Business Intelligence und Social Media – Informationen mit Unternehmenskennzahlen verbinden, strukturieren und analysieren
Interview mit Roland HölscherLiebe Leserinnen und liebe Leser,
im B2B Bereich hat sich Social Media noch nicht etabliert. Den Anspruch an eine hohe inhaltliche Qualität und starke Wirkung bei gleichzeitigen Zielsetzungen wie Kontrolle und einfacher interner Abstimmung der Prozesse scheuen noch viele Unternehmen.
Wo sind die Entscheider? Wie nutzen meine Zielgruppen Social Web? Welche Risiken drohen? Woher kommen die notwendigen Ressourcen und Kompetenzen? Was ist der Business Case? Wie weist man Performance nach? Das sind nur einige der Fragen, die sich Unternehmen vor dem Schritt in Social Media stellen.
Anfang Februar ist unser Partner Webtrends in einem Interview bereits dem Thema nachgegangen, wie Daten aus dem Social Marketing mit Social Media Analytics richtig analysiert werden können.
In dieser Interviewrunde berichten die führenden Business Intelligence Anbieter, wie sie sich der neuen Herausforderung der riesigen user-generierten Datenflut im Social Web stellen. Es steht also nicht zur Debatte, ob und wie Unternehmen Social Media als Kommunikations-Tool nutzen sollen, sondern wie sie bewerten und analysieren können, was ihnen diese Maßnahmen bringen.
Im besten Fall kann die Lektüre dieses Roundtables bei dem ein oder anderen Leser die noch bestehenden Zweifel und oben stehenden Fragen klären. Interessant wird auch sein, ob sich im Blick auf die Analyse der Social Media Aktivitäten die Einzeldisziplinen Business Intelligence, Webmonitoring und Web Analytics verbinden müssen oder ob jeder sein eigenes Werkzeug auf den Markt bringen will und kann – und ob dies eventuelle Konsolidierungen nach sich zieht.
Sehr geehrter Herr Hölscher,
Frageblock 1: Bedeutung Social Media im B2B-Bereich
Die kürzlich veröffentlichten Facebook Userzahlen von mehr als 500 Millionen aktiven Nutzern bestätigen, dass Social Media im B2C nicht mehr wegzudenken ist. Für die Nutzung im B2B Bereich stehen für viele Unternehmen noch wichtige Fragen ungeklärt im Raum.
Wie sehen Sie als Business Intelligence Anbieter das Problem der Unternehmen? Wie gehen Sie selber mit dem Thema Social Media um?
Antwort:
Im Bereich Social Media entstehen, neben einem ungeheuren Grad an Vernetzung auch erhebliche Mengen an Daten, die, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten, auch für die Analyse zu Verfügung stehen. Allerdings ist die Datenflut hier sehr unstrukturiert und reicht von besagtem Facebook, über Netzwerke wie Xing oder LinkedIn bis zu Blogs, Foren, Portalen, Review Sites, Twitter, usw. Hier entstehen erhebliche Mengen an heterogenen und insbesondere auch flüchtigen Daten die allerdings für Zwecke des Kunden- aber auch Produktmanagements in einem Unternehmen äußerst interessant sein können. Gerade bei großen und international tätigen Unternehmen ist hier eine manuelle Analyse und Verfolgung nicht mehr möglich. Vor allem im Konsum-güterbereich, aber auch im B2B-Bereich mit Investitionsgütern und Dienstleistungen unterschiedlicher Natur entstehen durch Blogs oder Empfehlungs-plattformen schnell auch negative Feedback-Schleifen zu Produkten, die ein Unternehmen zeitnah und global erkennen sollte, um frühzeitig Gestaltungs- und Optimierungsmöglichkeiten in der Kundenkommunikation oder Vermarktungs-prozessen abzuleiten.Lesen Sie im PDF das gesamte Interview!
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