Immer mehr Prozesse werden in das Web verlagert bzw. mit Web-Technologien im Internet, Extranet oder Intranet realisiert. Auch im Bereich des Personalmanagements haben z.B. Online-Anzeigen in vielen Unternehmen die klassischen Print-Anzeigen verdrängt.
So scheint vieles dafür zu sprechen, auch personaldiagnostische Prozesse online bzw. über Web-Technologien zu realisieren. Kosteneffizienz oder eine höhere Reichweite könnten beispielsweise wesentliche Argumente für einen solchen Wandel sein.
Werden nun also Online-Verfahren langfristig die Personaldiagnostik dominieren oder beschränkt sich die Anwendung auf Recrutainment und auf die grobe Vor-Auswahl von Bewerbern?
Zur Zeit scheint es zumindest immer noch Rahmenbedingungen zu geben, die im Einzelfall gegen den breiten Einsatz von Online Assessments sprechen. Damit stellt sich also die Frage, wo Online Assessments heute schon geeignet sind und was zu tun ist, um Potenziale des Ansatzes umfassend nutzen zu können.
Wir freuen uns daher sehr, dass es uns gelungen ist, für unseren Virtuellen Roundtable die führenden Experten zu diesem Thema zu versammeln. Moderiert wird der VR von Andreas Lohff, Geschäftsführer von cut-e und Beirat in den Centern E-Recruiting und Personaldiagnostik.
Viel Spaß beim Lesen wünschen Ihnen
Andreas Lohff und Ihr NetSkill-Team!
Lesen Sie auch die Antworten der anderen Teilnehmer unseres Virtual Roundtables "Online Assessments" und erfahren Sie, wie Sie selbst mitwirken können.
Zum Virtual Roundtable "Online Assessments".
Virtual Roundtable zu Online Assessments:
Möglichkeiten und Grenzen von Online-Verfahren
Name: Ingo Glaser
Funktion/Bereich: Geschäftsführer
Organisation: GECO Systems GmbH
Kurzeinführung zum Thema
Immer mehr Prozesse werden in das Web verlagert bzw. mit Web-
Technologien im Internet, Extranet oder Intranet realisiert. Auch im Bereich des
Personalmanagements haben z.B. Online-Anzeigen in vielen Unternehmen die
klassischen Print-Anzeigen verdrängt. So scheint vieles dafür zu sprechen,
auch personaldiagnostische Prozesse online bzw. über Web-Technologien zu
realisieren. Kosteneffizienz oder eine höhere Reichweite könnten beispielswei-
se wesentliche Argumente für einen solchen Wandel sein.
Werden nun also Online-Verfahren langfristig die Personaldiagnostik dominie-
ren oder beschränkt sich die Anwendung auf Recrutainment und auf die grobe
Vor-Auswahl von Bewerbern? Zur Zeit scheint es zumindest immer noch Rah-
menbedingungen zu geben, die im Einzelfall gegen den breiten Einsatz von On-
line Assessments sprechen. Damit stellt sich also die Frage, wo Online As-
sessments heute schon geeignet sind und was zu tun ist, um Potenziale des
Ansatzes umfassend nutzen zu können.
Wir freuen uns daher sehr, dass es uns gelungen ist, für unseren Virtuellen
Roundtable die führenden Experten zu diesem Thema zu versammeln. Mode-
riert wird der VR von Andreas Lohff, Geschäftsführer von cut-e und Beirat in
den Centern E-Recruiting und Personaldiagnostik.
Viel Spaß beim Lesen wünschen Ihnen
Andreas Lohff und Ihr NetSkill-Team!
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Sehr geehrter Herr Glaser,
Frage 1: Verständnis Online Assessments, Vorteile, Anwendungsgebiete
Immer mehr Prozesse werden in das Web verlagert bzw. mit Web-Technolo-
gien im Internet, Extranet oder Intranet realisiert. So scheint es naheliegend,
dass auch Online Assessments zu einem (dominierenden?) Trend in der Per-
sonaldiagnostik werden. Umgekehrt werden Online Assessments zum Teil auf
Recrutainment im Internet reduziert, also auf eine beschränkte spielerische
Nutzung in einer sehr frühen Phase der Personal-Vorauswahl.
