Alle im Unternehmen hassen Beschwerden. Mitarbeiter im Kundenkontakt fürchten Situationen, in denen sie von aufgebrachten Kunden beschimpft werden. Mitarbeiter verschiedener Entscheidungsebenen fühlen sich durch Beschwerden auf nicht zutreffende und unzulässige Weise kritisiert. Sie sind auch verärgert, weil sie für die Bearbeitung von Kundenproblemen Zeit und andere Ressourcen einsetzen müssen, die für diese Zwecke nicht eingeplant sind und häufig nicht zur Verfügung stehen. Während man sich um irgendwelche fernen Kundenprobleme kümmern soll, wachsen die eigenen Probleme, weil Zeit- und Kostenpläne durcheinandergeraten. Vorstandsmitglieder sehen sich mehr und mehr damit konfrontiert, dass Kunden ihre Beschwerden an sie persönlich richten und auch eine persönliche Antwort erhalten wollen. Doch das Zeitbudget des Topmanagements ist für die Beschäftigung mit strategischen Fragen bereits verteilt. Zudem gehört es nicht zum Selbstverständnis von Vorstandsmitgliedern, sich mit Detailproblemen unbekannter Kunden herumzuschlagen. Deshalb geben sie in der Regel nur die Anweisung, eine Lösung herbeizuführen. Top-down werden dann die Beschwerden durchgereicht, wobei es häufig die primäre Zielsetzung der Beschwerdebearbeitung ist, Kundenanliegen so weit wie möglich abzuwehren und/oder innerbetrieblich Schuldige zu finden.
Kundenzufriedenheit ist für die meisten Unternehmen ein erstrangiges Ziel. Doch unzufriedene Kunden werden nur selten als profitable Zielgruppe wahrgenommen. Nur wenige Unternehmen ermutigen ihre Kunden, sich mit einer Beschwerde zu melden. Damit lassen sie große ökonomische Potenziale un
Univ.-Prof. Dr. Bernd Stauss, geb. 1947 in Hamburg, ist Inhaber des Lehrstuhls für Dienstleistungsmanagement (http://www.dlm-stauss.de/) an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät Ingolstadt (http://www.ku-eichstaett.de/WWF/) der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (http://www.ku-eichstaett.de/). Nach dem Studium der...
Das Produktspektrum des Hanser-Fachverlags richtet sich an die Zielgruppe Ingenieure und Techniker in Ausbildung und im Beruf mit Tätigkeitsschwerpunkten in Metall- und Kunststoffverarbeitung, Elektrotechnik/ Elektronik und Informatik, Wirtschaft und Management. Zum Produktangebot gehören F
Diese Seite wurde zuletzt am 2012-05-23 17:42:16 aktualisiert.