Beteiligungsmanagement und Controlling von Tochtergesellschaften: wie wenig Mütter oft über ihre Töchter wissen
Tochter- und Beteiligungsgesellschaften werden hierzulande zu sehr verwaltet und zu wenig unternehmerisch geführt. Das Wissen in der Zentrale über aktuelle Entwicklungen bei den Beteiligungen lässt oft zu wünschen übrig. Praxiserfahrungen zeigen, dass das Reporting sowohl quantitativ wie qualitativ oft nicht den Anforderungen genügt, die durch den zunehmenden Druck von innen und außen in der jüngeren Vergangenheit stark zugenommen haben.
Experten bemängeln in diesem Zusammenhang vor allem gravierende Schwächen bei der Konzeption eines zeitgemäßen Beteiligungscontrollings sowie die Zersplitterung von Daten und Informationen in zahllosen, untereinander nicht verbundenen IT-Systemen. Die Folge sind vielfältige Intransparenzen, die für ein Unternehmen äußerst unangenehm werden können - zum einen, wenn dadurch ein aktives, den Unternehmenswert nachhaltig steigerndes Beteiligungsmanagement praktisch unmöglich gemacht wird. Schlimmer aber noch, wenn mit Mängeln im Beteiligungscontrolling auch noch Verfehlungen des Managements einhergehen, die juristisch bedeutsam sind.
Was können nun v.a. mittelständisch strukturierte Unternehmen tun, um solche Mängel zu beseitigen? Wie sorgt man für die erforderliche Transparenz im Beteiligungsgeflecht? Welche Vorgehensweisen haben sich hier in der Praxis bewährt und wie sehen Ziel führende organisatorische und informationstechnische Lösungen für ein anforderungsgerechtes Beteiligungscontrolling aus?
Jörg Kaschytza, Geschäftsführer der Plaut Consulting GmbH, und ausgewiesener Experte für Beteiligungscontrolling und -management gibt in diesem Interview dazu Auskunft.
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