Wie verstehen Sie den Begriff „Online Assessment“? Wie relevant ist das The-
ma Ihrer Meinung nach? Worin bestehen Vor- und Nachteile gegenüber „klassi-
schen“ Assessments bzw. anderen Nicht-Online-Verfahren? In welchen An-
wendungsgebieten und bei welchen Unternehmen sind solche Verfahren daher
einsetzbar? Wann empfehlen sich alternative Ansätze bzw. wie ordnen sich On-
line Assessments in das Gesamt-Portfolio der Personaldiagnostik ein?
Antwort:
Personalentscheidungen werden häufig durch subjektive
Wahrnehmungen in wichtigen HR-Prozessen beeinflusst. In diesem
Kontext steht der Entscheider vor der schwierigen Aufgabe,
subjektive von „harten“ Fakten zu unterscheiden. Denn es liegt in der
Natur des Menschen, in bestimmten Situationen, wie einem Bewerbungs- oder
Fördergespräch, ein vorteilhaftes, jedoch nicht unbedingt realistisches Bild von
sich selbst zu erzeugen. Erschwerend kommt hinzu, dass es für den Entschei-
der durch Wahrnehmungen wie beispielsweise das Aussehen, das Auftreten
oder die Aussprache einer Person, schwer ist, objektiv zu sein.
Sowohl gesetzliche Vorgaben des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes
(AGG) als auch ökonomische Aspekte erfordern daher die Unterstützung Per-
sonalverantwortlicher mit objektiv ermittelten Fakten. Fakten, die ihnen zusam-
men mit ihren Erfahrungen helfen, zu objektiven und realistischen Einschätzun-
gen eines Bewerbers oder Mitarbeiters zu kommen. Bei unserem Lösungsan-
satz werden Anforderungen an Mitarbeiter oder Bewerber als „Profile Require-
ments“ definiert und die dazu erforderlichen Testinhalte danach den Kandidaten
in Form von e-Assessments ausgegeben. Profile Requirements können eine
beliebige Anzahl von Kompetenz-Vorgaben und dem jeweils geforderten Be-
herrschungsgrad enthalten. Durch die Unterstützung aller gängigen
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diagnostischen Methoden können Probanden ganzheitlich, in einem e-
Assessment, evaluiert werden.
Der Einzelne wird an einer vergleichbaren Referenzgruppe gemessen, Auswer-
tungen werden dadurch transparent und valide! Zur Vermeidung von subjekti-
ven Ergebnisinterpretationen unterstützt unsere Lösung beCertified zusätzlich
das automatisierte „Skill-Rating“. Damit erhalten unsere Kunden ein Multidiag-
nose-Instrument für eine globale und ganzheitliche Bewerber- / Mitarbeiter-
Analyse. Vor diesem Hintergrund gewinnen Online Assessments bei der Be-
werbervorauswahl und in der Personalentwicklung eine zunehmende Bedeu-
tung. Sie besitzen den Vorteil einer objektiven Evaluierung von Kenntnissen,
Fähigkeiten und Soft Skills der Mitarbeiter oder Bewerber bei gleichzeitiger
Realisierung massiver Prozesskosteneinsparungen. Online Assessments wer-
den daher auch immer stärker als begleitendes Verfahren in der Personalent-
wicklung eingesetzt. Sie ergänzen das klassiche Assessment Center als zu-
sätzliches Diagnostikinstrument bei Personalentscheidungen bis in die Ebene
des gehobenen Managements.
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Frage 2: Eigenes Wirken im Bereich Online Assessments
Wie sieht Ihr eigenes Wirken im Bereich „Online Assessments“ aus? Wer sind
Ihre typischen Kunden und was sind typischen Anwendungsgebiete, in denen
Ihre Kunden heute Online Assessments einsetzen? Welche Erfahrungen konn-
ten Ihre Kunden bisher mit diesem Lösungs-Ansatz machen?
