Liebe Leserinnen und liebe Leser,
auch bei Fach- und Führungskräften gehört Social Media oft schon zum Alltag - wie das Handy in der Tasche. Für Verbraucher hat sich ein neues Medium entwickelt, das für große Transparenz im Konsumdschungel sorgt. Vielfältig, schnell und kostenlos, das sind die Adjektive die Social Media aus Konsumersicht beschreiben. Erste negative Erfahrungen hinsichtlich Wirkung, Kosten und Qualität wie bei Second Life (Sie erinnern sich?) scheinen zumindest bei der B2C-Kommunikation überwunden.
Im B2B Bereich allerdings hat sich Social Media noch nicht derart etabliert. Den Anspruch an eine hohe inhaltliche Qualität und starke Wirkung bei gleichzeitigen Zielsetzungen wie Kontrolle und einfacher interner Abstimmung der Prozesse scheuen noch viele Unternehmen. Trends und neue Technologien wie bei mobilen Endgeräten, interaktiven Formaten oder auch die Erwartungen jüngerer Generationen (Digital Natives) zeigen jedoch, dass auch im B2B kein Weg an Social Media vorbei führt.
Also die Frage: Wie lässt sich B2B Social Media strategisch in ein Gesamtkonzept von Marketing und PR einordnen? Wie und welche Ziele werden so erreichbar, nachhaltig wirksam und wirtschaftlich nützlich (Cost-Benefit-Ratio) für Unternehmen? Wie positionieren sich Unternehmen im Spannungsfeld zwischen Kontrollwunsch und Organisierbarkeit einerseits und den Erwartungen und der Offenheit des Marktes und der Adressaten, aber auch der eigenen Mitarbeiter und Partner andererseits?
In diesem zweiteiligen Online-Roundtable diskutieren führende Experten aus Unternehmen (Markom-/ PR–Leiter), Agenturen, Beratungen und aus praxisnaher Forschung und Analyse sowie aus Social Medien über die strategische Bedeutung und die Erfolgsfaktoren von Social Media für die Marktkommunikation B2B.
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihr NetSkill-TeamAuszug aus dem Interview:
Frage 1: Bedeutung Social Media im B2B-Bereich
Die kürzlich veröffentlichten Facebook Userzahlen von mehr als 500 Millionen
aktiven Nutzern bestätigen, dass Social Media im B2C nicht mehr wegzuden-
ken ist. Die Unternehmen hingegen scheinen zu schlafen. Warum folgt der B2B Bereich nur langsam, oder täuscht diese Wahrnehmung?
Antwort:
In vielen B2B-Unternehmen besteht noch kein sehr differenziertes Verständnis, wie die sozialen Medien funktionieren, beziehungsweise inwiefern diese ein für die eigene Firma relevantes Umfeld darstellen. Manche Entscheider tun sich schwer, die Notwendigkeit einer offiziellen Facebook-Präsenz, Twitter-Aktivitäten oder die Einrichtung von Blogs für ihr Geschäftsmodell zu sehen oder halten dies sogar für einen unnützen Zeitvertreib. Oft schwingt zudem die Sorge um einen Kontrollverlust mit. Die empfundene Selbstverständlichkeit, Herr über die eigene Kommunikation zu sein und diese maßgeblich zu beeinflussen, erscheint manchem Unternehmensrepräsentanten als unveräußerlich, der Blick auf die ozialen Netzwerke erfolgt daher nicht selten mit negativen Gefühlen. B2B-Unternehmen schlafen also keinesfalls, vielmehr bleibt Social Media häufig als Phänomen zu abstrakt, und die Auseinandersetzung um reelle Nutzungsmöglichkeiten oder Risiken findet zu undifferenziert statt.
(Lesen Sie das vollständige Interview im folgenden PDF)
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