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Die Kosten der Powerpoint-Kultur

Die Kosten der Powerpoint-Kultur
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Lt. Prof. Dr.-Ing. Rolf Hichert, Geschäftsführer, HICHERT + PARTNER AG, Kreuzlingen, besteht die PowerPoint-Kultur darin, dass Bilder an die Wand geworfen werden und manchmal gar nicht synchron erläutert werden. Es existieren Bullets, ohne Verben, man muss sich nicht festlegen, die Komplexität wird resultiert.

Häufig ist der Vortragende genau so überrascht von den Bildern wie die Zuschauer, da ihm die Bilder von Assistenten vorbereitet wurden.

Provokationen: Powerpoint macht uns dumm! Hirn aus – Beamer an! PowerPoint Is Evil!

Es ist tragisch, dass wir nicht mehr kommunizieren, sondern die Welt auf Bullets reduzieren.

Auch in Hochschulen gibt es Vorlesungen sehr häufig nur noch als PowerPoints. Ebenso gestalten Unternehmensberater ihre Angebote derartig.

Eine entsprechende DIN A 4 Seite mit Arial 12 würde deutlich mehr Denkarbeit erfordern.

Ein Viertel der PowerPoint-Seite ist nicht selten schon mit dem Corporate-Design vertan. Das Design ist häufig wichtiger als der Inhalt. Auch entstehen dadurch erhebliche Kosten beim Ausdruck durch Farbdrucker.

So wirklich spannend sind PowerPoint-Präsentationen nicht. Manche blättern schon im Voraus auf die nächsten Seiten und hoffen, dass es bald vorbei ist und atmen auf, wenn es keine Backup-Folien gibt.

Die Präsentation ist nur dann gut, wenn die Teilnehmer nach der Präsentation das tun, was sie tun sollen. Das wichtigste an der Präsentation ist es, dass sie die Botschaft rüberbringt.

Sie brauchen Regeln, die sich zu dem Akronym SUCCESS zusammenfassen lassen:

SAY: (Sag die Botschaft! : weniger Erklärungen und mehr Empfehlungen)

UNIFY: (allgemein verbindliche Notationsregeln für die Farbgestaltung und die Umsetzung von Zahlen in “Grafikmillimeter”

CONDENSE: Je dichter wir die Information gestalten, desto besser verstehen wir sie.

CHECK: Berichtsempfänger erwarten inhaltlich richtige Daten. Aber sind die richtigen Daten auch richtig dargestellt? Manipulierte Diagramme sind in der Geschäftskommunikation an der Tagesordnung

ENABLE: Das SUCCESS -Konzept muss verwirklicht werden, jedoch ist die praktische Umsetzung von SUCCESS sorgfältig zu planen. Die Umsetzung ist bislang häufig nicht mit Standardsoftware möglich, sondern nur mit Excel.

SIMPLIFY: Kompliziertheit vermeiden. Die Lesbarkeit von Diagrammen und Tabellen wird durch SIMPLIFY erleichtert. Das Entfernen von ‘Rauschen’ und ‘Redundanz’ befreit die Berichtsobjekte von vermeidbaren Nebengeräuschen.

STRUCTURE: Berichte und Präsentationen haben in vielen Fällen keine in sich logische Struktur. Überschneidungen und Unvollständigkeit erschweren das Verständnis von Geschäftskommunikation. Der Referent ist die Präsentation. Die Bilder sind nur Hilfsmittel, um die Botschaft besser “‘rüberzubringen”.

Viele Controlling-Berichte sind keine Berichte, sondern einfach nur Statistiken.

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Autor
  • Manfred Grotheer
    Manfred Grotheer

    Im Anschluss an seine Ausbildung zum Betriebswirt (BA) absolvierte Herr Manfred Grotheer eine weitere Ausbildung zum Industriekaufmann. Von 1982 bis 1985 arbeitete Herr Grotheer als Controller bei Dr. August Oetker in zentraler und dezentraler Funktion. In der Zeit von 1985 bis 1986 übernahm er die Position des Vertriebspromotors im damaligen Geschäftsbereich...

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