Antwort:
Der Schwerpunkt unserer Geschäftstätigkeit liegt in der Entwicklung
und Vermarktung unserer innovativen Softwarelösung becertified, auf
der alle Anwendungen für ein modernes unternehmensweites Talent
& Competence Screening bereitgestellt werden. Das
Anwendungsspektrum erstreckt sich über alle Facetten der Evaluierung fachli-
cher und persönlicher Kompetenzen im Personal-, Ausbildungs- und Trainings-
bereich. beCertified unterstützt alle gängigen, diagnostischen Methoden wie
Wissens-, Persönlichkeits- und Leistungsdiagnostik. Anforderungen an Proban-
den werden als „Profile Requirements“ definiert und dafür erforderliche Testin-
halte als e-Assessments ausgegeben. Alle diagnostischen Methoden können
ganzheitlich in einem e-Assessment evaluiert werden. beCertified ist vollständig
web-basiert und wird vor allem für die Bereiche
• Bewerber Screening & Rating
• Potenzial- und Eignungsanalysen
• Bildungsbedarfs-/GAP-Analysen
• Bildungs-Controlling bzw. Skill Management
• Talent Identifizierung
• Testen/Zertifizieren
• und Umfragen
erfolgreich in unterschiedlichen Branchen eingesetzt.
Weiterhin entwickeln wir für unsere Kunden individuelle Fachinhalte, die mit den
beCertified Online Assessments zum Einsatz kommen.
Unsere typischen Kunden sind die Personalabteilungen großer Unternehmen,
die mit Hilfe unsere e-Assessments
• frühzeitig besonders fähige und leistungsstarke Mitarbeiter identifizieren
• gezielt ermitteln, in welchen Bereichen Ihres Unternehmen qualifizierte
Mitarbeiter benötigt werden
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• ihren HR-Prozessaufwand bei der Auswahl geeigneter Bewerber signifi-
kant reduzieren konnten
• die Anforderungen des AGG im Hinblick auf eine nachweislich objektive
Personalauswahl erfüllen
• die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens durch eine homogene, auf
die Gesamtstrategie abgestimmte Mitarbeiterstruktur nachhaltig stärken
konnten
• ihre Leistungsträger für Kundensituationen (Operations Excellence) zerti-
fizieren
• letztlich den Wert ihres HR-Kapitals belegen
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Frage 3: Projektbeschreibung Online Assessments
Können Sie ein typisches Projekt zur Einführung und Begleitung von Online As-
sessments skizzieren? Wer sind üblicherweise die Projektteilnehmer und wie
verteilen sich deren deren Rollen? Welche unterschiedlichen Modelle sind
denkbar? Gibt es typische Schwierigkeiten bzw. welche Herausforderungen
stellen sich Ihnen hauptsächlich in diesem Bereich? Wie wird z.B. die Authenti-
zität und Akzeptanz der Teilnehmer sichergestellt? Wie begegnen Sie mögli-
chen Schwierigkeiten? Welche Ergebnisse wurden realisiert, mit welchen Kos-
ten muss man rechnen?
Antwort:
Die Einführung von Online Assessments beginnt typischerweise mit
einer genauen Analyse der inhaltlichen Anforderungen und Ziele des
Kunden. Je nach Einsatzfeld sind Personalverantwortliche aus den
Bereichen Rekrutierung, Personalentwicklung oder aus Aus- und
Weiterbildung in die Projekte eingebunden. Mit ihnen werden die erforderlichen
fachlichen Inhalte zur Wissensdiagnostik detailliert abgestimmt und erarbeitet.
Dabei übernehmen wir in der Regel auch die didaktische Aufbereitung der Test-
inhalte und ihre Abbildung auf der beCertified Testplattform. Im Hinblick auf die
Auswahl geeigneter psychometrischer Skalen zur Persönlichkeitsdiagnostik o-
der Testverfahren zur kognitiven Diagnostik erhalten die Kunden eine umfängli-
che wissenschaftliche Beratung. Anschließend bilden wir das Kompetenzmodell
und die positionsbezogenen Anforderungsprofile mit dem Kunden ab. Die Pro-
jektteilnehmer des Kunden haben in diesem Prozess eine aktive Rolle bei der
Erarbeitung und Abbildung der Anforderungsprofile. Dadurch wird einerseits die
Einarbeitungsphase sehr kurz gehalten, andererseits werden die Authentizität
der Lösung und ihre Akzeptanz in den Personalabteilungen sichergestellt.
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