Abschied von der Insel
Die Informationslandschaft vieler Unternehmen gleicht einer Inselgruppe in der Südsee: Da gibt es die großen Inseln, auf denen die wichtigsten öffentlichen Einrichtungen wie Behörden und Verwaltungen angesiedelt sind ‑ vergleichbar den Warenwirtschaftssystemen oder Datenbanken. Rundherum liegen viele kleine und kleinste Inseln mit Hotelanlagen, Sporteinrichtungen oder dem Flughafen ‑ den zahlreichen Fachanwendungen in den einzelnen Abteilungen entsprechend.
Doch während es in der Südsee zumeist einen Fährverkehr für den Austausch von Personen, Waren oder Informationen gibt, so liegen die IT-Inseln in den Unternehmen oft isoliert da: Die Daten aus der Lösung für die Abwicklung von Marketingkampagnen zum Beispiel lassen sich nicht mit Informationen aus den Finanzmanagement-Systemen zusammenführen. So können die Unternehmen zwar einfache Reports etwa zur Zahl der durchgeführten Kampagnen erstellen ‑welche Folgen diese Aktionen jedoch für die Umsatzentwicklung, den Lagerbestand oder die personelle Auslastung der Marketingabteilung haben, erfahren sie nicht. Damit entstehen „Reporting-Inseln“, die nützliche Informationen zu einer eng gefassten Aufgabe liefern ‑ mehr jedoch nicht: Sie schaffen jedoch kein unternehmensweites, konsistentes Bild vom Unternehmen; sie sind nicht in der Lage, versteckte Ursache-Wirkungs-Beziehungen innerhalb der Geschäftsprozesse deutlich zu machen.
Ein solches Wissen ist jedoch Voraussetzung für strategische Entscheidungen: Nur wer weiss, wo bislang nicht genutzte Marktchancen liegen, wie es um die eigene Leistungsfähigkeit bestellt ist, wo die Wertschöpfung gesteigert werden kann und wo es Schwachstellen in der Organisation gibt, kann erfolgreiche Strategien entwickeln und umsetzen.
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