BI-Lösungen werden gerade bei Social-Media-afinen Unternehmen eine immer wichtigere Rolle spielen. Die Menge und die Bedeutung der Diskussionen nehmen eher zu als ab. Sie lassen sich schon lange nicht mehr mit rein manuellen Lösungen bewältigen – vor allem nicht in der Geschwindigkeit, wie sie der Markt erfordert. Und auch umgekehrt werden die Unternehmen verstärkt Social-Media-Kanäle nutzen, um auf die BI-Ergebnisse zu reagieren. Dafür werden die BI-Produkte die unterschiedlichen Analyse-Themen – klassisch oder Social-Media – auch auf ihrer Benutzeroberfläche näher zusammenbringen, so dass der Nutzer schneller mit ihnen arbeiten kann, ohne zwischen verschiedenen Anwendungen hin und herspringen zu müssen. Beispielweise werden sie auch eine Schnittstelle zu den relevanten Social-Media-Kanälen bieten, um den Dialog mit den Meinungsführern direkt aufnehmen zu können. Zudem wird sich der Automatisierungsgrad steigern lassen, etwa indem bestimmte klassische Analyseergebnisse automatisch Social-Media-Analysen anstoßen. Auch wäre vorstellbar, dass man die Analysen aus beiden Welten zur Optimierung von Kampagnen und deren Feineinstellungen nutzt – etwa indem ich bestimmte Meinungsführer identifizieren und den Dialog mit ihnen intensiviert und vieles mehr. Außerdem wird das Thema Predictive-Analytics hier verstärkt hereinspielen – etwa indem man bestimmte statistische Werte mit Analysen aus dem Social-Media-Content korreliert.
Die wachsende Bedeutung von BI unter diesen Bedingungen erfordert die Zusammenführung und Konsolidierung unterschiedlicher Analyse-Fähigkeiten. Einige Hersteller haben das schon lange erkannt und sich zusätzliches Know-how und Technologien ins Portfolio geholt, so IBM mit der Akquisition von SPSS vor zwei Jahren. So spielt die Text-Mining-Technologie von SPSS in unserem BI-Angebot eine wichtige Rolle. Dieser Konsolidierungstrend wird sich fortsetzen.