Aktuell leisten Unternehmen mehr als je zuvor. „Drastisch abnehmende Planbarkeit erfordert höchste Flexibilität“, stieg Gottfried Egger von der Wassermann AG ins Thema ein. „Zugleich steigen die Ansprüche an Kundenservice und Produktkosten; auch die Daten- und Informationsflut nimmt ständig zu.“ Für den Senior Vice President IT-Management lässt diese Entwicklung nur einen Schluss zu: „Nur mit den richtigen Informationen sind die richtigen Entscheidungen möglich.“ Doch diese Informationen liegen in Unternehmen meist nicht oder nicht rechtzeitig vor. Und: Die rechte Hand weiß oft nicht, was die linke tut. Ein klar definierter Business-Intelligence-Prozess kann dies ändern.
„Würfeln sie noch oder entscheiden Sie schon?“
Die Ausgangslage zeigt bereits, was geändert werden muss. Erste Aufgabe ist es, eine ausreichende Datenbasis und Simulationsmöglichkeiten zu schaffen. Wie dringend diese Aufgabe ist, veranschaulichte Egger an den Zahlen einer aktuellen VDA-Studie (Verband der Automobilindustrie). Danach verwenden Prozessverantwortliche noch vier Fünftel ihrer Arbeitszeit auf manuelle Datenrecherche. Falsche und fehlende Daten in ähnlicher Größenordnung erzeugen eine unzureichende Planungsqualität. Egger: „Nur 16 Prozent der Prozesseigner können Daten aus integrierten IT-Systemen beziehen; nur 22 Prozent können langfristige Trends analysieren und über die Hälfte aller Prozessverantwortlichen kann nicht einmal kurzfristige Analysen durchführen.“ Dabei ist das Optimierungspotenzial riesig: Laut VDA-Studie könnte eine verbesserte Datenqualität die Planungsgüte und -effizienz in den Unternehmen um mindestens 50 Prozent anheben. Mit der provokanten Frage „Würfeln sie noch oder entscheiden Sie schon?“ stellte Egger daraufhin dem bislang willkürlichen Vorgehen das Modell einer strukturierten Business-Intelligence-Lösung entgegen. Egger sieht die Mehrzahl der Manager in den Unternehmen heute in einem Teufelskreis gefangen: „Bisher drehen sich alle Beteiligten abteilungsbezogen im Kreis, weil alle Daten viel zu disparat über das gesamte Unternehmen verstreut sind. Der vollständige Überblick fehlt. Ist die Suchschleife vollbracht, fehlen wieder Daten und der Kreis beginnt erneut. Das hält alle auf Trab, bringt niemanden weiter und bremst den Erfolg.“
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