In ihren Anfängen hat sich die Managementliteratur wenig mit Wissens- und Lernthemen beschäftigt. Erst als die Human-Resource-Schule den organisatorischen Wandel als eigenständiges Problem erkannt hat, kam auch in der Organisationstheorie der wissenschaftliche Begriff des Lernens auf. March/Olsen entwickeln ein Konzept des organisatorischen Lernens. Sie setzten organisatorische Veränderungen gleich mit dem Prozess des Lernens aus Erfahrung. Auch heute wird die Veränderung von Organisationen unter der Perspektive "lernende Organisation" diskutiert. Nach Willke entsteht eine organisatorische Wissensbasis dann, wenn ein Unternehmen, eine Bank, eine Universität etc. als System lernt. Zu dem individuellen Lernen in den Köpfen der Mitarbeiter muss eine über Lernen gesteuerte Veränderung der Regeln des Systems hinzukommen, um vom organisatorischen Lernen sprechen zu können.
Lesen Sie das erste Kapitel aus dem Buch "Corporate Knowledge" von Prof. Dr. Dr. Thomas Schildhauer; Matthias Braun; Matthias Schultze mit freundlicher Genehmigung des Verlags BusinessVillage GmbH.
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