Wertschaffung und zunehmende Transparenz der Berichterstattung
Controlling ist inzwischen fest in Wissenschaft und Praxis etabliert (vgl. Horváth 2006). Über die Trends in der Wissenschaft können Hochschulprofessoren besser urteilen. In diesem Beitrag werden Überlegungen aus der Praxis geäußert, insbesondere vor dem gemeinsamen Hintergrund von Controlling und Finance.
Nach meinem Verständnis ist Controlling die zielorientierte Steuerung des Unternehmens. Unternehmen weisen verschiedene Dimensionen auf: u.a. technische, soziale, informationelle und fi nanzielle. Aus fi nanzieller Sicht ist das Unternehmen ein Wert aufnehmendes, veränderndes und abgebendes System. Wert wird hier in Geldeinheiten gemessen und ist die dominierende Dimension aus Sicht der Eigentümer. Die finanzielle Sicht ist Gegenstand der finanziellen Steuerung des Unternehmens und insofern ist die finanzielle Steuerung des Unternehmens identisch mit dem Controlling des Unternehmens aus Eigentümersicht.
In den 90er Jahren wurde das Verständnis von Unternehmen als Wert schaffende Systeme durch den Shareholder-Value-Ansatz gefördert. Inzwischen wird der Ausdruck Shareholder Value immer häufiger durch Value Based Management, wertorientierte Unternehmensführung oder ähnliche Begriffe ersetzt. Dies ist keineswegs nur eine verbale Umschreibung des gleichen Sachverhalts, vielmehr wird darin auch eine gewisse Umorientierung in den Inhalten deutlich. Ziel der Optimierungsbemühungen im Rahmen der wertorientierten Unternehmensführung ist der innere Unternehmenswert, nicht in erster Linie der Börsenwert, der jedoch mit dem inneren Unternehmenswert hoch korreliert sein sollte (vgl. Lehner/Beynio 2000).
Lesen Sie das Kapitel "Trends in Controlling und Finance: Wert- und Werte-Orientierung" aus dem Buch "Controlling und Finance Excellence" von Péter Horváth (Hrsg.) mit freundlicher Genehmigung des Schäffer-Poeschel Verlags.
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