Corporate_Performance_Management_WINTERHELLER_CPM_080812.pdf Experten-Interview
Corporate Performance Management Lösungen der
WINTERHELLER software GmbH
E-Interview zum 20. Firmenjubiläum der WINTERHELLER software GmbH
Professor Winterheller und die WINTERHELLER
Titel des software GmbH:
Interviews: Zwei Kompetenzführer im Bereich Corporate Per-
formance Management Lösungen
Name: Prof. Dr. Manfred Winterheller
Funktion/Bereich: Geschäftsführung
Organisation: WINTERHELLER software GmbH
Liebe Leserinnen und liebe Leser,
WINTERHELLER software entwickelt und vertreibt integrierte Lösungen für alle
Anforderungen der Unternehmenssteuerung. Die Verbindung von Technik, In-
novation und Service zeichnet WINTERHELLER software aus. Durch dieses
Zusammenspiel schafft es WINTERHELLER software, die individuellen Anfor-
derungen der Kunden an Planung, Analyse, Reporting und Konsolidierung in
einem einheitlichen System zu realisieren. Dabei sind 96 % aller Projekte in ti-
me und in budget.
Über 4.550 Unternehmen aller Größen und Branchen setzen weltweit auf WIN-
TERHELLER software. Zu den Kunden zählen Unternehmen wie BMW, Dräxl-
maier, LUEG, Velleuer, Deutsche Bank AG, WGZ Bank, Grazer Stadtwerke,
Heristo AG, Q-Med, William Blythe, Schindler Hungaria, Migros Basel Schweiz
ebenso wie viele namhafte Unternehmensberatungsgesellschaften und Wirt-
schaftsprüfer.
So steht das Unternehmen – 1988 von Prof. Dr. Manfred Winterheller, einem
namhaften Spezialisten der Betriebswirtschaftslehre, gegründet – heute für
höchste Produktivität und Effektivität in der Unternehmenssteuerung und feiert
in diesem Jahr sein 20. Jubiläum!
So freuen wir uns sehr, dass Prof. Dr. Manfred Winterheller sich anlässlich des
20. „Firmen-Geburtstags“ Zeit für unsere Fragen zu seinem Lebenswerk ge-
nommen hat.
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihr NetSkill-Team
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Experten-Interview
Sehr geehrter Herr Professor Winterheller,
Frage 1: Lebensstationen / Lebensgeschichte
Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zum 20ten Jubiläum von WINTER-
HELLER software!
Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt sich Prof. Winterheller in Theorie und Pra-
xis mit Fragen der Effizienz von Organisationen. Die zentralen Fragen sind, in-
wiefern die Persönlichkeit der Führungskräfte und das Energieniveau des Ma-
nagements das Erfolgspotenzial der Unternehmen beeinflusst.
Was waren zurückblickend aus Ihrer Sicht die wichtigsten Lebensstationen, Er-
fahrungen und Erkenntnisse, die Sie für diesen Weg vorbereiteten? Welche He-
rausforderungen begegneten Ihnen und welche Lebensstationen waren für Sie
auf dem weiteren Weg von Bedeutung und was war generell Ihr Leitmotiv und
innerer Antrieb?
Antwort:
Sowohl als Kind als auch als Schüler und Student wurde ich mit
einer sehr einfachen Regel erzogen: Wenn man sich immer an die
Regeln hält, wenn man also als Kind brav ist und als Erwachsener
gut organisiert und wenn man sich entsprechend den
Anforderungen der Umwelt verhält, dann wird man erfolgreich! Mit dieser einfa-
chen Idee begann ich mein Berufsleben und ich suchte dieser einfachen Maxi-
me selber zu entsprechen und als Universitätslehrer und Berater auch andere
Menschen und Unternehmen davon zu überzeugen. Man kann sich meine Ü-
berraschung vorstellen, als ich feststellen musste, dass es jede Menge Men-
schen und Firmen gibt, die sehr erfolgreich sind und sich nicht an dieses Muster
halten und – noch überraschender – dass es ebenfalls jede Menge Menschen
und Firmen gibt, die sich genau danach verhalten aber keinen Erfolg haben.
Meine Grundaxiome über das Funktionieren des Lebens schienen also weder
notwendig noch hinreichend zu sein. Das hat mein Weltbild nachhaltig erschüt-
tert und ich begann nach Regeln zu suchen, die verlässlichere und vorherseh-
barere Resultate bringen. Ich habe das dann im Bereich des Mind-
Managements gefunden. Was sich heute banal anhören mag war für mich da-
mals eine unerhörte Offenbarung: die eigenen Gedanken, Ziele, Pläne, Wün-
sche haben enorme Bedeutung, weil sie die Tendenz haben, sich zu manifes-
tieren. Das wurde zu einer Sache mit nie endender Faszination für mich und
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Experten-Interview
ich habe daraufhin begonnen, mich mit Zielbildung und allem was dazugehört
zu befassen. Professional Planner war eines der Ergebnisse, eine Software, die
es leichter machen sollte, die eigenen Zielvorstellungen zu operationalisieren,
mit Varianten zu spielen, Entscheidungen im vorhinein zu überprüfen.
