    2.1.2015
    Das Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO hat im Auftrag der Ingenics AG die Auswirkungen von Automatisierung und Digitalisierung auf industrielle Produktionsabläufe untersucht.
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    Antworten
current time: 2015-01-27 09:35:49 live
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