Die Anwendung geeigneter Verfahren zur Wissensentdeckung in großen Datenbeständen wird als Data Mining bezeichnet und ist der Kern eines Prozesses, der in der Literatur als "Knowledge Discovery in Databases" (KDD) beschrieben wird. Wie es für ein so junges Gebiet wie dem Data Mining nicht überraschend ist, herrscht unter den Wissenschaftlern und Technikern keineswegs Einigkeit darüber, welche Techniken und Wissensbereiche ihm überhaupt zuzuordnen sind. Auch die verwendeten Begriffe werden oft uneinheitlich oder ungenau verwendet. Diese Seminararbeit gibt einen Überblick über das heterogene Gebiet Data Mining. Dabei wird in dieser Arbeit folgendermaßen vorgegangen: In Kapitel 1 werden die grundlegenden Begriffe eingeführt. Außerdem werden die Anforderungen an Systeme, die Data Mining umsetzen, beschrieben sowie die Grenzen solcher Systeme aufgezeigt. Abschließend wird im ersten Kapitel die Wichtigkeit einer soliden Datenbasis für Data Mining verdeutlicht und die Einsatzmöglichkeiten solcher Systeme aufgezählt. Kapitel 2 ist den unterschiedlichen Verfahren im Rahmen des Data Mining gewidmet. Dazu wird zuerst eine Abgrenzung zu verwandten Gebieten durchgeführt, um dann die unterschiedlichen Ansätze des maschinellen Lernens zu erörtern. Es werden nicht nur Verfahren vorgestellt, die dem überwachten bzw. unüberwachtem Lernen zuzuordnen sind, sondern auch neuere alternative Verfahren, wie neuronale Netze und Fuzzy-Systeme, die eine Brücke zwischen beiden Lernmethoden schlagen. Schließlich werden in Kapitel 3 die betrieblichen Einsatzgebiete der Data Mining Methoden im Rahmen des Kundenmanagements eingehend erörtert. Dazu zählen das Marketing als auch der Service, in dem Data Mining Methoden neue Möglichkeiten und Potenziale eröffnen.
(Autor des Abstracts: Thomas Lohre)
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