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Kundenzufriedenheitsanalyse als CRM-Instrument für ein Unternehmen der Tourismusbranche

Kundenzufriedenheitsanalyse als CRM-Instrument für ein Unternehmen der Tourismusbranche
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Beschreibung
Im hart umkämpften Tourismusmarkt, der durch zunehmenden Preisverfall bei gleichzeitig steigender bzw. zumindest konstanter Leistungserwartung der Kunden gekennzeichnet ist, gewinnen CRM-Instrumente zunehmend an Bedeutung. Die Ausrichtung des jeweiligen Unternehmens auf die Kundenzufriedenheit stellt einen wesentlichen kritischen Erfolgsfaktor dar, um langfristig am Markt seine Position zu halten und ggf. ausbauen zu können. Eine hohe Kundenzufriedenheit mit der konkreten Reiseleistung stellt insbesondere in der Tourismusbranche die grundsätzliche Voraussetzung für Kundenbindung und daraus resultierender positiver Ausstrahlungseffekte in Form von Weiterempfehlungen dar. Berücksichtigt man, daß es fünfmal teuerer ist, einen neuen Kunden zu gewinnen als einen alten zu binden, so besitzt die Kundenzufriedenheit einen großen Einfluß auf den ökonomischen Erfolg des Unternehmens und entsprechend auf den Unternehmenswert.

Im vorliegenden Projektbeispiel wird dargestellt, wie mit Hilfe des Instruments der Kundenzufriedenheitsanalyse in der Tourismusbranche diese Größe gesteuert werden kann und daraus Maßnahmen abgeleitet werden können, wie das Leistungsangebot schnell und effizient angepaßt werden kann, um sich Wettbewerbsvorteile gegenüber der massiven Konkurrenz in dieser Branche zu sichern. Dies sind beispielsweise das schnelle Reagieren und Ausmerzen von Mängeln in der Qualität von Leistungspartnern (wie z. B. Hotels) sowie die Weiterentwicklung der Vermarktung hin zu einer zielgruppenbezogenen und bedürfnisorientierten Kundenbearbeitung.

Die strategische Ausgangslage des Unternehmens, bei dem das CRM-Instrument der Kundenzufriedenheitsanalyse eingeführt wurde, kann zusammengefaßt als "stuck-in-the-middle" bezeichnet werden. Das bedeutet, daß das Unternehmen wenig Kenntnis über die Unterschiede in den Bedürfnissen einzelner Kundengruppen besaß und entsprechend keine Segmentierung und sowie eine darauf basierende Marktbearbeitung erfolgte. Das Thema Kundenzufriedenheitsanalyse wurde nur oberflächlich angegangen, so daß die Potentiale dieses Instruments nicht genutzt wurden und sich keine entsprechenden Mehrwerte für das Tagesgeschäft ergaben.

Diese Schwächen im Einsatz der Kundenzufriedenheitsanalyse bestanden im wesentlichen darin, daß die heute möglichen Auswertungstechniken zur Erkenntnisgewinnung nur spärlich angewendet wurden und lediglich eine Analyse im zweijährigen Rhythmus vorgenommen wurde, so daß keine Erkenntnisse für die Ableitung konkreter, umzusetzender Maßnahmen im Tagesgeschäft generiert werden konnten. Des weiteren erfolgte das Reporting der Ergebnisse auf Basis eines 300-seitigen Berichts, der den Blick für signifikante Ergebnisse und daraus resultierendem Handlungsbedarf verwässerte und zu einer Informationsüberflutung der Empfänger führte. De facto wurde dieser Bericht aufgrund seiner zu umfangreichen, wenig managementorientierten Form nicht für die Verbesserung der Leistungserstellung genutzt.
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Autor
  • Stefan Helmke
    Dr. Stefan Helmke

    Dr. Stefan Helmke studierte an der Universität Siegen Betriebswirtschaftslehre und promovierte am Graduiertenkolleg des Heinz-Nixdorf-Instituts der Universität Paderborn zum Thema Customer Relationship Management. Dr. Helmke ist seit 1996 als Managementberater und -trainer in den Bereichen Unternehmenssteuerung und Kundenmanagement tätig. Zur Zeit ist Dr....

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