Die Faszination der Idee virtueller Unternehmen läßt bei genauer Untersuchung der konstitutiven Merkmale auf ihren Zielbeitrag und ihre Konsistenz mit dem Theoriegebäude sowie der Praxistauglichkeit stark nach. Vielmehr erscheint das in der Literatur diskutierte Gesamtkonzept als Verdichtung einzelner aktueller Trends der Managementlehre mit aus der Unternehmenspraxis angereicherten Beispielen, die jeweils aber nur Teilelemente des Konzepts umfassen. Auch der in diesen Beispielen festzustellende Realisierungsgrad einzelner Teilelemente der Virtualität ist vielfach weit vom theoretischen Konzept entfernt. Somit kann die Idee virtueller Unternehmen als Vision an sich aufgefaßt werden, die aus einer Extrapolation erkennbarer Richtungen aus Informatik, Organisation und Management resultiert.