Frage 2: Eigene Kompetenzen, Stärken/Schwächen
Ihre Schwerpunkte liegen auf dem Gebiet des Mind-Management, der bewuss-
ten Beeinflussung der eigenen Grenzen und der Erweiterung des persönlichen
Handlungsspielraums. Sie sind „high-performance Coach” und arbeiten mit
Menschen, die Besonderes für ihr Leben erreichen möchten.
Welche Kompetenzen und Stärken halfen Ihnen dabei bzw. was zeichnet Sie
besonders aus? Was sind umgekehrt Ihrer Meinung nach Schwächen von Man-
fred Winterheller?
Antwort:
Mir ist Authentizität wichtig. Ich glaube, dass das wahre Wesen
eines Menschen früher oder später auf jeden Fall erkennbar wird.
Und wenn es dann zu Differenzen zwischen dem vorgespielten
und dem tatsächlichen Wesen kommt, dann ist das Wesentlichste
verloren, was es zwischen Menschen gibt, das Vertrauen. Ich habe mich daher
immer um Ehrlichkeit bemüht, um klare Kommunikation. Mein starkes Interesse
an Menschen ist dabei einerseits eine Stärke und andererseits eine Schwäche.
Die Stärke besteht darin, ein gutes Gefühl dafür zu entwickeln, was sich Men-
schen gerade jetzt im Augenblick des Kontaktes wünschen und brauchen. Die
Schwäche besteht in meiner Tendenz, diese Wünsche auch zu erfüllen. Da-
durch fällt es mir oft schwer, die nötige Strenge und Durchsetzung zu entwi-
ckeln, die zur Bewältigung mancher Situationen unverzichtbar sind. Um es in
meiner Terminologie zu sagen: Ich tendiere zum Förderer und muss das For-
dern anderer Menschen (noch) bewusst in Gang setzen.
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Frage 3: Netzwerke/Wegbegleiter
Die Themen Unternehmensplanung und Budgetierung haben Sie sehr intensiv
mit Professor Dr. Anton Egger in zahlreichen Publikationen beleuchtet.
Wer waren für Sie die wichtigsten Partner, die Sie begleitet und unterstützt ha-
ben? Welche Bedeutung hatte der Austausch mit diesen Wegbegleitern für Sie?
Antwort:
Ich habe von vielen Menschen lernen dürfen. Dr. Egger verdanke
ich in betriebswirtschaftlicher Hinsicht mehr als allen anderen. Er
ist ein bemerkenswerter Praktiker und – was gerade in dieser
Kombination sehr selten ist – auch ein außergewöhnlicher
Universitätslehrer. Ich habe aber auch alles andere in meinem Leben von ande-
ren Menschen gelernt. Carl Rogers war einer von ihnen. Es waren aber auch
zahlreiche beeindruckende Manager und Unternehmer, von denen ich Ideen
übernehmen durfte. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man kaum etwas
neu erfinden muss da es unendlich viele gute Ideen gibt, die man nicht mehr
designen sondern nur noch umzusetzen braucht. Der Unterschied zwischen Er-
folg und Misserfolg ist ja selten das Wissen sondern meistens die Umsetzung.
Es gibt mehr gescheite Menschen als erfolgreiche.
Manche der Menschen, denen ich am meisten verdanke habe ich persönlich nie
kennengelernt sondern nur ihre Bücher. Aus der Fülle dieser Giganten möchte
ich nur Alice Miller, Peter Levine, Eugene Gendlin und William James hervor-
heben. Ohne sie wäre ich nicht der Mensch, der ich heute bin.
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Frage 4: Corporate Performance Management
WINTERHELLER ist seit 20 Jahren der führende Anbieter von Corporate Per-
formance Management-Lösungen. Im April 2008 prämiert die Initiative Mit-
telstand die Leistungen der Corporate Performance Management-Experten,
WINTERHELLER Consulting erhält als einziges die begehrte Auszeichnung.
„Mit einem starken Team ein hohes Ziel anstreben, das ist eine fantastische
Aufgabe. In diesem Unternehmen habe ich das Glück, über beides zu verfügen,
das Team und das Ziel." Zitat Professor Manfred Winterheller.
Welche Veränderungen erwarten Sie im Forschungsgebiet CPM im Allgemei-
nen und für wie bedeutend halten Sie im Speziellen die neuen Technologien
und das Denken in Netzwerk-Strukturen?
Antwort:
Seit meiner Zeit als Student hat sich in meinem alten Fachgebiet
des Controlling und der Unternehmensplanung enorm viel
geändert. Es gab damals sehr sauber voneinander abgegrenzte
Arbeitsbereiche, sowohl in der Praxis als auch in der Theorie. Für
heutige Studenten ist manches davon wohl gar nicht mehr vorstellbar. Heute
sind internes und externes Rechnungswesen vielfach miteinander verknüpft, die
alten Barrieren leben zwar in manchen Köpfen in Theorie und Praxis noch fort,
werden aber mit dem Verschwinden dieser Köpfe aufhören zu existieren.
CPM reflektiert damit den weltweiten Trend zu Vernetzung und Kooperation.
Anders als durch intensive Verknüpfung könnte CPM die aktuelle Situation in
Unternehmen gar nicht mehr angemessen abbilden. In Ihrer Frage beziehen
Sie sich auf neue Technologien und das Denken in Netzwerkstrukturen.
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